RedBull Sea to Sky
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Red Bull Sea to Sky Zusammenfassung und Ergebnisse |
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Jarvis gewinnt das erste Red Bull Sea to Sky, Walker Zweiter und Birch Dritter | |||
Sibiu, Rumänien & Kemer, Türkei, 10. Oktober, 2011 Xventure, die Ausrichter der härtesten Extrem-Enduro Rallye der Welt, geben den erfolgreichen Abschluss und die Ergebnisse des Red Bull Sea to Sky bekannt, des heissesten Hard-Enduro Events im Herbst 2011. Die zweitägige Veranstaltung vor der traumhaften Kulisse der türkischen Küste und des Olympus-Berges bei Kemer bot den Fahrern optimale Rennbedingen und einen perfekten Ablauf vor tausenden von Zuschauern. Das Rennen startete am Samstag mit zwei aufeinanderfolgenden Qualifikationsläufen für die Startaufstellung: dem Strandrennen und dem Waldrennen. Nachdem Walker, Birch und Galindo am Morgen Ihre Vorliebe für sandige MX-Tracks voll ausgespielt und das Strandrennen dominiert hatten, jagte Birch im Wald am gestützten Walker vorbei und fuhr den Tagessieg ein. Doch generell war der Samstag eher von strategischer Zurückhaltung der Top-Fahrer geprägt, die keine Risiken eingingen und sich für das Bergrennen am Sonntag alle Optionen offen hielten. Die Pechvögel des Tages waren Darryl Curtis, der schon auf dem MX-Track zwei Reifenpannen hatte und Xavi Galindo, der fast die gesamte Strecke auf einem Plattfuss fuhr und es trotzdem unter die Top 10 schaffte. Die Sonderprüfung am Strand war der Favorit vieler Fahrer und Zuschauer sowie Bühne für unzählige Showeinlagen. Hauptattraktion war der Mega-Sprung über ein trockenes Flussbett, auf den diverse Fahrer hochmotiviert Anlauf nahmen um dann doch lieber in die Chicken Line abzubiegen... Auch die Gerade am Strand, die Geschwindigkeiten von bis zu 130km/h zuliess, bot Sehenswertes: unter anderen Chris Birch, der hier konsequent sein Vorderrad schonte... |
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Aus den Ergebnissen wurde die Start-Reihenfolge für das nächste Rennen ermittelt: Walker, Birch, Galindo, Jarvis und Letti gingen entsprechend ihrer Top-Platzierung als erste im 30 Sekunden Abstand auf die Waldsonderprüfung. Die führte über einen Kanal und ein trockenes Flussbett aus Kemer heraus und forderte die Fahrer mit heftigen Single-Trails und steilen Hindernissen. Diese Sektion mit ihren 35km und 13 Checkpunkten war in etwa 90min zu schaffen und wurde in folgender Reihenfolge abgeschlossen: Birch, Walker, Jarvis, Letti, Faja. Insgesamt haben es hier nur ca. 40% der Starter innerhalb der Maximalzeit ins Ziel geschafft. Noch höher waren die Ausfälle dann am Sonntag: Obwohl die Bedingungen wieder optimal für die Fahrer waren, war das Rennen so ausgelegt, dass die Hindernisse mit zunehmenden Höhenmetern gen unmöglich tendierten und so kamen von den insgesamt 83 Starten aus 15 Nationen auch nur 12 Fahrer am Red Bull Zielbogen auf dem Olympusberg auf 2365m an. Für den Rest spielten sich teils dramatische Szenen auf dem letzten Viertel der 42km langen Strecke mit ihren 17 Checkpunkten ab: entkräftete Fahrer kämpften um jeden Höhenmeter viele gaben jedoch irgendwann ihr Motorrad auf und liefen zu Fuss ins Ziel. Aber nicht umsonst bemerkte Martin "Frejn" Freinademetz dazu im Vorfeld: Enduro ist kein Kinderfasching!. |
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Wer kommt rauf - und in welcher Reihenfolge? Auch für die Elite der Extrem Enduro Fahrer galt am Sonntag: Alles oder nichts, wobei es bei ihnen weniger darum ging, oben anzukommen, sondern vielmehr darum, in welcher Reihenfolge. Entsprechend entfesselt ging es von Anfang an mit Vollgas ins Rennen. Wie auch am Samstag führte Walker für lange Zeit das Feld, mit Jarvis eng im Nacken. Erst in der zweiten Hälfte wollte ihm ein Baum partout nicht ausweichen, so dass er sich an der Schulter verletzte und Jarvis vorbei zog. Auch am Samstag hatte Walker die Führung durch einen Sturz an Birch abgegeben. Jarvis, der wieder präzise wie ein Chirurg fuhr und keinen Zweifel an seiner Favoriten-Rolle aufkommen liess: Ich hatte soviel Spass und so einen guten Lauf heute, ich kann es gar nicht beschreiben! Dieses Rennen ist ein Traum für jeden Enduro-Fahrer. Und Walker war in den schnellen Passagen einfach nicht zu überholen, selbst im engen Geläuf, welches mir besser liegt, hatte ich Schwierigkeiten, an ihm vorbeizukommen. Der Tagessieger vom Samstag, Chris Birch, über seinen dritten Platz: Obwohl ich auf Sieg gefahren bin, ist der dritte Platz ein super Ergebnis für mich, zumal Xavi, an dem ich lange nicht vorbeikam, ihn nicht freiwillig hergegeben hat... . Ich freue mich aber auch für Graham, der ist einfach in Top-Form und hat den Sieg verdient! Galindo, der am Samstag trotz Panne unter die Top 10 fuhr und dann den Podiumsplatz nur 200m vor dem Ziel an Birch verlor, war am Boden zerstört. Letti: Ich bin begeistert vom Red Bull Sea to Sky, das ist mein neuer Favorit! Die extrem abwechslungsreiche Streckenführung mit endlosem Fahrspass am Strand und danach Hard-Rock im Berg sowie Schwierigkeitsgraden von Null bis Einhundert: absolut Klasse! Letti war an beiden Tagen als Top-Favorit unterwegs, musste jedoch am vorletzten Checkpunkt am Sonntag mit einer defekten Zylinderkopfdichtung aufgeben, nachdem sein Motorrad lange ohne Kühlwasser durchgehalten hatte. |
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Zur Siegerehrung am Sonntag Abend mit anschliessender Beach-Party wurden dann neben den Siegerprämien Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen verliehen: die 12 Fahrer, die es in der vorgegebenen Zeit ins Ziel geschafft haben, erhielten Gold, die 24 Fahrer, die bis an die Baumgrenze auf ca. 1700m gekommen sind, erhielten Silber, und Bronze gab es für die 27 Fahrer, die durch das Flussbett bis in die ersten Waldsektionen kamen. Mit der Beach-Party wurde dann auch eine weitere wichtige Komponente des Red Bull Sea to Sky eingeleitet: dem Erholungsprogramm. Zwar wurden auch schon während des Wochenendes viele Fahrer am Strand und in den türkischen Bädern gesichtet, doch mit den Jeep- und Enduro-Ausflügen wartet Anfang der Woche noch ein weiterer Höhepunkt auf die Teilnehmer und deren Familien beziehungsweise Teams. Damit geht eine erfolgreiche erste Edition des Red Bull Sea to Sky zu Ende, für das viele Teilnehmer eine extrem lange Anreise und aufwendige Logistik in Kauf genommen hatten und trotzdem unbedingt wieder kommen wollen. Martin "Frejn" Freinademetz: Wir sind froh, dass die
Veranstaltung so reibungslos und ohne schwere Verletzungen abgelaufen
ist und sind stolz auf die Anerkennung, die wir von den Fahrern für die
perfekten Markierungen, die hohen Sicherheitsstandards und die tolle
Strecke bekommen haben. Wir bedanken uns noch einmal bei der Stadt Kemer
und dem lokalen Kemer Enduro Club für die grossartige Gastfreundschaft
und unermüdliche Unterstützung! |
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![]() Peter Nesuta, Suzuki Österreich Motorradverkauf und Offroad Frontman: "Das Event in Kemer war ein tolle Sache. Die Organisation war TOP, die Leute hier sehr hilfsbereit. Der Bürgermeister steht dahinter, der lokale Enduroclub Kemer steht dahinter und die nationale Motorsport Föderation hilft auch kräftig mit. Die nationale Föderation hat zum Beispiel auch allen einheimischen Startern das Nenngeld bezahlt, damit sich diese fahrerisch weiter entwickeln können. Das ist Motorsport-Förderung pur. Am letzten Tag hat es beim Rennen leider zu Regnen begonnen, hat aber trotzdem viel Spass gemacht. Beim Strandrennen und beim Waldrennen fuhr ich übrigens in die Top 30 und bei der harten Bergwertung kam ich immerhin bis zur Silbermedaille. Jetzt wird mal gefeiert, entspannt und dann gehen wir noch ein bisserl ganz locker Endurofahren." |
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Die Ergebnisse | |||
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Interessante Links: |
Fotos: Red Bull Romaniacs |
Bericht vom 10.10.2011 | 8.466 Aufrufe