Granit Beisser Light
Granit Beisser Light Schrems |
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Sandkiste für grosse Jungs. | |
Ja der Winter war lang, zu lange für meinen Geschmack, wer wie
ich nicht zu den harten Hunden gehört, die sich bei Minusgraden im
Schnee mit ihrer Enduro frieren, der konnte das erste Enduro Rennen des
Jahres wohl kaum erwarten. Und so war es schliesslich auch, trotz
schlechter Wettervorhersage pilgerten insgesamt über 320 Fahrer zum
Granit Beisser Light (GBL) nach Schrems. Nur ums mal kurz anzumerken,
bereits im letzten Jahr dachte man mit rund 240 Starten den Zenith am Enduro Gipfel erreicht zu haben, dass dieses Jahr gut 80 Fahrer mehr dem
Veranstalter EC Granitbeisser die Ehre erweisen, wagte wohl niemand zu
träumen. So hoch wie die Fahreranzahl, war auch die Dichte an den Top
Fahrern beim GBL. Neben den Althasen Joe Lechner und Erich Brandauer gaben
sich eine beachtliche Reihe an Topfahrern wie Rudi Pöschl, Herbert Lindtner, Mario Hirschmugl, Rudi Rameis, Edi Ederer, um nur einige zu
nennen, die Klinke in die Hand. Insgesamt starteten beim GBL fünf verschiedene Klassen,
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Aufgrund der hohen Starterzahl musste das Rennen auf zwei Läufe
aufgeteilt werden, Klasse 1 und 2 starteten am Vormittag, die
Klassen 3, 4 und 5 mussten sich bis zum Nachmittag gedulden. Trotz der schlechten Wetterprognosen wechselten sich während des ganzen Tages Sonnenschein und leichte Wolken ab, sprich optimale Vorraussetzungen für ein gepflegtes Enduro Rennen. Trotz der hohen Starterzahl gab es keine gröberen Ungereimtheiten Seitens des Veranstalters. Weder bei der Nennung noch während des Rennverlaufes gab es gröbere Schnitzer. Und das obwohl die Streckenposten ganz schön gefordert wurden, denn die hohe Teilnehmerzahl hinterliess ihre Spuren auch an der Strecke, so mussten teilweise Streckenabschnitte herausgenommen werden, das geschah aber ohne den Rennverlauf zu hindern. |
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Klasse 1: In der Klasse der Youngsters ging es heiss her, Christian Stöbich
holte sich den dritten Platz vor Lukas Wagner (GS-Power) und dem Tiroler
Bernhard Schöpf (Motorrad Wolf). Klasse 2: In dieser Klasse zeigte der Crosser Mario Hirschmugl wo der Bartl den Most holt, und verwies Matthias Wibmer und Markus Auer auf die Plätze zwei und drei. Klasse 3: Die Gruppe mit dem grössten Anteil an Topfahrern wurde vom Tiroler Rudi Pöschl dominiert. Rudi liess nichts anbrennen und fuhr als erster durchs Ziel, erst 5 Minuten später erblickte Erich Brandauer die schwarz weiss karierte Flagge. Herbert Lindtner erblickte als dritter der Klasse 3 die Zielflagge. Klasse 4: Bei den Old Boys zeigte Otto Reitberger, dass er noch nicht zum Alteisen gehört. Kurz danach trudelte Gerhard "Hacki" Lechner (Gs-Power) ins Ziel. Dritter wurde Heinz Hadrich. Klasse 5: Mittlerweile hat sich auch die Damenklasse gemausert - im Vergleich zu 2009 verdoppelte sich die Starterzahl, und so stellten sich 12 wagemutige Damen dem Granitbeisser. Nach zwei Stunden gewann Christine Wiesner vor Veronika Dallhammer und Patricia Kafka. |
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Mittendrin statt nur ein Ei - Arlo live dabei |
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Neben Edi-E, der für uns Couch Potatoes bei nahezu jedem Enduro Event die 1000PS Flagge hochhält, wagte sich auch Arlo, der normalerweise nur eine Bier- und- Schnapsfahne hochhält, zum diesjährigen Enduro Auftakt nach Schrems. Während in den vergangenen Jahren stetig die letzte Seite der Ergebnisliste meine Heimat war, bereitete ich mich auf die Saison 2010 sehr hart vor. Stundenlanges Trockentraining mit Hilfe von Enduro Videos auf Youtube, kräfteraubendes Bierkisten Schleppen für meinen Hausbau Trupp auf der Baustelle und natürlich Einhaltung der selbst auferlegten Zigaretten Grenze von maximal 20 Tschik pro Tag. All diese drastischen Massnahmen trugen in Schrems ihre Früchte. Platz 46 von 139 in der Klasse 2. |
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Unerschrocken und furchtlos steht sie da, die EXC 200, dahinter der blade Arlo. | |
Bei nüchterner Betrachtungsweise hat aber wahrscheinlich die Wahl der Einsatzwaffe den grösseren Teil zu der annehmbaren Platzierung beigetragen. Während in den letzten Jahren stets die Hubraumstärkste Waffe für den Kampf in den österreichischen Enduro Szenen gewählt wurde, griff ich dieses Jahr zur 200 EXC von KTM. Obwohl ich mit über 90 Kilo (nackert ohne Gwand!!!) besser auf die leistungsstärkere 300er passen würde, kam ich mit den 100ccm weniger sehr gut klar. Die Vorteile der 200er liegen klar auf der Hand, da viele Enduro oder Cross Country Läufe in Österreich aus technisch leicht bis mittel anspruchsvollen Strecken bestehen und endlose Bergauffahrten a la Erzberg "Wasserleitung" und "Badewanne" eher selten gesehen sind, reicht die Kraft der 200er vollkommen aus. Das Leistungsdefizit birgt im Vergleich zu den stärkeren Modellen für Hobbyschwuchteln wie mich eher Vorteile, da man auch bei längeren Fahrten keine langen Arme bekommt. Während ich in den letzten Jahren ständig mit steifen Händen durch die Gegend fuhr, und nach einer Rennstunde schon grosse Sehnsucht nach meiner Mutter bekam, hätte ich nach den zwei Stunden GBL mit der 200 noch locker ein paar Runden drehen können. | |
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Ein weiterer Vorteil der 200er ist das geringe
Gewicht, zwar bringt die 300er mit E-Starter nur etwa 6 Kilo mehr
auf die Waage, trotzdem fühlt sie sich in Sachen Handling deutlich
träger an als ihre kleine Schwester. Grund dafür sind die rotierenden
Massen, die in der 200er noch kleiner und geringer sind als in der 300er.
Auch ein Vorteil des kleineren Hubraums ist der geringere Verbrauch,
während mein Bruder mit der 300 EXC schon nach 7 Runden auf Reserve
schalten musste ereilte mich dieses Schicksal erst zwei Runden später. |
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Interessante Links: |
Text: edi-e, arlo |
Bericht vom 31.03.2010 | 6.439 Aufrufe