Bucklige Welt

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Unterwegs in der Buckligen Welt. Das gute liegt so nah.
 

Das Land hinter dem Steinfeld

Gleich hinter Wiener Neustadt beginnt eine völlig andere Welt
Es ist unglaublich. Wir sind nur einen Steinwurf von der tosenden Südautobahn gleich hinter Wiener Neustadt auf die alte Bundestrasse 17 und von dort in Richtung Wiesmath abgebogen und plötzlich ist alles anders. Beschauliche Strassen und Strässchen, die irgendwo anders asphaltierte Nebenwege wären, sind hier plötzlich Hauptstrassen, die sich von einem Örtchen zum andern schlängeln. Bucklige Welt wird dieser Flecken im Südosten Niederösterreichs genannt, der sich bis ins nördliche Burgenland zieht. Oft geht es durch weite Wälder, in Serpentinen werden die Hügel überwunden und zuweilen kommt man auf weite Flächen, atemberaubende Aussichten bis hinüber ins südliche Burgenland einladen, länger zu verweilen.
 
 
Hinter jedem Hügel öffnet sich ein neues Panorama, Verkehr gibt es auch am Wochenende so gut wie keinen, man kann sich regelrecht treiben lassen und muss aufpassen, sich nicht zu verirren. Oft erblickt man einen Kirchturm, der nur wenige hundert Meter entfernt zu sein scheint und dann sind es doch fast 10 Kilometer, bis man dort ist. Schnell werden die verwinkelten Strassen zu Wegen, oft verschwindet auch der Asphalt und man erinnert sich, dass eine Yamaha FZ 8 keine Enduro ist. Auch gutes Kartenmaterial oder der Blick aufs Navigationssystem sind oft unerlässlich, will man sich nicht hoffnungslos verirren. Dafür enden diese Wege aber oft bei einem der zahlreichen Mostheurigen, die mit gutem Apfelwein und riesigen Portionen locken.
 
   
Uns zieht es vorerst einmal über Orte wie Gleichenbach, Blumau und Stang den Passionsspielort Kirchschlag. Der Gasthof Post ist eine gute Adresse für ein opulentes Mittagessen, wer es urig liebt und die kauzigen Sprüche des Wirtes verträgt, dem sei der Gasthof auf der Sechterleithen empfohlen. Um dorthin zu finden, sollte man aber einen Einheimischen zu Rate ziehen, denn Wegweiser gibt es nicht. Von hier gelangt man über gut ausgebaute Güterwege nach Ungerbach und von dort nach Bernstein, wo die gleichnamige Burg zu einem Hotel mit Restaurant umgebaut wurde.
 
 
Hier befindet man sich bereits im Burgenland und der Name ist Programm. Etwa im etwa 10 Kilometer entfernten Lockenaus, wo auf der Burg sogenannte Ritteressen veranstaltet werden. Eine deftige Sache, mit so Dingen wie Essbesteck gibt man sich hier nicht ab. Uns zieht es wieder zurück über Pilgersdorf und die Grenze zu Niederrösterreich nach Kirchschlag. Von dort folgen wir der B 55, die jetzt am Wochenende verschlafen und leer wirkt. Nach Krumbach hat man die Wahl, entweder parallel zur Südautobahn weithin bis etwa Seebenstein die herrlichen Aussichten zu geniessen oder in etwa einer knappen Stunde wieder im hektischen Wien zu sein.
 
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Text&Fotos: Franz Farkas

Autor

Bericht vom 06.06.2013 | 7.839 Aufrufe

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