BMW und Badovini

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BMW dominiert die Superstock WM. Neun Siege in Folge und nur ein zweiter Platz.
 

BMW und Badovini eine meisterliche Verbindung

Neun Siege in Folge, acht Pole-Positions und bereits nach sieben von zehn Rennen in der FIM Superstock Cup Serie 2010 der erste internationale Motorrad-Meisterschaftstitel für BMW Motorrad Motorsport.
 

Hinzu kommt noch der klare Sieg in der Konstrukteurswertung zwei Rennen vor dem Saisonfinale am ersten Oktober-Wochenende in Magny-Cours Ayrton Badovini und das Superstock-Team von BMW Motorrad Italia haben wirklich allen Grund zum Feiern.

Der diesjährige Gewinner des FIM Superstock Cup hat auf seiner S 1000 RR die gesamte Saison dominiert und sich die Meisterschaft mit einem gewaltigen Vorsprung von 99 Punkten auf seinen engsten Verfolger geholt.

Tatsächlich war sein zweiter Platz, den er im letzten Rennen der Saison belegte, das schlechteste Ergebnis des gesamten Jahres. Badovini, dem nun eine äusserst rosige Zukunft bevorsteht, spricht mit BMW Motorrad über ein fantastisches Jahr auf der RR, an das man sich noch lange erinnern wird.

Dominanz: Schlechtestes Saisonergebnis Platz 2.

 
Sie sind ein gefühlsbetonter Mensch, wie viel bedeutet Ihnen der Gewinn der Meisterschaft im FIM Superstock Cup? Er bedeutet mir alles. Ich habe das Gefühl, als sei das die Wiedergutmachung für die Zeit vor zwei Jahren, als es für mich nicht lief und ich die Meisterschaft verpasste. Ich bin einfach richtig stolz. Ich habe lange für diesen Augenblick gearbeitet und das Team und ich haben viel harte Arbeit investiert, um so weit zu kommen. Ich liebe es einfach, zu gewinnen, und das ist alles, was ich von jetzt an tun möchte.

Man sagt, dass die S 1000 RR ein starkes Package ist. Ist dieses Motorrad einfach perfekt auf Sie abgestimmt oder glauben Sie, dass Sie auch auf irgendeinem anderen Motorrad hätten gewinnen können? Den Erfolg verdanke ich zu einem grossen Teil meinem Team, das äusserst professionell arbeitet und auf diesem Niveau sehr stark ist. Wir haben mit der BMW mit Sicherheit ein grossartiges Motorrad, aber ein grossartiges Motorrad allein reicht nicht aus, um solch einen Titel zu gewinnen. Man braucht ein intelligentes Team, das in der Lage ist, einem das zu geben, was man braucht und was noch wichtiger ist was man braucht, um zu gewinnen. Das Team versteht es ausserordentlich gut, mir genau das zu geben, was ich benötige, um auf jeder Rennstrecke zu gewinnen. Es weiss, wie man das richtige Setting für das Motorrad findet, das erleichtert mir die Arbeit enorm. Wir haben im Winter viel getestet, um sicherzustellen, dass das Motorrad soweit ist und ich habe auch hart trainiert, um sicherzustellen, dass ich fit und vorbereitet bin. Körperlich fühle ich mich auf den Punkt unglaublich stark, wenn ich in die Rennen gehe, und ich denke über niemanden anderen nach. Und das hat den Unterschied gemacht. Um auf diesem Niveau zu gewinnen, muss man ein gutes Motorrad, ein gutes Team und einen guten Fahrer haben. Nur dann kann man an Siege denken.

Wie war die Reaktion der Unternehmensleitung von BMW in Deutschland auf Ihren Sieg und den Gewinn des Konstrukteurstitels für BMW? Sie haben natürlich meine Bemühungen in diesem Jahr unterstützt. Sie verfolgen meine Fortschritte mit sehr viel Aufmerksamkeit und feiern jeden meiner Siege mit mir. Ich bin sicher, dass sie sich darüber freuen, dass die S 1000 RR die Meisterschaft dominiert und Rennen gewinnt.

Wie hat man zu Hause in Italien auf Ihren Erfolg reagiert? Bevor ich in diesem Jahr gestartet bin, hatte ich keinen einzigen Fan. Aber jetzt habe ich welche! Natürlich haben meine Freunde und meine Familie meinen Erfolgen und meinen Fortschritten sehr viel Beachtung geschenkt, aber jetzt bekomme ich noch viel mehr Aufmerksamkeit. Die Leute fangen an, mich zu erkennen und meine Erfolge anzuerkennen. Das ist ein tolles Gefühl und spornt mich an, mich noch mehr anzustrengen. Seit Beginn dieses Jahres hat sich definitiv einiges geändert.

Was machen Sie, um sich vom Rennsport zu erholen? Ich kann mich nicht erholen! Ich trainiere die ganze Zeit. Ich treibe immer Sport, fahre Rad oder trainiere im Fitnessstudio. Wenn ich mal einen Tag frei habe, nagt es an mir und ich habe das Gefühl, dass ich etwas machen muss. Ich liebe es einfach, mich zu fordern, egal was ich mache, und ich versuche immer, mich zu verbessern. Ich habe dieses unkontrollierbare Gefühl in meinem Kopf, das mich ständig antreibt. Ich liebe es!

Wie werden Sie sich selbst für Ihren Erfolg in diesem Jahr belohnen? Ein Sieg im Rennen ist die einzige Belohnung, die ich will. Mehr brauche ich nicht. Rennsiege sind der perfekte Lohn für das Team, meine Freunde, meine Familie und mich. Es ist ganz einfach.

Was für einen Wagen fahren Sie? Ich habe gar kein Auto! Ich lasse mich von meiner Freundin fahren oder manchmal fahre ich ihren Wagen. Hoffentlich kann ich mich nach diesem Jahr mit einem schönen BMW belohnen. Oder vielleicht will BMW mich ja belohnen!? Wer weiss...

Fahren Sie auch auf der Strasse oder sind sie nur im Training auf dem Motorrad unterwegs? Ja, ich liebe es, auf den Strassen ausserhalb der Rennstrecke zu fahren. Leider habe ich im Augenblick keine BMW, daher fahre ich mit meiner geliebten MV Augusta. In diesem Sommer stellte mir BMW Motorrad Italia eine BMW R 1200 GS zur Verfügung und ich habe mich total in sie verliebt. Ich bin an einem einzigen Tag 1300 km mit ihr gefahren. Das ist verrückt, ich weiss, aber ich finde es einfach toll. Es macht richtig Spass, sie zu fahren. Man ist ganz anders und viel entspannter unterwegs.

Sie sind bereits in der Superbike-Weltmeisterschaft gefahren. Wie gross sind die Unterschiede zwischen diesen beiden Klassen? In der Meisterschaft herrscht ein starker Wettbewerb, ausserdem starten dort einige der besten Rennfahrer der Welt. Aber genau das liebe ich daran. Ich will gegen die besten Jungs der Welt fahren, um mich zu verbessern und mich selbst dazu zu treiben, diesen einen Schritt weiter zu gehen. Hoffentlich wird das auch im nächsten Jahr der Fall sein.

Wie wird Leon Haslam Ihrer Meinung nach auf der BMW abschneiden? Leon ist zweifellos ein grossartiger Fahrer, das hat er das ganze Jahr über bewiesen. Er hat sich den zweiten Platz in einer Meisterschaft gesichert, in der etliche Topleute mitfahren. Ich glaube, dass wir im kommenden Jahr ein grossartiges Motorrad und einen grossartigen Fahrer zu sehen bekommen, und er kann vorne mitfahren. Das Motorrad wird bis zum Beginn der kommenden Saison noch viel besser werden und Leon bringt alles mit, um erneut zum Kreis der Anwärter auf den Titel zu zählen.

Wer wäre der ideale Teamkollege für Sie? Das weiss ich wirklich nicht. Im Moment haben wir ein wunderbares Team und es herrscht eine echte Familienatmosphäre. Das bleibt hoffentlich so, egal wer mein neuer Teamkollege wird. Natürlich möchte ich dazulernen und mich verbessern. Daher freue ich mich darauf, mit jedem zusammenzuarbeiten, der mir dabei helfen kann und mich dazu antreibt, mich selbst zu fordern.

Woher nehmen Sie Ihren Kampfgeist und Ihren Siegeswillen? Ich weiss es wirklich nicht. Mein Vater und meine Mutter haben nie etwas mit dem Rennsport zu tun gehabt. Sie arbeiten zu Hause in Italien in einer Fabrik, daher weiss ich es wirklich nicht. Sie haben viele Opfer gebracht, damit ich soweit kommen konnte, und ich denke, das ist es, was mich antreibt. Ich möchte Erfolg haben und mich so dafür bedanken, dass sie in der Zeit, in der ich als aufstrebender Rennfahrer aufwuchs, so hart für mich gearbeitet und sich so sehr für mich eingesetzt haben. Sie haben diese Meisterschaft für mich möglich gemacht und ich werde ihnen dafür immer dankbar sein. Ich hoffe, ich kann das auch in den kommenden Jahren mit Erfolgen honorieren.

Was ist Ihr Ziel für 2011? Die Ziele für mich im nächsten Jahr sind klar: Ich werde härter trainieren als jemals zuvor, damit ich topfit bin. Ich möchte sicherstellen, dass wir in der Saisonvorbereitung ein gutes Bike entwickeln, so dass wir mit einem guten Gefühl und kampfbereit in das neue Jahr gehen. Ich möchte von meinem Umfeld lernen, um mein fahrerisches Können und mein Gefühl für das Motorrad weiter zu verbessern. Mein Hauptziel ist es jedoch, der schnellste Fahrer auf einer BMW zu sein, denn wenn ich das schaffe, dann weiss ich, dass ich gute Arbeit abliefere.

 

   

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Text: kot
Fotos: BMW

Autor

Bericht vom 13.10.2010 | 3.540 Aufrufe

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