Für Martin Bauer (Honda) aus Österreich passte zum 2. IDM-Lauf in der Motorsport Arena Oschersleben alles. Der Poleposition im Qualifying ließ der Eggendorfer am Sonntag 2 Laufsiege folgen und übernahm damit auch die Führung im Gesamtklassement.. Nachdem wir die Probleme vom Saisonauftakt beheben konnten, lief hier alles optimal, freute sich Bauer in der Pressekonferenz. Die Superbikeklasse ist sehr stark besetzt. Um ein Rennen zu gewinnen, müssen wirklich alle Komponenten stimmen. Das war heute bei uns der Fall und ich konnte die Gunst der Stunde nutzen.
Im ersten Rennen konnte Bauer seinen ausgezeichneten Startplatz optimal umsetzen und lag sofort vor seinem norwegischen Markenkollegen Kai Borre Andersen in Front. Dahinter lieferten sich Michael Schulten (Kawasaki), Werner Daemen (Honda), Jörg Teuchert (MV Agusta), sowie die Suzuki-Piloten Roman Stamm, Max Neukirchner, Andreas Meklau, Stefan Nebel und Dominik Lammert sehenswerte Kämpfe um die Plätze. Diesen konnte Roman Stamm für sich entscheiden. Ich hatte auch ein wenig Glück, gestand der Schweizer. Deamen stand in der Zielkurve ein Überrundeter im Weg und so konnte ich ihn noch schnappen. Schulten schied nach einem Sturz aus.
Im zweiten Lauf wollten Bauer und Andersen wieder die Flucht nach vorne antreten, bekamen aber mit Neukirchner und Daemen Gesellschaft an der Spitze. Der Vorspung des Quartetts auf die Verfolger Meklau, Nebel, Teuchert und wuchs auf 10 Sekunden an. In der Mitte des Rennens führte WM-Starter Neukirchner. Doch der Konter von Bauer ließ nicht lange auf sich warten. Am Ende gewann Bauer knapp vor Andersen und Neukirchner. Das war ein schwieriges Wochenende, meinte Neukirchner. Wir hatten bereits am Freitag Probleme. Es gelang mir auch nicht, eine brauchbare Abstimmmung zu finden. Für das zweite Rennen habe wir dann einige Veränderungen vorgenommen und ich konnte immerhin auf das Podium fahren." Für Andersen stehen nun neben einem Sturz drei 2.Plätze zu Buche. Ja, zweite Plätze sind nicht schlecht, sagte der Norweger. Aber ich will Rennen gewinnen. Darum geht es in diesem Sport. Trotzdem bin ich sehr froh, dass ich so viele Punkte mitnehmen kann.
Andreas Meklau war mit den Plätzen 8 und 5 nicht zufrieden: Man sieht hier wieder einmal ganz deutlich, dass selbst alle Kleinigkeiten stimmen müssen, wenn man ganz vorne mitfahren will." Der 19-jährige Dominic Lammert belegte jeweils Rang 9. Dabei startete er im zweiten Rennen nach einem Ausflug in die Wiese eine sensationelle Aufholjagd. Er erreichte Rundenzeiten, die auch die Spitze des Feldes fuhr.
Ergebnisse IDM Superbike:
3. Lauf: 1. Martin Bauer (AUT) 29:31,526 Min., 2. Kai-Borre Andersen (NOR/beide Honda) 0,336 Sek. zur., 3. Roman Stamm (SUI/Suzuki) 15,460 Sek. zur., 4. Werner Daemen (BEL/Honda) 15,576 Sek. zur., 5. Stefan Nebel (Velbert) 16,400 Sek. zur., 6. Max Neukirchner (Stollberg/beide Suzuki) 16,473 Sek. zur.
4. Lauf: 1. Martin Bauer 29:33,695 Min., 2. Kai-Borre Andersen 0,478 Sek. zur., 3. Max Neukirchner 0,731 Sek. zur., 4. Werner Daemen 7,930 Sek. zur., 5. Andreas Meklau (AUT/Suzuki) 12,134 Sek. zur., 6. Stefan Nebel 16,024 Sek. zur.
IDM-Punktestand: 1. Bauer 73, 2. Meklau 64, 3. Andersen 60, 4. Stamm 48, 5. Daemen 48, 6. Teuchert 43, 7. Nebel 43.
Markenmeisterschaft: 1. Honda 146, 2. Suzuki 131, 3. Yamaha 20.
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Die Meisterschaftsfavoriten Rico Penzkofer (Triumph) und Honda-Pilot Rigo Richter werden das Wochenende in keiner guten Erinnerung behalten. Nach einer tadellosen Vorstellung in den Trainingssitzungen nahmen sie von den ersten beiden Startplätzen das Rennen auf. Doch bereits in der ersten Runde stürzte Richter per Highsider schwer. Penzkofer konnte der Unfallmaschine nicht ausweichen, was das Aus für beide bedeutete. Richter bekam mit Verdacht auf Rippenbruch Startverbot für den zweiten Lauf, Penzkofer stoppte im zweiten Rennen ein Motorschaden. Damit fielen beide auch im Kampf um die Tabellenspitze zurück.
Im ersten Rennen lag zunächst Sebastien Diss (Kawasaki) in Front. Der Franzose setzte sich mit Herbert Kaufmann (Suzuki) und Vladimir Ivanow (Yamaha) sehr früh vom Rest des Feldes ab. Am Ende konnte sich Ivanow vor Kaufmann und Diss durchsetzen. Ich hatte am Ende Probleme mit meinen Reifen, meinte Diss. Ich musste an das Gesamtklassement denken und den Podiumsplatz absichern. Ivanow, der auch an der Supersport-WM teilnimmt, war zufrieden: Das ist ein schöner Sieg. In der Weltmeisterschaft ist es sehr schwierig für mich, in die Punkteränge zu fahren. In der IDM kann ich Rennen gewinnen.
In Lauf 2 lag Ivanow zunächst auf Rang 4 hinter Diss, Swen Ahnendorp (Yamaha) und Kaufmann. Ich wollte warten, ob die Anderen Fehler machen, verriet der Russe über seine Taktik. Aber das passierte nicht. So musste ich alles geben, um die Führung zu übernehmen. Ivanow gewann vor Diss und Ahnendorp, doch seine Freude währte nicht lange. Aufgrund eines technischen Verstoßes wurde er letztendlich disqualifiziert und Diss als Sieger erklärt.
Der Österreicher Günther Knobloch kommt nach seiner langwierigen Schlüsselbeinverletzung wieder um einiges besser zurecht als noch zum Saisonauftakt und wurde in beiden Durchgängen auf Rang gewertet. Ich habe gegenüber dem Auftakt nur noch die Hälfte Zeit auf die Spitze verloren, bin hier sogar die gleichen Zeiten wie Diss und Penzkofer gefahren, zeigte sich der Voitsberger zufrieden. So macht Racing wieder Spaß. In der Gesamtwertung konnte ich mich von Platz 16 auf den 6.Platz verbessern. Das motiviert natürlich für die nächsten Rennen, wo wir uns hoffentlich weiter steigern können.
Stark in Szene setzen konnte sich der Niederländer Ghisbert van Ginhofen (Ducati / Plätze 4 und 5) und der Hyosungcup-Sieger des vergangenen Jahres, Lars Reichelt. Während van Ginhofen als Gaststarter nicht punkteberechtigt war, sorgte Reichelt (Kawasaki) mit Platz 7 für Aufsehen.
Ergebnisse IDM Supersport:
3. Lauf: 1. Vladimir Ivanov (RUS/Yamaha) 26:04.045, 2. Herbert Kaufmann (Ismaning/Suzuki) 3,031 Sek. zur., 3. Sebastien Diss (FRA/Kawasaki) 6,066 Sek. zur., 4. Ghisbert van Ginhoven (NED/Ducati) 11.031 Sek. zur., 5. Günther Knobloch (AUT/Yamaha) 16,460 Sek. zur., 6. Steven Tirsgaard (DEN/Yamaha) 17,977 Sek. zur.
4. Lauf: 1. Diss 26:00,586 Min., 2. Swen Ahnendorp (NED/Yamaha) 4,465 Sek. zur., 3. Kaufmann 6,127 Sek. zur., 4. Knobloch 7,931 Sek. zur., 5. van Ginhoven 11,155 Sek. zur., 6. Phillipp Hafeneger (Solingen/Triumph) 17,008 Sek. zur.
IDM-Punktestand: 1. Diss 81, 2. Kaufmann 61, 3. Ahnendorp 51, 4. Kim Phillip (DEN/Suzuki) 47, 5. Rico Penzkofer (Böhlen/Triumph) 41, 6. Knobloch 30.
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