Kawasaki Festival
Dieses Jahr trafen sich die Grünen zum Kawasaki Festival 2004 am ungarischen Pannoniaring. Ausnahmsweise war sogar das Wetter einigermassen OK. Einzig der heftige Wind am Sonntag hat den Kawa Fans ein wenig zugesetzt. Die Leihmotorräder von Kawasaki hatten auf alle Fälle Hochbetrieb. Alle geilen Modelle aus der Kawa Palette standen zum Testen bereit. Die Kawa Crew tankte und tankte und tanke. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Highlight beim Kawasaki Festival ist für die meisten Besucher aber immer der Lauf zum Kawasaki ZX6 Castrol Cup (Nicht wie böse Zungen behaupten die Kawa Party in der Nacht von Samstag auf Sonntag). Den ersten Lauf konnte Vorjahressieger Tom Moser ja bereits für sich entscheiden, doch der Ehrgeizler Sendlhofer hat bereits Revanche angekündigt. Durch einen Einbruch letzte Woche bei der Fa. Fuhl in Neudörfl wurde der Zeitplan im Team zwar ordentlich durcheinander gewirbelt, aber am Ende hat dann doch alles geklappt. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Das Qualy forderte von Michael Beyer ordentlich Tribut. Er hat seinen grünen Liebling in eine Mischung aus Origami und 1000-teiligem Puzzle verwandelt. Die Streckenposten haben die Einzelteile mit dem Besen auf den Leichenwagen gekehrt. Im Fahrerlager dann erwiesen sich seine Teamkollegen vom Team Lietz als echte Werksmechaniker. Mit Hilfe von 1000 Metern Racetape wurde aus dem Leichnam wieder ein fahrbarer Untersatz gemacht. Der Fleckerteppich war zwar nicht besonders schön, aber ausreichend schnell. Als besonders geschickt beim Verkleidungsflicken hat sich der Philipp Kregl herausgestellt. Der Mann hat eben Erfahrung... |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Ausgesprochen nett war auch der Holzer Richi von der Bikecity. Sein Motorrad war für dieses Wochenende nach einem "kleinen Rutscher" ohnehin nicht mehr flott zu kriegen und so spendierte er ein paar Innereien seiner ZX6-RR an die Konkurrenz vom Team Lietz. Das restliche Wochenende verbrachte er damit, den Griller mit Tonnen von Fleisch zu belegen. Irgendwer hat immer ein Stück eingeworfen. Wichtige Info für die Gäste im Nachhinein. Ich habe ganz deutlich gesehen als dem Richie einmal ein Kotelett runter geflogen ist. Das mit Boxengasse-Würze verfeinerte Kotelett wurde jedoch wieder zurück auf den Griller gelegt. Den Gourmets aus der Bikecity Partie hat das jedoch nix ausgemacht. Der Griller kühlte in den 2 Tagen kein einziges mal ab. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Auf ebenso gute Verpflegung können die Burschen vom Racingteam Fuhl - Gruber ( http://www.racingteam-gruber.at/ ) zurückgreifen. Auch hier gab es für mich jedoch nix vegetarisches zu essen. Günter Sendlhofer:" Wennst net bald a Fleisch isst, werden Deine Rundenzeiten nie besser". Sollte es vegetarische Hobbyracer mit einigermassen akzeptablen Rundezeiten geben, bitte um kurze Info an mich. Ich wäre dann sehr beruhigt. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Die attraktivste
Boxencrew hatte allerdings der Harry aus Villach. Der Reifenwärmer wurde mit
viel Liebe montiert. Unendlicher Grip ist damit garantiert. Viel gab es in der Freakymoto Box diesmal jedoch nicht zu tun. Sepp Ulbing startet ja erst kommendes Wochenende am Hungaroring wieder mit seiner ZX 10 R. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Box vom Riegl Karli (www.rpp.at) war dieses Wochenende sicherer als Fort Knox. Der mächtige Vierbeiner war zwar lammfromm, sein Schicksal herausfordern wollte jedoch niemand. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Trotz Hunderten von PS in der Boxengasse zog das älteste Eisen im Fahrerlager die meisten Blicke auf sich. Die wunderschöne Z900 war ein echter Glückstreffer, erzählte mir der Besitzer. Er hat das alte Teil bei einem Bauern im Keller entdeckt. Unendlich vergammelt mit nicht mal 20.000km am Tacho. In harter Kleinarbeit wurde das Baby wieder restauriert und ist nun bei jeder Ausfahrt mit dabei. Gegen die Freunde mit den neuen ZRX 1200 Kettenhunden hat er auf der Strasse zwar kein Leiberl, beim Motorrad-Wirten ist er mit der Z900 aber Chef. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Wieder mit dabei
beim Kawa Festival der Mann mit der grünen Unterwäsche: Magic Alois!
Hier ein kurzes Interview: NastyNils: Serwus Alois. Wann werden wir Dich endlich mal selber auf der Strecke sehen? Hast Du kein eigenes Motorrad? Magic: Oh Doch! Ich bau gerade eine ganz arge ZX-6 RR auf. Da ist alles drinnen was es im Tuning Regal zu kaufen gibt. Nur die schlimmsten Sachen. NastyNils: Wann ist der Jungfernflug? Magic: Das ist ja das Problem. Mir taugt das Schrauben einfach am meisten. Das höchste der Gefühle ist dann immer das grosse Finale! Der Prüfstandlauf! Ich bin immer ganz glücklich wenn grüne Power auf die Walze gepresst wird. Leider gehen die Dinger die ich baue immer so bestialisch dass ich jedesmal Angst bekomme. Immer wenn meine Eisen fertig gebaut sind und ich das Prüfstandsprotokoll in den Händen halte, krieg ich fürchterliche Angst und verkauf das Eisen mit 0km am Tacho. NastyNils: Klingt sehr interessant! Ich wünsch Dir viel Spass mit Deinem neuesten Projekt. Hoffentlich hast Du diesmal genug Mut das Eisen auch mal ein wenig auszureiten. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Samstag Nacht dann die obligatorische Kawa-Fete in Marios Ring Restaurant. Heli Scherz genehmigte sich ein Red Bull mit ein paar kaltgepressten Wasserwürfeln. Irgendein Lauser vom Reifendienst hat die Whiskey Flasche ins Bild gestellt. Ich selbst wollte dem Gelage auf alle Fälle ausweichen. Meine Linie ist ohnehin nicht gerade die beste, daher möchte ich sie nicht mit Kopfweh zusätzlich verwässern. Deshalb bin ich bereits um 19:30 ins Hotel geflüchtet. Das gemeinsame Abendessen mit dem Dunlop Mann an der Front - Markus Baumgartner - sollte kurz und bündig werden. Leider schmeckte der vorzügliche Riesling vom Balaton zum Essen besonders gut. 2 Flaschen waren schnell geleert. Danach noch 2 Bierlis aus der Minibar und ich war für nichts mehr zu gebrauchen. Bin eben schon alt und vollkommen aus der Übung. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Beim Frühstück im Ring-Restaurant wurde dann von den Heldentaten vom Vortag berichtet. Der vorzügliche Wein vom Vorabend entpuppte sich als schwer gepantschtes Schwefelwasser. Heute wird mich sogar der Gruber Horstl überrunden dachte ich mir und verkroch mich am WC. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Sehr ernst wurde es dann jedoch nach dem Mittagessen. Um 14:00 Uhr war der Start zum Kawasaki Cup. Die Rahmenbedingungen waren sehr selektiv. Die Strecke war trocken, die Temperaturen waren okay, aber der sehr heftige und böige Wind war total schwer einzuschätzen und die gefahrenen Zeiten an diesem Tag blieben meist hinter den jeweiligen persönlichen Bestleistungen der Piloten. Ich selbst erlebte eine echte Premiere im Kawa Cup. Beim Start musste ich diesmal nicht als letzter ins Rennen gehen. Es gab tatsächlich 2 Starter die im Zeittraining langsamer als ich gefahren sind. Einmal mein Teamkollege Wolfgang Mocker - der rasende Remus Mann und einmal der Michi Steiner vom Team Fuhl. Michi Steiner fuhr im Qualy aber nur eine Runde mit einem geborgten Motorrad. Da wird die Vollstreckung von ihm wohl maximal 2 Kurven auf sich warten lassen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der Druck im Rennen vom Mocker Wolfer war brachial. Er klebte 3 Runden lang an meinem Hinterrad und stellte sich manchmal neben mich. Dabei lächelten wir uns nett an und einmal grüsste er sogar mit erhobener Hand. Ein echt hartes Rennfahrerduell eben. Rundenzeiten-Niveau: 2:28! Das Publikum hat getobt. Nach der 3. Runde dann ein schwerer Einbruch meinerseits. Mittlerweile standen bereits 2 andere Kawa Cup Piloten mit zerstörtem Arbeitsgerät im Kiesbett. Das ist dann immer jener Punkt im Rennen wo meine Motivation den absoluten Tiefpunkt und der Angststreifen im Hosenboden den Höhepunkt erreichen. Ich hasse das Kiesbett eben wie kein anderer, dachte ich mir und reduzierte die lausigen Schräglagen noch einmal. Der letzte Platz am Ergebniszettel wurde diesmal wieder nur von den DNF-Piloten beschönigt. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Wesentlich spektakulärer ging es an der Spitze zu. Thomas Moser vom Team Lietz ging nach einem perfekten Start mit seiner ZX-6 RR sofort in Führung und lag ganz gut im Rennen. Doch in der ersten Kurve nach Start Ziel in Runde 2 passierte ihm ein folgenschwerer Fehler. Er bremste wie immer bei seinem ultraknapp kalkulierten Bremspunkt, war aber wesentlich schneller als sonst unterwegs. Warum? Der starke Rückenwind machte die Motorräder am Ende der Start-Ziel wesentlich schneller als sonst. Tom Moser ärgerte sich nach dem Rennen über den total unnötigen Sturz. Wichtige Punkte gehen ihm durch die Lappen. Die anderen Favoriten an der Spitze erlaubten sich keine Fehler und machten wertvolle Punkte. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
An der Front bot sich den Zusehern ein fulminantes Duell. Mario Klepatsch vom Team Lietz und Günther Sendlhofer vom Team Fuhl kämpften Rad an Rad um jeden Meter. Die Rundenzeiten lagen auf gleichem Niveau. Der Wind machte das Duell für die 2 Racer nicht gerade leichter und so boten sich immer wieder Überholmöglichkeiten wenn es den anderen wieder mal von der Ideallinie geweht hat. Streckensprecher Atcy hat das Mikrofon beinahe verschluckt, als Günther Sendlhofer nach 10 Runden mit einer Zehntel Sekunde Vorsprung vor Mario Klepatsch über die Ziellinie ging. |
![]() Markus Bamgartner von Dunlop reibt sich auf alle Fälle die Hände. Im Kawasaki Cup sind alle Piloten auf D208 GP Pneus unterwegs und die Piloten zeigen grossartige Leistungen mit dem schwarzen Gold. Wie zum Beispiel die Testosteron-Bombe mit der dezenten Brustbehaarung - Mario Klepatsch. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
10 Sekunden dahinter das nächste Drama. Philipp Kregl liegt hinter Wolfgang Haindl auf Platz 4 und möchte unbedingt aufs Podest. Wer den Gepetto Haindl ausbremsen möchte, darf sich jedoch keine Fehler erlauben. Philipp Kregl schaltet beim Anbremsen in den Leerlauf und greift mit der Gashand ins Nirvana. Der kurve Umweg übers Kiesbett kostet 20 Sekunden. Michael Beyer, Rainer Jost und Christian Schaffernak sagen danke und ziehen vorbei. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Im Fahrerlager liegt und wimmert der Wolfgang Haindl wie ein alter Mann, auf der Rennstrecke gibt er jedoch fürchterlich Feuer und haut den jungen Burschen immer noch den Hintern aus. Diesmal fährt er bei harten Bedingungen mit 2:04.843 auf Platz 3. Bin schon gespannt wie er beim nächsten Rennen in Most (12. und 13.6) abschneidet. Bis dahin wünsche ich Dir gute Besserung. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Rainer Jost - der schnelle Kawahändler aus Güssing (www.mexmotos.at) wurde für seine guten Leistungen im Rennen ordentlich belohnt. Die ergrauten Haare wurden von seinen netten Teamkollegen herrlich begrünt. Die 2:05er Rundenzeiten von Mex können sich auch sehen lassen, seine Haarpracht ebenfalls. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Auch die anderen Piloten in der Mexmotos Truppe waren diesmal ganz gut unterwegs. Blumenhansi Hofer fährt mit 2:06er Zeiten auf Platz 8, Romeo Schwarz mit 2:10er Zeiten auf Platz 15, Thomas Schnekker mit 2:12 auf Platz 18. Sind wertvolle Punkte für die Teamwertung. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Ergebnis 2.
Rennen Kawasaki Cup
|
![]() Teamchef Fuhl kann zufrieden sein. Seine 2 Hengste im Stalle Fuhl fahren aufs Podest. Ganz links der Mario Klepatsch (Team Lietz) , in der mitte der Sendlhofer Günther und rechts der Wolfgang Haindl (beide Team Fuhl). Ganz rechts aussen der stolze Franzl Fuhl aus Neudörfl. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Die leiwanden Piloten im Kawasaki Cup! Selten habe ich im Fahrerlager soviel Spass, Kollegialität und auch Professionalität gefunden. Lob an Tibor Nehr von Kawasaki! Der Cup läuft gut! |
||||||||||||||||||||||||||||||||||
Peter Huber von
Kawasaki Österreich freut sich über die tolle Beteiligung am Kawasaki ZX-6
Castrol Cup. Die Rennen sind spannend, die Fahrer geben Feuer ohne Ende und
die Zuschauer fiebern fest mit. So wie es jetzt aussieht wird es den Kawa
Cup auch in der nächsten Saison wieder geben. Doch bis dahin werden noch ein
paar ordentliche Rennen ausgetragen.
Hier die nächsten Termine: 12.+13.6. Autodrom Most (CZ) |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Nicht vergessen! Kommendes Wochenende (21.-23.5) finden am Hungaroring die nächsten Läufe zur Strassen-ÖM im Zuge der RTS-Veranstaltung statt. Ich bin wieder mit dabei und werde in der Langstrecken-ÖM angreifen. Franz Fuhl wird mir als Partner zur Seite stehen und für beste Rundenzeiten sorgen. |
Bericht vom 17.05.2004 | 7.421 Aufrufe