Enduro Trophy Lunz
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Enduro Trophy Lunz |
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Gatschgemetzel im Lunzer Hackstockgraben. | |
Die letzten Jahre vom Wettergott gesegnet, gab es zum heurigen Sommerenduro Dauerregen. Die Tage zuvor und danach strahlte die Sonne, am Renntag schüttete es wie aus Kübeln. Gerhard "Haki" Lechner hatte noch zuvor eine neue abwechslungsreiche Strecke hingelegt. Beim Training war diese zum Grossteil noch zu fahren. Doch schon vor Rennbeginn der Klassen E2 und Junioren mussten Streckenteile herausgenommen werden. Auch während des Rennens wurde rasch reagiert und unfahrbare Streckensegmente aus der Runde genommen. So wurde trotz der äusserst widrigen Umstände ein flüssiger Rennverlauf über 2h gewährleistet. In der Klasse E2 dominierte bei diesem Wetter ganz klar Berni Walzer. Er war so ziemlich der einzige der sich vor dem Rennen viel Regen gewünscht hatte. Ein klarer Start-Ziel Sieg für den Steirer. Auf Rang 2 Christian Bierbaumer vor Hannes Würger. Bei den Junioren konnte diesmal Willi Hirschmann seinen härtesten Konkurrenten klar deklassieren. Er gewinnt mit 1 Runde Vorsprung vor Thomas Hostinsky und Patrick Neisser, der sich im Schlamm wacker schlug. |
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Vor dem Start der Klassen E1, E3 und Senioren wurde abermals die Strecke überarbeitet. In der Klasse E1 wäre alles andere als ein Sieg von Daniel Stocker in Lunz eine Überraschung gewesen. Ebenso wie bei Walzer ein klassischer Start-Ziel Sieg. Rang 2 ging diesmal an Andreas Maier vor Edi Ederer. In der Klasse E3 ging es zu Beginn spannend her. Rudi Pöschl erwischte einen schlechten Start, setzte sich nach 2 Runden an die Spitze und fuhr wie gewohnt smooth seine Runden. Durch den Schlamm rutschte der Reifen auf der Felge durch und Pöschl hatte keinen Vortrieb mehr. Pöschl wechselte den Hinterreifen und verlor so wertvolle Zeit. Zwischenzeitig setzte sich Markus Tischhart an die Spitze und holte den Sieg nach Kärnten. 2. wurde Roland Sailer vor Erich Brandauer. Bei den Senioren holte sich Local Hero Peter Enöckl einen klaren Sieg vor Martin Steinberger und Roland Rieger. Durch die Streckenadaptierungen konnte auch im zweiten Lauf die volle Renndistanz absolviert werden. (Trotz der Streckenkürzungen lag die Rundenzeit der schnellsten bei gut 13 Minuten!) Vorausgesetzt man hatte bei den Auffahrten das Gas ordentlich auf Anschlag, neue Bremsbeläge vorm Start montiert und gute selbst reinigende Augen. Denn das Hauptproblem war nicht die schlammige Strecke, sondern vielmehr die Sicht. Eine frische Brille hielt keine 500m. So liefen nach dem Rennen viele mit roten Augen im Fahrerlager herum. Das Wetter war sicher der schlimmste Fall der an einem Renntag eintreten kann. Dennoch gelang ein fahrbares Rennen über die volle Renndistanz über die Bühne zu bringen. Das Teamenduro am Sonntag konnte jedoch nicht durchgeführt werden. Die Strecke war durch die Regenfälle in der Nacht noch weiter im Schlamm versunken, so dass der Team Bewerb am Sonntag abgesagt werden musste. |
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KTM EXC 200 |
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Die letzten Stunden haben geschlagen. | |
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Ende August müssen wir unseren Dauertester, die KTM EXC 200, wieder an KTM rausrücken. Grund genug für arlo um sich für fast jedes Rennen dieses Monats anzumelden, und mit seinem neuen Traum Bike dem hinteren Drittel des Starterfelds im Weg zu stehen. So auch in Lunz. "Müsst ich bei dem Wetter am Bau hackeln, hätt ich schon längst an 60er gmacht, in meiner Freizeit fahr ich aber freiwillig bei dem Sauwetter - I bin a Trottel" so der unsympathische Bauernbub. Das Rennen verlief für arlo Erwartungsgemäss schlecht, keine Kondition, unmotivierte Performance - da kann selbst die agile und wendige EXC 200 nur wenig retten. Hinzu kam das Pech zwei Male in Streckenabschnitte einzufahren, kurz bevor sie gesperrt wurden. Trotz des Dauerregens und dem Schlamm der sich bis in die letzte Ritze des Motorrades vordrängte, fuhr die 200er ohne Probleme. Das Ergebnis ist somit genau so traurig wie arlo's restliches Leben, Platz 27 in der Klasse E2. Die KTM hat mittlerweile knapp 50 Betriebsstunden am Buckel, und verlangte ausser nach Regelmässigen Ölwechsel und einem paar Bremsbelägen nach keiner Sonderbehandlung. Der Selfman liest nun zwischen den Zeilen und errechnet Wartungskosten unter 100€. Ganz einsame Spitze, wahrscheinlich auch mit ein Grund warum in den letzten Jahren die Verkaufszahlen der 2 Takter im Enduro Bereich anziehen. |
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Text:
edie-e, arlo |
Bericht vom 09.08.2010 | 4.902 Aufrufe