TT - Der Film
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TT3D Closer to the Edge: Der Trailer läuft auch auf Youtube. |
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Der Film über die Tourist Trophy |
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Brandneuer Filmklassiker über die TT. Durch 3D Technologie mitten im Geschehen. | |
Es gibt ein paar Film-Klassiker, die kann man sich als (Renn-) Benzin-infizierter
Mensch tausend Mal anschauen. Le Mans gehört zum Beispiel dazu. Und
auch On any Sunday. Jetzt gibts in diesem Genre einen neuen Streifen,
der das Zeug zum Klassiker hat: den Film zur Tourist Trophy auf der Isle
of Man, mit dem Titel TT3D Closer to the Edge. Wie 3D schon darauf
hinweist: Es wurde in 3D gedreht.
Es ist nicht der erste Streifen rund um die TT. Da ist der Spielfilm
No Limit, aus dem Jahr 1936, mit George Formby in der männlichen
Hauptrolle. Gedreht wurden die Renn-Szenen während der TT 1935. Den Film
gibts auf DVD, und der ist bei Duke zu haben. Ein Spielfilm ist Closer to the Edge nicht. Es ist vielmehr eine Dokumentation, eine Bestandsaufnahme, die während der TT 2010 gedreht wurde. Das ist derart spannend, dass man während der knapp zwei Stunden Spieldauer niemals auf die Idee kommt, auf die Uhr zu schauen. Gleich vorweggenommen: Die 3D-Technologie wurde nicht für billige Tricks verwendet, um zum Beispiel die Racer aufs Publikum loszulassen, sondern man wird mitten ins Geschehen gebeamt, auf und an und um den Mountain Course herum. Unter anderem anhand langer Onboard-Kamera-Sequenzen. Dafür sieht man auch buchstäblich hautnah, was ein Fahrwerk zu tun hat, etwa wie eine Gabel auf Anschlag geht, zum Beispiel beim berühmten Ballaugh-Bridge-Sprung. Zentrale Figur der Story ist Guy Martin. Rund um ihn bauen sich die fünf Siege von Hutchinson auf, die Geschichte von TT-Legende John MacGuinness und die bisherige Renn-Laufbahn von Local Hero Conor Cummins, inklusive dessen Abflug von der Verandah aus der Hubschrauber-Perspektive. |
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Und auch Martin Loicht kommt vor: dreimal. Einmal im Bild, einmal per Nachrichten-Sprecher aus dem Off, einmal im Nachspann. Es wird nichts ausgelassen: nicht der Anachronismus und die Faszination, nicht die Begeisterung von Racern und Zuschauern, nicht die Siege und die Niederlagen, nicht die Unfälle und die Folgen, nicht die Gefahr und die Risiken, nicht die Witwe(n) und die Waisen. Das zeigt Regisseur Richard de Aragues pragmatisch, fast lakonisch. Ohne Voyeurismus. Es fliessen weder Blut noch Tränen. Es wird nicht ge- und bewertet. Er lässt die Menschen sprechen. Ein Insel-Bewohner drückt aus, was die TT für ihn ausmacht: Wen das nicht aufregt, der ist nicht am Leben! Einen Vorgeschmack dazu holen kann man sich unter www.tt3dmovie.com. | |
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Premiere at the Palace. | Auch eine Premiere: Hutchinson räumte 5 Siege ab. |
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So sehen die Fahrer aus (Guy Martin) und so (manchmal) ihre Motorräder. |
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Interessante Links:
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Text: Trixi Keckeis |
Bericht vom 06.05.2011 | 10.414 Aufrufe