Bridgestone Battlewing
Der neueste Reifen für Big Enduros. Bridgestone möchte den neuen Standard setzen. Battlewing heisst er!
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Meiner Meinung nach hat Bridgestone zur Zeit einen ohnehin schon grossartigen Big Enduro Reifen im Programm. Der Bridgestone BT-020 ist im Sporttouring Bereich der Renner und seit letztem Jahr auch in Big Enduro Dimensionen erhältlich. Der Grip ist fantastisch und die Laufleistung ebenso. Doch es gibt zahlreiche Piloten, welche sich etwas mehr Profil von einem Enduro-Reifen wünschen. Bridgestone reagiert schnell und kompetent. Der neue Battle Wing hat das Zeug ein echter Verkaufsschlager zu werden. Mit der neuen Reifenpaarung Battle Wing 501 und 502 zielt Bridgestone auf die wachsende Zahl der abenteuerorientierten Big Endurofahrer, die sportliches Fahrverhalten ohne Kompromisse bei Laufleistung, Stabilität und Nasshaftung suchen. Mit dem Battle Wing Profil kann man den Kollegen aber zumindest auch erzählen im Gelände gewesen zu sein, ohne dabei unglaubwürdig zu wirken. Mehr wünschen sich die meisten Big Enduro Fahrer auch gar nicht. |
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In den Ring stiegen wir mit dem neuen Pneu im herrlich kurvigen Andalusien. Die Strasse von Marbella hinauf nach Ronda ist berüchtigt und bietet auf 44km eine unendliche Anzahl an herrlichen Kurven. Unsere Delegation war mit einer Horde Big Enduros unterwegs. Erfahrene Journalisten stritten sich vor der Hatz auf den Berg um die besten Waffen. Die erste Wahl für mich lautete BMW R 1200 GS. Mit grossem Ellbogeneinsatz sicherte ich mir das wendige Tourenbike aus Bayern. Die nötige Aufwärmzeit des Reifens war erstaunlich kurz. Denn schon im ersten Kreisverkehr nach dem Hotel begann die Hatz auf den Berg. Der Asphalt ist grossartig, die Radien extrem abwechslungsreich doch die spanischen LKW Hell Drives waren nicht zu unterschätzen. Eine einfache Übung für den Reifen waren die ersten relativ engen Kehren. Begleitend von sanftem Fussrastengesäusel schraubten wir uns den Berg empor. Danach wurden die Radien weiter und die Geschwindigkeit höher. Hier wurde es interessant. Werkstattleiter Peter Fischer hustet auf Disziplin in der Gruppe und überholt den Brückensteiner Guide auf der Aussenlinie. Jetzt durfte ich nicht zaudern um am Ball zu bleiben. Ich wählte die hart angebremste Innenlinie und war noch im Rennen. Beeindruckend dann die Performance der Kombination BMW GS und Battle Wing. Voll auf Zug werden die weiten Radien bei grossartiger Stabilität genommen. Römisch Eins beim Thema Hochgeschwindigkeitsstabilität sowohl in Kurven wie auch auf der Geraden. Die knapp 100PS der BMW waren für diese Strecke gerade perfekt. Mehr wäre angesichts der ca. 300 Meter tiefen Schlucht links und der grosszügigen Felsensturzräume rechts eher ungesund gewesen. Mit den Big Enduros waren wir ständig Herr der Lage und konnten Melken, Auswinden und uns richtig schnell fühlen. Als Technokrat schenke ich neuen Produkten sofort grenzenloses Vertrauen. Besonders bei japanischen Produkten, würde ich die Lohntüten meiner 5 Mitarbeiter auf eine perfekte Performance verwetten. So fällt es mir auch überhaupt nicht schwer, nach dem Tauschen der Motorräder den Gasgriff sofort wieder umzulegen. Die Japaner haben mich nicht enttäuscht. Perfekter Grip! Etwas brenzlig wurde dann nur der überraschend schnell einsetzende Regen. Harry Brückensteiner hatte an der Spitze die ehrenwürdige Aufgabe des Grip-Versuchskaninchens und schlug sich wacker. Nur einmal zauberte er den sauberen Strich nicht auf den Asphalt sondern in die Unterhose. Eine Slapstick Einlage fürs Publikum konnte nur durch zappelnden Einsatz der Füsse verhindert werden. Offen gesagt war ich auch schon mit der Performance des Vorgängerreifens Trial Wing sehr zufrieden. Der Reifen wurde zwar Jahr für Jahr weiter entwickelt, doch das Profil und die Handelsbezeichnung blieb seit 10 Jahren unverändert. Damit war am Stammtisch kein Krieg zu gewinnen. Der neue Battle Wing kann wie immer alle Aufgaben des Vorgängers noch besser übernehmen. Zufriedene Trial Wing Kunden können beruhigt umsteigen. Bei der Entwicklung des neuen Reifens brachten die japanischen Streberingenieure die Marketingfritzen zur Verzweiflung. Eigentlich sollte der Reifen schon vor einem Jahr präsentiert werden, doch fanden die Techniker immer weitere Verbesserungen, welche Einzug in die Serie finden sollten. Selbstbewusst wie nie zuvor möchte man den Reifen als Klassenprimus positionieren. Der Abstand zum Mitbewerb sollte so gross wie möglich werden. Nun haben die Marktbegleiter Aufholbedarf. Der grosse Nesut etablierte sich vor einigen Tagen übrigens als perfekter Battlewing Dauertester. Er versuchte zwar lang zu leugnen, doch dann plauderte er aus: " Hab fürs Big Enduro Race 2 Tage Geheimtraining am Pannoniaring eingeschoben. Bin 126 Runden mit dem neuen Battle Wing auf der V-Strom gefahren. Der Reifen hat immer noch Profil, aber ich bin am Ende. Bestzeit: 2:22. Habe Angst vor Ossis Lachgas. " Einen Battlewing Test der besonderen Art gab es heuer bereits im Winter für die härtesten Piloten im Lande. Bridgestone belohnte die fleissigsten Tourenfahrer mit tollen Preisen. Der Sieger fuhr bei Eis und Schnee 5000km über die Wintermonate mit dem neuen Battlwing auf seiner Varadero. Er berichtete von schlimmen Eisplatten und toller Reifenperformance. Für Groscherlzähler bietet der Battle Wing ein grossartiges Argument. 9mm Profiltiefe hinten und 5mm Profiltiefe vorne. Damit sollte das Stilfserjoch dutzende Male erklommen werden können.
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Der neue Bridgestone Battle Wing ist in den wichtigsten Dimensionen für Reise-Enduros verfügbar: 110/80R19 und 150/70R17 passen perfekt zu den Bestsellern Honda Varadero, Suzuki V-Strom, BMW R1150/1200GS, Kawasaki KLV1000, Triumph Tiger und Aprilia Caponord. Im Laufe des Jahres kommen weitere Grössen hinzu: 100/90-19, 90/90-21, 130/80R17 und 140/80R17. Die übrigen Dimensionen (zb. für die KTM Adventure) folgen leider erst am Ende des Jahres. |
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Bericht vom 04.05.2006 | 20.700 Aufrufe