Algarve
Reisetipps Algarve |
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Die Algarve ist die südlichste Region Portugals. Bekannt für die spektakulären Küsten, die feinen Sandstrände und die monumentalen Felsformationen. Doch von der Algarve ausgehend kann man bis hinauf in die Region rund um Alentejo auch mit dem Motorrad sehr viel Spass haben. Die besten Reisezeit aus der Sicht des Motorradfahrers ist die Zeit abseits der Hauptsaison. Die Hauptsaison beginnt hier Anfang Juni und endet Ende September. In den Sommerflugplänen der Airlines finden sich Direktverbindungen von Österreich und Deutschland ins Zentrum der Algarve, nach Faro. Im Winter muss man mit Flügen nach Lissabon vorlieb nehmen. Danach kann man entweder mit dem Mietwagen (sehr billig im Winter) die ca. 2-3 Stunden lange Tour hinunter in den Süden antreten oder mit dem Flugzeug weiterreisen. Günstige Flugverbindungen suchen wir übrigens immer über www.reise-hero.at, Mietautos suchen wir über expedia.com, günstige Quartiere offen gesagt immer vor Ort auf eigene Faust. |
Klima Algarve |
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Die Temperaturen an der südlichen Spitze Portugals lassen ganzjähriges Motorradfahren zu. Allerdings ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit in den Monaten Oktober bis März deutlich höher als in den eher trockenen Monaten April - September. Normalerweise sinkt die Temperatur auch in den Wintermonaten Dezember-Februar nachts nicht unter 7 Grad. Tagsüber steigt das Thermometer gerne auf 17 bis 20 Grad. Wer den Motorradurlaub mit einem Badeurlaub verbindet sei gewarnt. Besonders an der Atlantikküste im Westen sind die Wassertemperaturen das ganze Jahr über sehr erfrischend. Andererseits kühlt der Atlantik im Westen auch im Hochsommer mit einer angenehmen Brise. Ein guter Tipp sind Reisen im Monat Oktober bis Mitte November. Dann ist das Wetter bei uns daheim schon recht eklig, die Lufttemperaturen an der Algarve jedoch perfekt fürs Motorradfahren und der Atlantik hat immer noch 18-19 Grad Wassertemperatur zu bieten. |
Motorradverleih Algarve |
Wir wählten den Anbieter Motorent.pt in Portimao. Der nette Verleiher hatte Tipps für uns parat und wickelte den ganzen Verleih sehr fair und freundlich ab. Zur Auswahl steht eine für die Algarve perfekte Bandbreite von Motorrädern. Für die Strassen gibt es entweder Roller oder XT 660 Enduros von Yamaha aber auch Chopper und Honda Deauvilles, fürs Gelände DR-Z 400 Enduros von Suzuki. Für die aktuelle Saison möchte der Anbieter übrigens investieren und Yamaha WR 450 Enduros mit in den Fuhrpark aufnehmen. Damit bietet er dann auch einmal in der Woche geführte Endurotouren in härteres Gelände an. |
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Enduro Algarve |
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Abseits der Touristenorte ist die Algarve sehr dünn besiedelt und auch von Touristen kaum besucht. Fahren im Gelände ist überall dort erlaubt wo man keine Verbotsschilder findet. In der Gegend nördlich von Monchique kann man mit dem Motorrad durch Subtropische Wälder fahren. Dicht aneinander reiht sich der Eukalyptus und der Boden präsentiert sich als griffiger und lehmiger Erdboden perfekt fürs Offroadfahren. Eine gute Ausgangsbasis für Auslfüge in die Eukalyptuswälder ist auch die Strasse von Monchique nach Aljezur. Auf beiden Strassenseiten zweigen die Wege in die Wälder ab. Schwierig gestaltet sich aber die Navigation auf den kleinen Wegen. Diese finden sich auf keiner Karte. Ohne GPS sollte man sich also nicht zu weit in die Wälder wagen. Die grösseren Wege sind für alle Arten von Enduros einfach zu bewältigen. Die kleineren Trampelpfade sind dann den Sportenduros vorbehalten. |
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An vielen Stellen kann man mit der Enduro problemlos bis zum Strand fahren. Der Atlantik sorgt bei Bedarf auch für RICHTIGE Abkühlung. |
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Nördlich von Monchique gibt es unzählige Möglichkeiten die Wälder zu erforschen |
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Tourentipps auf der Strasse |
Idealer Ausgangspunkt für Ausflüge auf der Strasse ist Monchique, nahe dem nächsten Berg der Algarve. Von dort ausgehend kann man sowohl in den Süden, als auch in den Westen oder Norden nette Tagestouren unternehmen. Ab Sines, hinauf in Richtung Lissabon wird es dann etwas flacher, die Gegend ist jedoch trotzdem angenehm mit dem Motorrad zu bereisen. Der Süden Portugals ist wesentlich grüner als zum Beispiel der Süden Spaniens und besonders im Frühjahr präsentiert sich die Landschaft in schöner Blütenpracht. Ebenfalls gute Strecken findet man ausgehend von Loule hinauf in den Norden. Der Asphalt ist übrigens sehr griffig und deutlich besser als an den dicht befahrenen Küstenstrassen. Bei Verbindungsetappen auf der Autobahn wird eine verkraftbare Maut eingehoben. Ein Ausflug von Sines nach Lissabon kostet so cirka. 8 Euro. |
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In Portugal findet man wieder Gefallen am guten Einzylinder. Die XT von Yamaha wird nicht zufällig von vielen Verleihstationen angeboten. Zuverlässig, auf allen Strassen daheim macht sie auch ohne beängstigender Leistung allen Piloten Spass. |
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Das südliche Portugal kann optimal als Saisonverlängerung verwendet werden. Im Gegensatz zu Spaniens Süden ist Portugal wesentlich grüner, dünner besiedelt und selbst an den Stränden findet man immer wieder einsame Platzerl. |
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Sehenswürdigkeiten |
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Freizeitmöglichkeiten abseits vom Motorrad |
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C.J. Parker kann man mit den ersten Stehversuchen am Brett zwar noch nicht beeindrucken, es macht aber fast so viel Spass wie Motorradfahren - ist aber wesentlich billiger. |
Auf der offiziellen Touristeninformationsseite findet man ausserdem eine Vielzahl von Veranstaltungen. Vom Air Festival bis zum beeindruckenden Sandskulpturen Wettbewerb ist alles mit dabei. Photos: Clemens Kopecky, Text: Nils Müller |
Bericht vom 18.06.2009 | 11.761 Aufrufe