ACC Roppen
Beim 2. Durchgang zur heurigen Austrian Cross Country Championship machte die wilde Horde Halt in der Roppener Mure. So wird der riesige Steinbruch in Tirol genannt. Am Samstag waren 61 Gastfahrer an der Reihe welche gleich mal für den Sonntag die Spuren zogen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es dann eine nette Überraschung. Der Steinbruch machte seinem Namen alle Ehre und durch den starken Regen ging auch gleich eine Mure ab und vernichtete einen Teil der Strecke. So mussten sich die Veranstalter zeitig auf die Socken machen um die neuen Streckenabschnitte zu markieren.
Eines gleich vorweg, Rudi Pöschl gewann auf KTM völlig überlegen mit einem Start-Ziel Sieg. Dahinter spielten sich wieder viele Dramen ab. Diesmal blieben leider auch Verletzungen nicht aus. |
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Für alle die noch nie in Roppen
waren, die "Steinhölle von Roppen" wie sie von den Aktiven auch gerne
genannt wird, ist nichts anderes als ein riesiger Steinbruch in dem Steine
aller Grössen und Formen (vor allem spitze) überall herumliegen, und wenn
sich mal ein schmaler Pfad herausgefahren hat der nach einer Spur aussieht,
liegt meist nächste Runde schon wieder ein Fussballgrosser Brocken mitten im
Weg. Einzig Daniel Stocker konnte sich einer Überrundung durch Pöschl
erwehren und fuhr mit dem letzten Tropfen Sprit als zweiter durchs Ziel. |
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Lange an 3. Stelle spulte Thomas Günther (Husaberg) seine Runden ab bevor er einen Stein auf die Lippe bekam und mit der Rettung ins nächste Krankenhaus gebracht wurde. Die Saison hat sich der 2-fache Champ sicher auch anders vorgestellt. Die Steinreste wurden entfernt und mit 9 Stichen genäht, das hätte sprichwörtlich ins Auge gehen können! Dadurch schob sich Berni Walzer an die 3. Stelle. Doch Berni ist nach seiner langen Verletzungspause und dem Umstieg auf die 250er 4-Takt noch nicht da wo er eigentlich hin will, dadurch muss er zur Zeit mehr riskieren als ihm lieb ist um den Speed mitzugehen. In Roppen wurde er noch in der letzten Kurve von Joe Lechner ausgebremst, diesmal war es die Werkswalze Simo Kirssi (BMW) die er eine Runde vor Schluss ziehen lassen musste, wiederum nur die Blecherne. Nach einem verpatzten Start pflügte sich der Finne mit seiner BMW durchs Feld und wurde immer schneller. Den 3. Platz hat er sich schwer verdient! Joe Lechner lagen die Steine auch
nicht sonderlich, fuhr ein eher unauffälliges Rennen, konnte aber den Speed
der vorderen nicht mithalten und finishte als 6. Knapp davor fuhr Gerhard
Forster (Offroad Urgestein aus Deutschland) durchs Ziel. |
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Ebenfalls nicht ganz in alter Form kämpft auch Erich Brandauer mehr mit seinen Unterarmen als mit allen anderem (Gott sei dank gibt auch noch andere als mich die mit dicken Unterarmen herumköpfeln ). Belegt Rang 8 hinter ACC Schnupperer und Supermotostaatsmeister Willi Reiter. Nach den 2 Stunden waren dann auch alle froh das es vorbei war, die Stecke war schon am Limit und damit auch alle Teilnehmer. Die nächste Runde findet am anderen Ende von Österreich, um genauer zu sein über der Grenze in der Slowakei statt. Ein sandiger, schneller Rundkurs im Wald wartet dann auf die Teilnehmer.
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Rennbericht und Ergebnisse unter: |
Bericht vom 16.05.2006 | 4.345 Aufrufe