ACC Schrems
Zweite Runde der Austrian Cross Country Meisterschaft, erste Runde im 1000PS Duell.
ACC Schrems | |
Lauf #2 auf neuem Terrain |
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ACC rockt! Und das jedes Jahr ein bisschen mehr. Sei es durch die optimale Organisation von Armin und Bernd Hupfauf, das feine Klima im Fahrerlager, oder die abwechslungsreichen Strecken - durch diese Faktoren hat sich die ACC zur grössten österreichischen Enduro Rennserie gemausert. Ebenso hoch wie die Starterzahl (> 350 Starter in Schrems) ist mittlerweile auch das fahrerische Level in den einzelnen Klassen. Somit ist es auch kaum verwunderlich, wenn die Streckenbauer den Streckenverlauf dem Leistungsniveau der Fahrer anpassen. | |
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Und wir sahen, dass es gut war! |
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Traumhafte neue Strecke bei der ACC in Schrems. | |
Während in den vergangenen Jahren so mancher über den Schremser Track etwas maunzte, da zu crosslastig und zu einfach zu fahren, zeigte sich die Strecke in diesem Jahr in einem komplett neuen Kleid. Nur noch wenige Sektionen wurden aus den Vorjahren übernommen. Dafür liess man neue, kernige Abschnitte mit ins Renngeschehen einfliessen. Somit darf nun auch der Schremser Track als vollwertige Endurostrecke bezeichnet werden. Um die Massen von Fahrern an einem Tag unterzubringen, werden die zehn verschiedenen Klassen auf insgesamt 3 Läufe aufgeteilt. Der Startschuss für die Klassen Beginners, XC Women und XC Juniors fiel um 9:00 Uhr. Für die Klassen XC B, XC C und Super Seniors ging's dann um 13:00 Uhr richtig zur Sache. Das Highlight des Tages war aber dann der dritte Lauf. Nicht nur wegen der Profi-Klassen, sondern auch wegen des 1000PS internen Enduro Fights Nastynils gegen arlo, dazu aber später mehr. | |
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Die Jungen geben den Ton an. |
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In der Pro Klasse ging's gleich von Anfang an heftig her. Der Sieger des
ersten ACC Laufes, Simo Kirssi, ging in Schrems nicht an den Start. An
Favoriten für den obersten Stockerlplatz fehlte es in Schrems aber
trotzdem nicht. Fally, Pöschl, Hirschmugl, Stocker und Walzer schenkten
sich von der ersten Runde an nichts und lieferten sich mächtige Fights.
Speziell Erzberg Prolog Sieger von 2009 Seppi Fally und der 29 jährige
Steirer Mario Hirschmugl konnten sich während des Rennens kaum
voneinander trennen und wechselten mehrmals die Spitzenposition. Wie
auch in der vorletzten Runde, als Fally sich an Hirschmugl vorbeischob.
Dieses mal verteidigte Fally allerdings konsequent den ersten Platz und
gewann das Rennen vor Hirschmugl. Etwas weniger nervenaufreibend ging
das Rennen für den Tiroler Rudi Pöschl zu Ende. Der ACC Champ aus 2008
behielt seinen dritten Platz konsequent von Beginn des Rennens bis zum
Schluss. Dahinter die beiden ACC Evergreens Stocker und Walzer. In der Expert Klasse siegte Patrick Neisser vor Matthias Wibmer und Thomas Mosbacher. |
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Ergebnisse Schrems | |
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XC Pro: Fally vor Hirschmugl und Pöschl | |
1000PS Pussy Race | |
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Ein Rennen, das schon im Vorfeld an (zwischenmenschlicher) Spannung kaum zu übertreffen war, wurde zwischen 1000PS Chef Nastynils und 1000PS Keiler arlo ausgetragen. Als Chef von 1000PS ist Nasty die oberste Instanz, was Entscheidungen im Unternehmen anbelangt. Sein Problem ist lediglich, dass er Beruf nur schwer vom Privaten trennen kann, und somit fälschlicherweise annimmt, er sei auch in allen Bereichen des Motorsports die oberste Instanz. An jedem Arbeitstag gehen mindestens 20 Minuten dafür drauf, dass uns Nastynils mit Geschichten aus seiner Welt des Motorradrennsportes malträtiert. Die Quintessenz der Geschichten ist immer die gleiche: Nastynils ist der unschlagbare Athlet und kot und arlo nur jämmerliche Waschlappen. Insgesamt durfte ich mir nun drei Jahre lang diese egozentrischen Lobhuldigungen im Büro anhören. In Schrems sollten wir dann unser erstes gemeinsames Rennen fahren, dort sollte sich dann herausstellen, wer endurotechnisch bei 1000PS die Hosen an hat. | |
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Top Team 2010: EXC 200 und arlo. | Ein Foto mit Seltenheitswert: NastyNils beim Gasgeben. |
Da Nils mich mit der Nennung für die Rennen beauftragte, wusste er nicht, dass wir in der Klasse XC A starten würden. Die XC A ist jene Klasse, in der Fahrer mit guter Rennerfahrung starten, sowie alle Fahrer, die es in den Vorjahren bei den Hobbyklassen unter die Top 15 geschafft haben. Weiters wusste Nils auch nicht, dass die XC A Klasse gemeinsam mit den Profiklassen ausgetragen wird. Erste Selbstzweifel überkamen Nils dann, als ihm bewusst wurde, dass er gemeinsam mit den Profis am Start stehen würde - "Oida, in welche Klasse hast du uns da einteilt? Die fahren mir ganz normal übern Schädel drüber! Das kannst net machen!" Doch zu diesem Zeitpunkt war es zu spät für einen Rückzug. Wir rollten also unsere mächtigen Bikes zum Start. | |
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Mehrfacher Überschlag am Hang. |
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Nastynils durfte in Schrems auf
dem Rücken der edlen Husaberg FE 390 reiten, während ich unseren
lieb gewonnen Dauertester, die KTM EXC 200, pilotieren durfte.
Nastynils konnte vom Start weg seine Unfähigkeit voll ausspielen und
peilte mit zig anderen Fahrern einen Stau an. Auch während des Rennens
machte er seinem Ruf als lebende Motorsportlegende keine Ehre und
überschlug sich mehrere Male bei ein und demselben Hang. Dieser Hang
bedeutete auch das vorzeitige Ende (nach 4 Runden) des 1000PS
Nachwuchstalents Nastynils - verbogener Lenker, nachdem er die Husaberg
in Zirkusmanier durch die Gegend schoss. Etwas mehr Glück hatte ich mit
meiner EXC 200, ich konnte mich im Mittelfeld der XC A Gruppe gut
zurecht finden und trotz einiger grober Schnitzer die KTM nach 13
Runden unversehrt ins Ziel bringen. Die Endresultate des 1000PS Pussy Race stehen somit fest: arlo mit 13 Runden auf Platz 17, Nastynils auf dem vorvorletzten Platz 34. |
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Interessante Links: |
Text: arlo |
Autor
Bericht vom 31.05.2010 | 4.708 Aufrufe