Yamaha R3 Cup: 5ter Lauf in Dijon

Wechselhaftes, doch erfolgreiches Wochenende in Dijon

Sintflutartige Regenschauer, zahlreiche Stürze und gewagte Überholmanöver. Beim fünften Lauf des Yamaha R3 Cup in Dijon ging es ordentlich zu. Trotzdem war das Wochenende nicht unerfolgreich für mich!

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Der 5te Lauf des bLU cRU Yamaha R3 Cups im Rahmen der Schweizer Meisterschaften liegt hinter mir. Diese fünfte Ausgabe des Cups trug die Bezeichnung Go-Pro-Round und der Preis für die schnellste Runde war eine von Valentino Rossi signierte GoPro Hero 7 White. Ich freute mich schon total auch das Event, trotz meines Sturzes beim letzten Rennen in Dijon. Der Stress der kürzlich vergangenen Klausuren-Phase war vergessen und ich wollte endlich loslegen und mich von meinen lieb gewonnenen Sponsoren Hauser und Partner, welche auch vor Ort waren, anfeuern lassen. Unterstützung bekam ich von meinem Mental Trainer Christian Lottermann.

Training beim R3 Cup in Dijon - Leihmaschine am Limit

Der erste Trainings-Tag am Freitag war okay. Bei vielversprechendem Wetter nahm ich mir vor von Anfang an Gas zu geben. Üblicherweise brauche ich an die drei Turns um in die Gänge zu kommen. Doch diesmal stellte ich schon im zweiten Turn meine Qualifikationszeit des letzten Dijon-Rennens ein. Trotz aller Mühen konnte ich mich leider nicht mehr steigern. Ich machte mir selbst zu viel Druck, während gleichzeitig die Angst zu stürzen in meinem Hinterkopf nagte. Mit dem Gedanken ein Leihmotorrad am Limit zu fahren kämpfe ich schon die ganze Saison hindurch. Ein Sturz mit der ausgeliehenen Yamaha würde auch den finanziellen Aus im R3 Cup bedeuten. Doch Christian Lottermann griff schnell ein und nahm mir mein Angst.

Pünktlich zum Qualifying zeigte sich das französische Wetter von der stürmischen Seite. "OKAY, eine Zeit-Runde muss drin sein und mit den Pirelli Supercorsa wird das schon gehen.", dachte ich mir. Schliesslich sind diese auch in der SP Variante auf der Strasse zulässig. Allerdings hiess es kaum dass ich die grüne Ampel hinter mir gelassen hatte, auch schon wieder "Abbruch!". So kam ich vollkommen durchnässt zurück in die Box. Das Qualifying wurde daraufhin aufgrund des Wetters auf den nächsten Morgen verschoben.

Qualifikation und Rennen im französischen Dauerregen

Der Samstag begann sehr gut mit einer neuen Bestzeit. Im Qualifying wurden dann alle noch mal schneller und ich konnte mich, ohne Windschatten, auf dem 18ten Startplatz platzieren. Damit war ich etwas unzufrieden. Im Rennen hatte ich einen super Start und bin auf Platz 16 vorgefahren, den ich auch verteidigen konnte. Das ganze Rennen über musste ich richtig beissen, um eine Leistung zu erbringen, mit der ich zufrieden sein konnte. Trotz harter Fights möchte ich mich bei meinen Konkurrenten bedanken- sie haben meine Schwachstellen enttarnt, sodass ich noch vor dem Rennen am Sonntag daran arbeiten konnte. Auch meine Sponsoren motivierten mich stark, nicht zuletzt durch die Unterstützung vor Ort.

Ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken liess den Rennsonntag spannend beginnen. Leider setzte Minuten vor dem Start hefitger Regen ein, der uns zwang die Regenreifen von Pirelli aufzuziehen. Die Anspannung unter den Fahrern war deutlich zu spüren, da es für die Hälfte des Feldes das erste Mal im Regen war. Die Strecke in Dijon, ist durch Bodenwellen, Furchen und rutschigen Asphalt eine echte Herausforderung. Spass im Regen stelle ich mir anders vor.

Bedingt durch meine Erfahrungen in meinem ersten Regenrennen vor drei Jahren auf einer R6, startete ich verhalten und wurde gleich einmal nach hinten durchgereicht. Egal, Krone richten aufstehen und weitermachen. Sicher ankommen lautet meine Devise und ich sollte Recht behalten, bereits nach Kurve zwei fliegt ein Kollege raus, klassischer Vorderradrutscher, nichts ungewöhnliches bei Nässe. In der zweiten Runde starte ich mein erstes Überholmanöver, immer wieder traf mich die Wasserfontäne ausgelöst vom Hinterreifen meines Mitfahrers und ich konnte nichts mehr sehen. Trotz einiger gelben Flaggen, fand ich nach und nach Gelegenheiten mich nach vorne zu kämpfen. Die schnelle Gruppe befand sich jedoch leider ausser Reichweite. Kurz vor Schluss wurde ich vom Sieger, Stephan Fossard überrundet und hängte mich dran. 2 Runden Vollgas- so macht Rennfahren Spass. Fazit: Gesamtplatz 10, meine ersten Punkte und ein somit erfolgreich absolviertes Regenrennen machen mich sehr stolz.

Ausblick auf das Saisonfinale - nach Kroatien auf Achse

Ich freue mich sehr auf das letzte Event beim Saisonfinale in Rijeka und kann es kaum erwarten wieder auf der Yamaha R3 zu sitzen. Dieses Mal reise ich zwei Wochen vorher an und erkunde Kroatien mit dem Motorrad. Schaut einfach auf dem 1000PS_official Instagramkanal vorbei und begleitet mich dabei.

Autor
Sabrina Sabel

SABRINA SABEL

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Bericht vom 24.08.2019 | 8.880 Aufrufe

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