KTM steigt aus

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Eine Limitierung auf Motorräder mit einem Hubraum von 450 ccm zwingt
den langjährigen Dominator der Dakar Rally zum Ausstieg.

KTM steigt aus der Rally Dakar aus

Nachdem der Organisator der Südamerikanischen Dakar, die französische ASO in einer Pressekonferenz am 4. Juni bekannt gegeben hat, dass ab 2010 nur mehr Motorräder mit einem maximalen Hubraum von 450 ccm zugelassen sind, hat KTM nach 8 Siegen in Serie den sofortigen und konsequenten Ausstieg aus der Dakar beschlossen. Weder die offizielle Werksmannschaft noch das KTM Assistenz-Team, werden zukünftig am Start der Rally in Süd-Amerika vertreten sein. Gleichzeitig unterstreicht das Unternehmen sein Bekenntnis zum Rally Sport mit dem fortlaufenden, konzentrierten Engagement in der Rally Weltmeisterschaft sowie bei weiteren wichtigen Rally Veranstaltungen.
Die kurzfristige Reglementänderung, mit dem Ziel die Dominanz von KTM zu beenden, trifft das Werk ohne Vorankündigung mit voller Härte. Heute, 6 Monate vor dem Start zu einem Zeitpunkt da sowohl das Werk als auch Dutzende privater Teams tief in den Vorbereitungen des extrem aufwändigen Rennens stecken, ist der sofortige Rückzug des weltweit führenden Hersteller von sportlichen Offroad-Motorrädern, die einzigst mögliche Konsequenz.
Jedes Sportreglement braucht Veränderungen und Anpassungen an neue Entwicklungen um interessant zu bleiben, aber diese benötigen angemessene Vorlaufzeiten. Wir haben das gesamte Material für die 690 Rally Motorräder des Factory Teams sowie für die über 50 Kundenmotorräder die im Juni gebaut werden sollen auf Lager. Fahrerverträge sind fixiert, alle Teammitglieder festgelegt. Die finanzielle Belastung die aus dieser Entscheidung resultiert ist gewaltig. Darüber hinaus sind wir schockiert über die nicht vorhandene Loyalität des Veranstalters, vor allem nach den gewaltigen Anstrengungen die wir wir nach der Absage der Dakar im Jahr 2008 bei der Neuauflage trotz der angestrengten Wirtschaftslage in Kauf genommen haben, so KTM-Motorsport Berater und Rally-Legende Heinz Kinigadner in einer ersten Stellungnahme.
Mit der Festlegung auf 450ccm Motorräder, die für den Einsatz in Langstrecken-Rallys denkbar ungeeignet sind, wurde KTM aber auch die wirtschaftliche Rechtfertigung für ein weiteres Engagement in der Dakar Rally entzogen. KTM-Motorsport Direktor Winfried Kerschhaggl: Der Rallysport dient dazu die Leistungsfähigkeit und Standfestigkeit unserer grossvolumigen Serien-Einzylinder unter Beweis zu stellen. Wir bleiben in jedem Fall im Rallysport aktiv! Das Rennen in Süd-Amerika ist für KTM jedoch Geschichte. Wir werden uns jetzt voll auf die Rally Weltmeisterschaft konzentrieren und uns nach Alternativen umsehen. Vielleicht werden wir schon bald wieder ein volles KTM Rally Engagement in Afrika sehen- back to the roots! Mit dem Bekenntnis zum Rally-Sport nimmt KTM auch die selbstgestellten Verpflichtungen gegenüber seinen langjährigen Kunden wahr, die sich weltweit, im Vertrauen auf die Produkte und den einzigartigen Service der Österreicher für den Rally-Sport und für KTM-Motorräder entschieden haben.
 

Text: ktm
 

Bericht vom 05.06.2009 | 4.716 Aufrufe

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