ACC Lauf 4
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ACC #4 - Türnitz | |
Vorletzter Zwischenstopp der ACC Tournee im malerischen Märchenwald von Türnitz. Traumhafte neue Strecke mit allem, was das Enduro Herz begehrt. Knapp 300 Starter gaben sich dort die Ehre. | |
In meinen nun insgesamt sechs aktiven ACC Jahren stand der Termin in Türnitz immer ganz oben auf meiner Hitlist. Nicht nur wegen der
mächtigen Pre- und Afterparties, sondern auch wegen der grenzgenialen
Strecken, die sich auf dem Türnitzer Boden jedes Jahr finden. Dieses Jahr
wurde das Rennen an einer geänderten Location ausgetragen. Doch auch auf dem neuen
Track blieb man der Türnitzer Tradition treu: Enduro in seiner schönsten
Form. Wald (viel Wald!) mit allen Möglichen Ups and Downs, ein ganz
klein wenig Wiese, etwas Gatsch sowie einer neuen Zutat, einem kleinen
Steinbruch. Insgesamt konnten Grundbesitzer Franz Lampl und Veranstalter
Gernot Kitzler den ACC Startern eine sechs Kilometer lange Endurostrecke
bieten - wir sagen Danke! Eigentlich eine Ausnahme für den Türnitzer
Zwischenstopp war das Wetter. Temperaturen um die 30°C heizten die gute
Stimmung zusätzlich an. Lediglich die Streckenabschnitte, die unter
direkter Sonneneinstrahlung standen waren etwas staubig - da konnte auch
die Bewässerung zwischen den Rennen nur wenig daran ändern. Nachdem sich
die Meute über die Strecke aufgeteilt hat, hielt sich die
Staubentwicklung aber in Grenzen. |
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In der Königsklasse der ACC der XC Pro Klasse, ging es bereits nach dem Startschuss an der Spitze sehr knapp her. Bereits nach der zweiten Runde konnte MX Rentner Seppi Fally die Führung an sich reissen und gab diese bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. Dahinter folgte zu Beginn noch Daniel Stocker, der aber dann vom KTM Junghändler Berni Walzer in der vierten Runde gebogen wurde. Walzer setzte in den letzten Runden zum Endschlag auf Fally an und nahm ihm pro Runde eine knappe halbe Minute ab. Am Ende reichte es aber dann doch nicht so ganz, lediglich 11 Sekunden fehlten Berni auf seinen Landsmann mit der Kawasaki. Als Dritter kam mit Dani Stocker der nächste Steirer ins Ziel. | |
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Sehr feine Live Musik von "Midlife" heizte dem Volk ein... | ...die Mädels der Bier- und Schnapsbar taten das Gleiche. |
Damit hat sich auch in der Gesamtwertung der XC Pro Klasse einiges geändert. Nachdem Rudi Pöschl aus Türnitz mit einem Nuller heimfährt, verliert er seine Favoritenrolle und rutscht auf den dritten Platz zurück. Mario Hirschmugl bleibt auch nach Türnitz auf dem zweiten Platz. Der neue Führende der Profi Klasse ist Seppi Fally mit 10 Punkten Vorsprung auf Mario. Beim nächsten und letzten ACC Lauf in Schrems am 24. September wird's also noch mal spannend, denn für die ersten Drei ist noch alles offen. Auch Walzer und Stocker haben noch gute Chancen, um in der Gesamtwertung auf's Podium zu fahren. Die Ergebnisse der anderen Klassen findet ihr HIER. |
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Slideshow 3 (Lauf 2 & Ehrung) by EdiE Slideshow 4 (Lauf 2 und 3) by arlo |
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Das Wort zum Tag - Ja, aber in der ACC staut's ja immer so viel, und ausserdem fahren da alle so brutal, oder? |
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Gestartet wurde, in Türnitz, wie schon die gesamte Saison über, in
insgesamt 3 Läufen über den ganzen Tag hinweg. Sprich, je nach
Starterzahl der einzelnen Klassen waren am Beispiel der ACC Türnitz pro
Lauf 70 bis 130 Fahrer gleichzeitig auf der Strecke. Damit es gleich nach den Starts nicht zu Staus kommt, wird seit diesem Jahr in
Intervallen gestartet. So wird gewährleistet, dass alle Klassen die
gleiche Startzeit haben und der Start durch die geringe Zahl an
Fahrern sicherer und staufrei wird. In Türnitz hat dieses System gut funktioniert. Im meinem Lauf etwa teilte
sich das Feld bereits nach der zweiten Runde so weit auf, dass man oft
komplette Streckenabschnitte fahren konnte, ohne auf andere Fahrer zu
treffen. Mit der angeblich härteren Gangart in der ACC hab ich bis dato noch keine Erfahrungen gemacht und das, obwohl ich in den Läufen fahre, in denen auch die Pros starten. Man sollte sich halt während des Rennens bewusst sein, dass man eben genau so eines gerade fährt. Sprich, es wird sich nie vermeiden lassen, dass man mit schnelleren oder auch langsameren Fahrern auf der Strecke ist. Hilfreich ist es dann halt schon, wenn man herannahende Fahrer passieren lässt. Diese machen sich in den meisten Fällen durch einen aufheulenden Motor, durch hupen oder einen lauten Plerrer bemerkbar. Ignoriert man diese Signale, kann es natürlich schon vorkommen, dass der auffahrende die Nerven verliert - das läuft aber in allen Rennserien, egal ob Enduro Masters, Enduro Trophy,... nach dem selben Prinzip Ich persönlich komme mit der ACC nun schon seit sechs Jahren sehr gut zurecht. Das liegt vorwiegend an der guten Organisation, dem übers ganze Jahr gleichbleibenden Zeitplan (der so wie alles Organisatorische im Netz ersichtlich ist), der schnellen Abwicklung bei der Anmeldung und natürlich nicht zuletzt an dem freundlichen Ambiente im Fahrerlager. |
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Text: arlo |
Bericht vom 06.09.2011 | 4.352 Aufrufe