RBR 2011 Day 3
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RedBull Romaniacs 2011 - Tag 3 | |
Der dritte Renntag trennt bei den Teilnehmern die Spreu vom Weizen. Bei den Pro's bleibt aber alles gleich. | |
Auch am dritten Renntag meint es das Wetter gut mit den Teilnehmern der Romanics, im Gegensatz zum Veranstalter, Martin Freinademetz, der den Fahrern eine nur sehr schwer verdauliche Kost auftischt. Der Spruch "when grown men cry" wird oft sehr inflationär benutzt, am gestrigen Renntag aber konnte man diesen traurigen Anblick in den rumänischen Wäldern live miterleben: Männer, die um Wasser bettelten, resignierende Fahrer, die unter ihren Bikes zusammensacken oder Teilnehmer, die Zusehern Geld boten, nur damit sie ihnen über ein Hindernis helfen. | |
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Bei den Pros hat sich aber trotz des harten Tages nichts in den
vorderen Rängen geändert. Als erstes durchquerte der Brite Graham Jarvis die Ziellinie. Nur wenige Minuten später kam auch Chris Birch ins
Ziel, der eigentlich an dem Tag lange Zeit in Führung lag, jedoch bei einem
Crash wertvolle Minuten und auch die Führung verlor. Als Vierter kam Xavi Gailando, nur wenige Sekunden vor Letti, durch den RedBull Bogen. |
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Kommentare |
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Jarvis: "Ich hatte einen grossartigen Tag. Ich war zwar in der Früh noch
etwas steif, kam dann aber schnell rein und hatte einen guten Flow.
Leider hatte ich ein paar mal Probleme mit der Navigation und nahm
stellenweise die falsche Abzweigung. In Summe aber ein sehr schöner
Renntag, nachdem ich die ersten wirklich harten 30 Minuten überwunden
hatte, konnte ich die Fahrt geniessen." Birch: "Der Morgen war etwas
tricky, aber der schlimmste Part war, als ich mein Bike loslassen musste
und nur mehr zusehen konnte, wie es runterpurzelte und nach ein paar Flips in einem Baum zum Stehen kam. Dazu möchte ich mich auch bei der
Crew von Lars Enöckl bedanken. Niki Stetzmüller und Erich Brandauer, die
mir halfen mein Bike wieder zu richten. Danach konnte ich wieder ins
Rennen gehen und etwas Zeit auf Jarvis gut machen. Ich muss aber ehrlich
gestehen, dass es mir nichts ausmacht, mich so einem grossartigen Kerl wie Jarvis geschlagen zu geben." |
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Österreicher bei den RBR |
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"Das härteste, das ich jemals gefahren bin" so kommentierte Lars Enöckl
den dritten Tag der RBR. "Der Härtegrad wurde mit jedem Tag angehoben. Ich habe mir
aber von Anfang an vorgenommen, nur
mein Tempo zu gehen und mich nicht zu riskanten Verfolgungsfahrten
hinreissen zu lassen. Ehrlich gesagt ist mir egal, wie die
Zeitabstände sind. Ich kann das Ziel nur erreichen, wenn ich
konsequent nur meiner eigenen Schlagzahl folge." Dieser eisern
umgesetzte Vorsatz hat Enöckl mittlerweile bis in die Top 10 getragen.
Bei den Experten liegt Robert Kaiser auf Platz 11, allerdings sind ihm seine Konkurrenten auf der Spur, die Plätze 12 bis 16 liegen nur gut 20 Minuten hinter Kaiser. Bei den Hobby Fahrern ist Peter Nesuta weiter gut dabei nach drei
Renntagen liegt er auf Platz 10. |
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Text: arlo |
Bericht vom 20.07.2011 | 4.439 Aufrufe