SpeedWe Brünn-15 Jahre
15 Jahre Honda Speed Weekends |
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Wochenende ganz in Rot. |
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Es hätte das perfekte Wochenende werden können. Wenn da nicht doch noch
The Wunderkind aufgetaucht wäre und alles zerstört hätte. Aber dazu
später... Welcher Ort wäre wohl besser geeignet gewesen, um 15 Jahre Rennstreckenfahren für jedermann unter der Schirmherrschaft des roten Flügels zu zelebrieren, als das Automotodromo in Brünn, offizielle MotoGP Strecke, Lieblingskurs vieler Rennfahrer und der Speedweekend Teilnehmer sowieso. Obwohl die Veranstaltung in Brünn seit Jahren an 3 Tagen stattfindet, waren die Plätze innerhalb 48 Stunden ausgebucht. Wer nach dem Startschuss zur Anmeldung (Diese wird nun immer erst 2 Wochen vor jedem Termin freigegeben) nicht schleunigst zu einem Computer kam, hatte keinen Grund zum Jubeln. Da ich am Freitag noch unter Einsatz meines Lebens in grüner Kleidung dem Staate Österreich diente, indem ich täglich 10 Stunden lang auf einer Bank im Wald sass (und sonst nichts tat), konnte ich erst Samstag Früh anreisen. Zwei Tage Brünn war aber ausreichend, zumal zwischen Samstag und Sonntag eine kleine Sonderprüfung namens "15 Jahre Speedweekends Feier" zu bewältigen war. Doch bis auf ein paar Einzelfälle verhielten sich die Partygäste erschreckend diszipliniert und verliessen das Fest zu früher Stunde, um am nächsten Tag frisch und munter für die Rennstrecke zu sein. Ja, ich finde das auch traurig. Was ist nur aus den Motorradfahrern geworden, dass ihnen das Motorradfahren plötzlich so wichtig ist? Einige der Teilnehmer sind seit der ersten Stunde dabei und halten seit 15 Jahren den Speedweekends die Treue. Nachdem das Publikum zusehends abblätterte und ich mit meiner Kamera genug Beweismaterial gesammelt hatte, entfernte ich mich ebenfalls vom Geschehen, |
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Honda Speedweekend Brünn - Die Videos |
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Eine Nacht in einem Zelt, das auf einem Parkplatz steht, hat nicht viel mit Erholung und Schlaf zu tun. Ursprünglich hatte ich ja gar kein Zelt dabei, das hat mir ein netter Herr dagelassen (ja, du kriegst es wieder), doch auch an alles andere hatte ich nicht gedacht. Nur den Schlafsack nahm ich gleich direkt von der Truppenübung mit. Ich war also nach dem Aufstehen völlig hinüber, und als ich so versuchte, zwischen meine Augenschlitze zu schauen und stark verlangsamt darüber nachdachte, doch noch ein paar Turns zu fahren, taucht plötzlich The Wunderkind auf. Und augenblicklich war ich hellwach. The Wunderkind hatte schon im September 2006 mein Saisonende ruiniert, als er mich mit jungfräulichen Knieschleifern und ohne jemals am Knie gefahren zu sein mit einer Gott gegebenen Linienwahl demütigte. Diesmal sollte es nicht anders sein. Seine kürzer übersetzte 2005er CBR ging zwar nicht besser als meine serienmässige 07er. Dabei hat er sogar etwas weniger Muskelmasse (sprich Speck) auf den Rippen, als ich. Ich hätte aber schon eine Fireblade gebraucht, um eine Chance zu haben, obwohl ich mir die diesmal durchaus ausrechnete. Ich hatte einen Vorteil: Ich kannte diesmal die Strecke besser als er, und ich hatte bereits einen Tag hinter mir. So war es nicht überraschend, dass er anfangs hinter mir blieb, um sich den Kurvenverlauf einzuprägen. Nach 4 Runden ohne von ihm überholt worden zu sein, selbst aber zahlreiche Überholmanöver erfolgreich durchgeführt zu haben, sah ich nichts mehr, das zwischen mir und einem ersten Triumph über ihn im Weg stehen könnte. Wir wohl endgültig abgerissen sein, dachte ich. Und als ich so denke und zufrieden in den Helm grinse, reisst es eine 600er innen an mir vorbei und sticht schon in den Radius, während ich aufrecht versteifter Haltung der Verzögerung entgegenwirke. Da es so schnell ging konnte ich beinahe nicht erkennen, um wen es sich dabei handelte: The Wunderkind. Das war nun die Antwort auf eine Frage, die mein Gehirn nicht kannte. Es kam augenblicklich zu einem Shut-Down, die Motorik setzte aus. Ich rollte willenlos, wie ein verlorener Reifen, am Streckenrand entlang, alles im dritten Gang ohne zu bremsen und versuchte nur noch, nicht zu weinen. Das Ende des Wochenendes, man soll aufhören, wenn's am schlimmsten ist. Die Revanche folgt am 25. und 26. August am Hungaroring. Da sehen The Wunderkind und ich uns wieder. Wir werden gemeinsam mit dem Scudo anreisen. Sollte er es nochmal wagen, reise ich alleine wieder ab. |
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Wer kommt'n jetzt schon wieder? Lasst's mich endlich in Ruh'!!!!! |
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Streckenprofile und -info |
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Rennstreckenprofile
und Informationen zu den Rennstrecken und Unterkünften findet ihr hier.. |
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Text: kot |
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Bericht vom 09.07.2007 | 4.946 Aufrufe