CrazyJob Tag 3

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Dritter Tag der Six Days Crazy Job, in den dichten Wäldern Bulgariens.

 

Six Days Crazy Job

Paul Schrank bleibt auch nach dem härtesten Wertungstag in Führung!
 
Den dritten Rallyetag der Six Days Crazy Job 2010 werden die Teilnehmer mit Sicherheit in Erinnerung behalten. Veranstalter Joro Hadjiev zieht blank und präsentiert seinen Fahrern knappe 200km brachiales Enduroterrain durch die Berge nördlich von Stara Zagora. Schon auf den ersten 120km zum Mittags-Checkpoint gibt's für die Teilnehmer nur kurze Verschnaufpausen zwischen kernigen Waldauffahrten, felsigen Bergabpassagen und geschlungenen Single-Trails durch die endlosen Wälder.

Paul Schrank geht in der Expertenklasse als Führender in die Strecke und macht vom Start weg klar, das er auf seiner KTM auch heute nichts anbrennen lässt. Schrank navigiert fehlerlos und kann trotz einiger Abstiege bei den sehr selektiven Anstiegen seine Führung auf 34 Minuten ausbauen. Eine tolle Leistung liefert auch Norbert Berger auf seiner Beta: der Niederösterreicher kann seine Trial-Erfahrung heute so richtig ausspielen und katapultiert sich mit einem zweiten Tagesrang auf Platz 3 im Zwischenklassement. Von den 12 Startern in der Expert-Klasse sehen am Ende des dritten Wertungstages nur 6 das Ziel - ein deutliches Zeichen für die Härte der heutigen Etappe.

Auch bei den Hobbyfahrern dreht Joro Hadjiev die Schwierigkeitsstufe heute ordentlich in die Höhe und jagt die 31 verbliebenen Piloten von einer steilen Waldauffahrt in die nächste. Für viele der Teilnehmer sind die Strapazen bei mehr als 35 Grad Hitze einfach zu viel, und so werfen die ersten Fahrer schon vor der Mittagspause - allerdings nach bereits 6 Fahrstunden - das Handtuch. Nur 12 der Hobbyfahrer erreichen am Tagesende das Etappenziel und die Anstrengungen sind deutlich in den Gesichtern und auf den Maschinen abzulesen. Unbeeindruckt vom harten, schwer selektiven Gelände bleibt der Wiener Peter Nesuta auf Podiumskurs. Der Suzuki-Fahrer kann zwar keine Zeit auf den führenden Bulgaren Mitrov gut machen, bleibt aber mit einer guten halben Stunde Rückstand in Schlagdistanz zum Gesamtsieg der Rallye. "Es war wirklich ein harter Tag, mit endlosen Steilhängen und Passagen, die im Vorjahr von den Experten gefahren wurden. Ich bin froh, das mein Bike und ich den Tag gut überstanden haben.", meint Nesuta nach über 7 Stunden Fahrtzeit im Ziel.

Eine rasante Fahrt legte heute der Niederösterreicher Thomas Bach auf KTM in die bulgarischen Wälder. Der 42-jährige verpasste den Tagessieg nur um knappe 7 Minuten und kann sich somit auf den fünften Zwischenrang vorkämpfen. Stephan Grabenhofer - derzeit Dritter in der Hobby-Gesamtwertung - kam mit kleineren Problemen heute als Tagesfünfter ins Ziel und spürt nun bereits den Atem von Bach und dem Wiener Alexander Nageler im Nacken. Hinter den Top-Österreichern beginnt sich das Feld dann sprichwörtlich aufzulösen. Die rot-weiss-rote Truppe um Reitwagen-Redakteur Michael Maxa, Offroad-Lady Daniela Pexa und Erzbergrodeo-Pressemann Martin Kettner hat schwer mit den Herausforderungen der ersten Tageshälfte zu kämpfen und entscheidet sich schliesslich völlig erschöpft, den späten Nachmittag lieber mit Strafzeit am Hotelpool als in einem bulgarischen Wald-Steilhang ausklingen zu lassen. Die leeren Camelbaks und schon erheblich in Mitleidenschaft gezogenen Maschinen erleichtern die Entscheidung zur Aufgabe, und man macht sich gemeinsam mit dem Kafka'schen Familienclan auf den Weg zurück ins Paddock.

Suzuki-Pressereferent Alexander Hlavac zieht mit Teampartner Andreas Gruber ebenfalls frühzeitig die rote Karte und bringt die geschundenen Knochen rechtzeitig vor Badeschluss ins Hotel. Trotzdem eine bemerkenswerte Leistung der beiden Enduro-Neueinsteiger, die bis zum völligen K.O. tapfer gegen die Wildnis gekämpft haben. In der Hobby-Teamwertung liegt das Top-Österreicherteam Michael und Rudi Kafka nach dem dritten Tag auf Platz 4, allerdings mit unerheblichen Hoffnungen auf einen Podestplatz - der Abstand zu den führenden Bulgaren beträgt bereits 15 Stunden (inklusive Strafzeit). In der internen (rot-weiss-roten) Wertung, die allerdings mit einem zwinkernden Auge geführt wird, rütteln Patrick Killmeyer und Martin Kettner mit knapp 14 Minuten Rückstand am "ledernen" 4ten Rang der Kafka-Oldboys, werden aber wiederum vom Team Binder/Triebel vor sich hergejagt. Es bleibt also trotzdem spannend in der Hobbywertung! Nach dem - dringend benötigten - Ruhetag am Mittwoch, steht am Donnerstag eine weitere Marathonetappe mit mehr als 200km am Menüplan der verbliebenen Teilnehmer. Die Strecke geht wieder in die Berge rund um Stara Zagora und dürfte den Startern erneut alle Kräfte abverlangen.


 

Text: kettner
Fotos: hadijev

Bericht vom 05.08.2010 | 3.381 Aufrufe

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