High Speed S1
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Die gesperrte S1 war, noch vor der offiziellen Öffnung,
fest in italienischer Hand. |
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Am 22.4.2006 eröffnete der Ducati Club Wien die Saison auf
aussergewöhnliche Art. Alle Clubmitglieder waren geladen, um ihre Ducs einmal
ganz legal ausdrehen zu dürfen. Um das zu erreichen wurde, noch vor der
offiziellen Eröffnung der S1, ein Abschnitt der Autobahn gesperrt. Der
Partner, des im Vorjahr gegründeten Ducati Club Wien, die Firma Repcar,
stellte die schönsten und neuesten Ducatis, Cagivas und MVs auf die S1,
damit sie Probegefahren werden konnten. Und wir reden da bitte von einer nigelnagelneuen Tamburini, einer F4 im Repcar-Design, oder der Brutale um
nur einige MVs aufzuzählen. Die Tamburini mit weit über 200 km/h in Wien bewegen zu dürfen ja, das
hat schon was. Vor allem, ohne die milden 48.000 Euro hinblättern zu müssen,
die das scharfe Eisen kostet. Wie sich die Tamburini fährt? Das lässt sich
nicht wirklich in Worte fassen. Schiere Kraft, perfektes Fahrwerk und ein
Sound, den man am liebsten immer hören würde. Wenn man bei 260 km/h leicht
am Gashahn dreht, schiebt die MV nach vorne, wie das andere Motorräder im 2.
Gang, im idealen Drehzahlbereich tun. Dabei fährt die Tamburini wie auf
Schienen. Einfach mörderisch. Damit nach der Tamburini keine Langeweile aufkommen konnte, zwang mich
Bibiana von Repcar regelrecht dazu, die Brutale zu probieren. Ich fragte
mich, was die Brutale wohl können würde, was die Tamburini nicht schafft.
Gar nichts. Ganz klar. Aber weit gefehlt. Die Brutale darf wohl als das
feinste Naked-Bike gelten, welches gerade am Markt ist. Sie ist so handlich,
ohne kippelig zu sein, dass man meinen könnte, man wäre in der Lage sie am
Stand umzudrehen. Wer die Brutale am Beginn einer Bergstrasse sieht, geht im
Idealfall schnell auf einen Café. Alles andere wäre verlorene Liebesmüh. Neben dem Ende der Teststrecke versorgte sich der Ducati Club selbst. Der Griller stand am Pannenstreifen der S1, die Bierbank parkte in der ersten Spur. So wurde gegrillt, gegessen, getrunken und Benzin geredet, während andere ihre Ducatis über die Piste böllern liessen. Wohin man blickte, zufriedene Gesichter. |
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Trixi nähert sich mit gehörigem Respekt der MV Agusta. | |
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Die Tamburini noch stehend kurz darauf mit 260 Sachen über die S1. |
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Brutal, was die Firma Repcar zum Event mitbrachte. |
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Retro vom Motorrad bis zur Mode. Nur der Besitzer
hätte, vom Alter her, der Sohn der Ducati sein können. |
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Mario, der Obmann des Ducati Clubs, hat alles perfekt durchorganisiert.
Sogar ein Boxenluder für die Pressefotos war zur Stelle. Das hab ich
natürlich ausgenützt. Dabei wäre die Holde, so hübsch und nett sie auch war,
gar nicht notwendig gewesen, so edel wie die Bikes vor Ort waren. Während der ganzen Veranstaltung ging es extrem locker zu. Dabei ist es bestimmt kein Leichtes, eine Meute Motorradfahrer, auf einer für sie gesperrten Autobahn, zu bändigen. Bei den Ducati-Mitgliedern war dies alles jedoch kein Problem. In weiser Voraussicht, bei nächster Gelegenheit wieder ein ausgefallenes Event steigen zu lassen, zogen alle am gleichen Strang. Mario erklärte das so: Bei uns gibt es keine Hierarchien. Wir sind alle Mitglieder. Allein damit die organisatorische Arbeit des Clubs geregelt abläuft, gibt es einen Vorstand, der die Geschäfte erledigt. Im Grunde haben wir uns zusammengefunden, weil wir die gleiche Leidenschaft teilen, die Ducati. Nur so, und dank Repcar, sind solche Clubtreffen erst möglich. Und
extravagante Treffen wird es bei den Ducatisti, in absehbarer Zeit, sicher
wieder geben. Infos zu den Veranstaltungen finden sich auf der Homepage. |
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Der Ducati-Club nimmt Aufstellung und zeigt seine
Exklusivität. |
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Zonko lässt den Retro-Ducati Lenker beim Interview in
den Kugelschreiber reden und liegt vor der Aussicht, welche die Ducatis
bieten. |
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Kein Motorrad-Event ohne fesche Gretl und wie sie
lacht, für 1000ps. |
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Wilde Bolzerei auf der S1. Kein Speedlimit, keine
Polizei, dafür MVs und Ducatis ohne Ende. |
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Richtig böse und gefährlich schauen sie aus, die Buben, auf der Xerox und der Fila. Sie waren aber eh ganz freundlich, nachdem sie etwas zu essen und trinken bekamen. |
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Text und Fotos: derGlu | |
Bericht vom 03.05.2006 | 7.441 Aufrufe