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Drei exotische Supersportler im Test Normal kann ja jeder!
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Wer
glaubt, nur zwischen 600er-Supersportlern und 1000er-Superbikes wählen
zu können, liegt falsch der Markt bietet mehr Möglichkeiten, als man
vermuten würde. Kawasaki ZX-6R 636, Suzuki GSX-R 750 und Triumph Daytona
675 R im direkten Vergleich. |
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Damals vor rund 10
Jahren, als Kawasaki erstmals eine 636er-Ninja auf den Markt brachte,
wurden die Skeptiker laut: Das passt nicht ins Reglement, wer soll denn
das kaufen?! Nun, für Rennfahrer, die in der 600er-Klasse antreten
wollten, war die ZX-6R 636 zwar keine Option, für eine Grosszahl von
Hobby-Racern und Landstrassenheizern war die wendige und starke
600er-Alternative aber ein gefundenes Fressen. Zwar konzentrierten sich
die Grünen ab 2007 wieder mehr auf die Rennklasse mit 600 Kubik, für das
heurige Modelljahr wollten es die Kawasaki-Ingenieure aber nochmals
wissen und entwickelten wieder einen hubraumstärkeren Ableger mit 636
Kubik. |
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Das Motorenkonzept selbst wird dabei nicht
angetastet, es bleibt beim Reihen-Vierzylinder, elektronischer
Einspritzung und den obligatorischen ovalen Sekundär-Drosselklappen. Am
Papier stehen damit satte 131 PS bei 13.500 Touren und 71 Newtonmeter
Drehmoment bei 11.500 Umdrehungen. Laut unseren Kollegen von MOTORRAD
bleiben davon am Prüfstand ordentliche 126 PS bei 13.300 Touren und 70
Newtonmeter bei 11.000 Umdrehungen übrig. Und die stehen dank des etwas
grösseren Hubraums auch noch viel früher zur Verfügung als bei der
Schwester mit nur 599 Kubik. |
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Endlich gibt es wieder eine 636er-Ninja! |
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ZX-6R 636 vs. GSX-R 750 vs. Daytona 675 R Bildergalerie (50 Bilder) - hier klicken! |
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Allerdings misst sich die Kawa in unserem
Vergleichstest nicht mit der Familie sondern mit der Konkurrenz in Form
der Suzuki GSX-R 750 und der Triumph Daytona 675 R. Letztere vertraut
auf ihren einzigartigen Dreizylindermotor mit 675 Kubik und im echten
Leben noch mehr Dampf als die Kawasaki. Denn von den angegebenen 128 PS
bei 12.500 Touren und dem Drehmoment von 74 Newtonmeter bei 11.900
Umdrehungen bleiben gewaltige 127 PS bei 12.800 Touren und 74
Newtonmeter bei 10.100 Umdrehungen übrig. Die Stärkste im Bunde ist
wenig überraschend die Suze. |
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Mit 139 PS bei 13.300 Touren und 80
Newtonmeter bei 11.200 Umdrehungen bleibt am Prüfstand allerdings doch
erheblich weniger übrig als erwartet, etwas zu vollmundig verspricht
Suzuki 150 PS bei 13.200 Touren und 86 Newtonmeter bei 11.200
Umdrehungen. Dank des viel grösseren Hubraums rettet die GSX-R 750 aber
genügend Newtonmeter Vorsprung hinüber um äusserst souverän und entspannt
aber dennoch überaus kraftvoll durch das gesamte Drehzahlband zu
preschen. |
Damit kann sie aber nicht davon ablenken,
dass sie schon die meisten Jährchen am Buckel hat. Auf Elektronik in
Form von ABS und Traktionskontrolle wird gepfiffen und das Fahrwerk ist
trotz der modernen BPF-Gabel (Big Piston Front Fork) mit 41 Millimeter
Durchmesser etwas unsensibel. Aber auch das wird wieder einigermassen
wett gemacht durch die vergleichsweise bequeme und am ehesten noch
alltagstaugliche Sitzposition, wodurch sogar längere Landstrassenpartien
kein Problem darstellen - in diesem Non-Reglement-konformen Vergleich
schliesslich ein sehr wichtiges Kriterium. |
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Die Daytona 675 R ist eine abartig durchtrainierte Sportlerin. |
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Aus ganz anderem Holz ist da
schon die Triumph geschnitzt, zwar ist sie dank serienmässigem ABS etwas
mehr auf Sicherheit getrimmt, bei Ergonomie und Fahrwerk aber eine
astreine Sportlerin. Der schmälere Motor erlaubt logischerweise auch
eine schmälere Verkleidung und somit viel Bewegungsfreiheit, die lang
gestreckte Sitzposition mit viel Last auf den Handgelenken zielt aber
voll auf Sport. Das Fahrwerk setzt dem Ganzen noch die Krone auf, aber
nicht etwa weil es so schlecht wäre, sondern weil es so gut ist. Die von
uns getestete Daytona 675 R besitzt nämlich vorne und hinten
Öhlins-Komponenten, die extrem präzise und sensibel aber auch
knochenhart federn und somit für die Landstrasse eigentlich zu gut sind. |
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Die ZX-6R besitzt ABS und Traktionskontrolle! |
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Einen ausgezeichneten
Kompromiss zwischen Sport und Komfort schafft die Kawasaki, wobei man
sich die 636er-Ninja nun nicht als verweichlichtes Tourenmotorrad
vorstellen darf. Sie ist tief im Innersten auf und für die Rennstrecke
entwickelt worden und besitzt eine dementsprechend sportliche Ergonomie.
In Sachen Sicherheit und Assistenzsysteme schlägt sie aber ein neues
Kapitel auf. Erstmals bekommt ein Supersportler der 600er-Klasse ABS und
Traktionskontrolle spendiert. |
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Während die
Stotterbremse vor allem im Landstrassenbetrieb bei schlechten
Strassenverhältnissen durchaus ihre Berechtigung hat, gibt die dreistufig
einstellbare KTRC (Kawasaki Traction Control) genannte
Traktionskontrolle eher psychologische Sicherheit. Denn 126 PS können
dank der guten Reifen von heute auch ohne Elektronik ganz gut im Zaum
gehalten werden. Aber auch hier können schlechte öffentliche Strassen
oder nasse Fahrbahnen das System fordern und man kann im Ernstfall auf
die blitzartig regelnde Elektronik vertrauen. |
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Die GSX-R 750 besticht durch ihre unkomplizierte Art. |
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Das ABS lässt sich dabei nicht abschalten
die Bremse der ZX-6R 636 funktioniert aber auch ohne eingreifendes ABS
ausgezeichnet. Die beiden 310-Millimeterscheiben samt radial montierten
Nissin-Vierkolben-Monobloc-Zangen packt heftig aber nicht zu heftig zu.
Das gleiche gilt für die Suzuki GSX-R 750, deren Vierkolbenbremszangen
ebenfalls in 310-Millimeterscheiben beissen und dabei dank guter
Dosierbarkeit zumindest auf trockener Fahrbahn das ABS verzichtbar
machen. Am sportlichsten gibt sich auch bei der Bremse die Triumph
Daytona 675 R, deren 308-Millimeterscheiben mit den
Brembo-Vierkolben-Monobloc-Sätteln gut und ausgesprochen direkt
harmonieren. |
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Da gibt es nichts über
Präzision oder hohen Kraftaufwand zu meckern, das brachiale Zupacken
passt aber eher zu einer sportlichen Fahrweise auf der Rennstrecke als
zu Alltag und Landstrasse. Wen das ABS trotz unauffälliger Regelarbeit
stört, kann es bei der Triumph abschalten. |
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Fazit
Wer nichts anderes als die reine Kraft braucht, muss zu den Superbikes
schielen, wer hingegen seine Fahrtechnik verfeinern möchte, kann getrost
zur 600er-Supersportklasse greifen. Und wer sich das Beste aus diesen
beiden Welten herauspicken will, ist mit jeder einzelnen von diesem Trio
gut bedient. Vom Handling her näher an den Kleinen, von der Kraft her
aber die entscheidenden paar PS mehr die grösseren Hubräume machen es
möglich. Für welche man sich entscheidet, ist aber nicht nur eine Frage
des Geschmacks oder der Optik, sondern auch eine des Einsatzbereichs. |
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Die Triumph Daytona 675 R wird durch ihr ultrapräzises Fahrwerk und die
sehr sportliche Ergonomie geprägt, die sich eher für sportliche Fahrer
eignet, die ihre Daytona oft und gerne auf der Rennstrecke nutzen wollen
und dabei auf Achse anreisen möchten bzw. auch bei sehr sportlichen
Landstrassenpartien die Stoppuhr mitlaufen lassen. |
Geringfügig weniger
sportlich geht es Kawasaki mit der ZX-6R 636 an, da hat das Fahrwerk
noch Reserven für schlechte Strassen und ABS sowie Traktionskontrolle
sind ein enormes Sicherheitsplus auch auf der Landstrasse. Die etwas
angegraute Suzuki GSX-R 750 überzeugt dafür mit ihrem gewaltigen
Triebwerk, das auf der Rennstrecke nicht nur die gesamte 600er-Riege
verbläst, sondern auch so manches 1000er-Superbike ärgern kann. Durch
die Souveränität des Motors und die ansatzweise bequeme Sitzposition
kann die Suzuki aber vor allem auf der Landstrasse voll punkten. Wer sich
also an fehlender Sicherheits-Elektronik und nicht mehr ganz taufrischer
Technik sowie Optik stösst, ist bei der Mittel-Gixxer genau richtig. |
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KAWASAKI ZX-6R 636 - die Meinungen der Fahrer: |
Kot:
Meine erste Begegnung mit einer ZX-6 636 war grauenhaft, meine zweite
wundervoll. Das lag vor allem an der Jahreszeit und den damit
verbundenen Wetter- und Gripverhältnissen. Ein halbes Jahr nach ihrer
Zerstörung ist die Kawa wieder auferstanden und nahm mir nichts übel.
Das Vertrauen ineinander war wieder hergestellt und nach einem
Reifentest in Portugal folgte der erste Test auf heimischem Asphalt, wo
mir die 636er nicht weniger sympathisch war, sie kann eben beides. In
den letzten Jahren war ich vor allem kein Fan der Optik der grünen
Supersportler, doch die neue 10er und auch die 6er kann man als gelungen
bezeichnen. Scharfkantig, zerklüftet, aggressionsgeladen, was über ihre
harmonische Abstimmung hinwegtäuscht. Mit 191 kg vollgetankt zwar nicht
die Leichteste, was sich aber nicht negativ aufs Handling auswirkt. Die
exakt 37 Kubik mehr an Hubraum merkt man überraschend deutlich, vor
allem im mittleren Drehzahlbereich, was die Kawa für die Strasse so
angenehm macht. Das ABS ist ein hilfreiches Feature, die
Traktionskontrolle halte ich für übertrieben. Bei diesem gelungenen
Gesamtpaket stellt sich die Frage, wieso Kawa die 636 nicht immer im
Programm behalten hat. |
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Aufgeräumtes Cockpit ohne unnötige Spielereien - danke für den analogen
Drehzahlmesser! |
Der
fesche Leo Vince-Auspuff sieht nicht nur besser aus, er bellt auch etwas
lauter... |
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Vauli:
Die Neuauflage der 636er ist eine grandiose Idee, immerhin bringt das
kleine Hubraumplus enorm viel für einen besseren Durchzug unter anderem
von weit unten. Und das erlaubt mir wiederum, ein paar Mal im
niedrigeren Gang bleiben zu können ohne hypernervös sofort schalten zu
müssen. Dass die Ninja dadurch nicht mehr ins Reglement passt ist mir
völlig wurscht, ich fahre ohnehin selten auf der Rennstrecke und noch
seltener Rennen. Ich freue mich aber umso mehr, wenn ich dank besserer
Technik an anderen vorbei ziehen kann, denn das Handling ist herrlich
agil und macht auch in engem Kurvengewirr auf der Landstrasse enorm viel
Spass. Sowohl ABS als auch Traktionskontrolle habe ich zwar nicht
gebraucht, für den Kopf ist so viel elektronische Unterstützung aber
einiges wert, man fährt befreiter und am Ende auch sicherer. Von
Gemütlichkeit möchte ich aber bei der ZX-6R 636 nicht reden, auch wenn
es der Motor, der eben nicht nur für die Rennstrecke passt, suggeriert.
Denn auch die 636er ist ein Supersportler mit den dazu gehörenden
Problemen, die sich für einen verweichlichten Naked Bike- und Big
Enduro-Piloten ergeben: Enorme Last auf den Handgelenken, krummer Rücken
und extremer Kniewinkel wegen der hohen Fussrasten. Dass die Triumph
Daytona sogar noch ein bisserl mehr Richtung Sport geht, ist da nur ein
schwacher Trost. Gebe ich mich aber der reinen Lust am Anrauchen hin,
ist die Kawa durch ihr wendiges Handling und den kräftigen Motor eine
angenehme Alternative zu grösseren Sportlern. |
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Suzuki
GSX-R 750 - die Meinungen der Fahrer: |
Kot:
Ich bin ein 600er Mann. Und wenn es unbedingt sein muss, greif ich
gleich zu einer Tausender. Die Schwärmerei von der 750er als die
perfekte Kubatur für die Rennstrecke, die goldene Mitte, kann ich nicht
(mehr) nachvollziehen. Ich habe mit diesem Motor in der GSR750
wesentlich mehr Spass, auch wenn er dort statt 150 nur 106 PS leistet.
Auf der Rennstrecke bedarf der richtige Umgang mit einer 750er natürlich
einer gewissen Eingewöhnungsphase, auf der Strasse nicht. Das Motorrad
mit nur 810 mm Sitzhöhe wirkt durch die ergonomische Geometrie und die
bauchige Form gemütlich und freundlich. Nie würde man vermuten, dass sie
vollgetankt lediglich 190 Kilo auf die Waage bringt. Doch wenn ich
Agilität schätze, ziehe ich die 600er vor und wenn mir schaltfaules
Fahren und übermächtige Leistung wichtig sind, ist die 1000er die
richtige Wahl. Ich halte eine Leistung von 125 bis 130 PS ideal und lege
daher vor allem Wert auf das Handling. Das kann die Kawa besser und die
Triumph sowieso. Aber: Nur die GSX-R ist eine reine Fahrmaschine ohne
Traktionskontrolle und ABS, und dafür hab ich sie trotzdem wieder sehr
lieb. |
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Vielleicht nicht der schönste Endtopf, der dumpfe Klang kann aber
einiges. |
Trotz
der meisten Jährchen am Buckel wirken die Armaturen sehr modern. |
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Vauli:
Mag sein, dass die GSX-R 750 mittlerweile ein wenig überwutzelt ist und
eine gründliche Überarbeitung vertragen könnte. Vor allem das Fehlen der
Elektronik-Gimmicks wie Traktionskontrolle und ABS ist für viele nicht
mehr zeitgemäss. Mir persönlich ist das aber egal, wenn eine Bremse so
zahm und doch druckvoll arbeitet wie jene der GSX-R 750, kann ich auf
ABS durchaus verzichten. Bei Regen sieht die Sache vielleicht anders
aus, im Trockenen brauche ich aber nicht einmal die Traktionskontrolle,
so kontrolliert gibt der 750er-Motor seine Leistung an das Hinterrad ab.
Diese gut durchschaubare Charakteristik hat aber nichts mit der Leistung
zu tun, die 750er-Gixxer ist nach wie vor die PS-Königin in der
Zwischenwelt - auch wenn Suzuki mit 150 PS ziemlich arg flunkert.Kraft
ist dennoch genügend vorhanden und kann auch noch herrlich
kontrollierbar genossen werden. Interessant ist, dass man auf der GSX-R
750 ansatzweise sogar bequem sitzen kann. Das mag daran liegen, dass ihr
die radikale Auslegung moderner Supersportler fehlt, auf der Landstrasse
freut man sich jedenfalls über die nicht ganz so aggressive Ergonomie.
Auch in Sachen Design ist die Suzuki vielleicht nicht mehr auf dem
topaktuellen Stand, alt wirkt sie aber bei Gott nicht und wer will, kann
sich die Optik ja auch als eigenständig schön reden. Abgesehen davon,
dass ihr die GSX-R 600 wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht… |
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TRIUMPH
DAYTONA 675 R - die Meinungen der Fahrer: |
Kot:
Man muss ja heute schon für technisch eher nüchterne 600er tief in die
Tasche greifen, und für die Edelversion der Triumph Daytona 675 noch
viiiel tiefer, aber was man rausbekommt, ist in der
Supersport-Mittelklasse ohnegleichen. 128 Dreizylinder-PS,
verschwenderisch eingekleidet in feinste Carbonverschalung, bescheiden
in schwarz-weiss gemalt, mit einem roten Heckrahmen als eindeutiges
Erkennungsmerkmal. Mit 184 Kilo vollgetankt ist sie leichter als Hondas
CBR600RR - die vor einigen Jahren den Spitzenwert von 185 Kilo markierte
- und das mit mehr Kubik, mehr Leistung und mehr Technik. Federbein und
Gabel von Öhlins, abschaltbares ABS mit Race-Modus, Brembo Monoblocs und
ein Schaltautomat machen die Räume für Ausreden sehr klein. Auf der
Rennstrecke hat man das Gefühl, auf einer echten Rennmaschine zu sitzen,
auf der Strasse auch. Das kann gehörtechnisch mitunter auf die Nerven
gehen, denn der krächzende Dreizylinder kreischt katastrophal in hohen
Drehzahlen, aber die hoch qualitativen Komponenten sind auch im
öffentlichen Verkehr von grossem Vorteil. Wenn man etwas bemängeln kann,
dann, dass sie die meiste Zeit schlichtweg unterfordert ist und sich
Komfort und Race-Performance nicht wirklich vereinen lassen. |
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Die
Daytona 675 R sieht nicht nur schlank aus, sie ist es auch - insgesamt
ungemein handlich. |
Die
Öhlins-Komponenten sind den hohen Aufpreis wert - zumindest auf der
Rennstrecke. |
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Vauli:
Die Daytona lebt von allen drei Modellen, die wir getestet haben, am
meisten den Sport. Und das liegt nicht nur am herrlich sensiblen aber
für den Alltagsgebrauch fast schon zu harten Öhlins-Fahrwerk der Daytona
675 R, sondern auch am Motor. Aber nicht, weil der Dreizylinder etwa ein
hoch gezüchtetes, schwer zu bändigendes Monster wäre, sondern weil
dieser Dreizylinder ein hochgezüchtetes, unglaublich angenehm zu
fahrendes Monster ist! Schon alleine der Klang ist einzigartig, einfach
ein Wahnsinn, wie der Motor im Stand heiser und sonor bellt, wenn die
Daytona erst einmal um die Kurve kommt, hört man bereits von weiter
Ferne, dass da etwas Aussergewöhnliches daher kommt. Und schliesslich ist
der Motor kein Blender sondern fährt sich auch so sportlich, wie er
klingt. Beim Kapitel Ergonomie und Komfort zielt ebenfalls alles auf
Sport, bequem sind vielleicht die anderen, die Engländerin überzeugt mit
ihrer schlanken Linie, der unbeschreiblichen Wendigkeit und dem Spass,
der aus diesen Parametern resultiert. Schade nur, dass die Daytona bei
der Optik nicht ganz mit den technischen Leistungen mithalten kann. Dass
die Suzuki GSX-R 750 etwas älter wirkt, macht nichts, sie ist es ja
auch. Dass aber die brandneue Daytona langweiliger wirkt als die
Vorgängerin, ist für mich nicht ganz verständlich. |
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Interessante Links:
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Text: Vauli
Fotos: Kukla |
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