SBK News
Troy Bayliss zeigte sich auf Phillip Island mit zwei Laufsiegen entfesselt hinter dem Ducati-Star ging es jedoch drunter und drüber.
Superbike News |
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Tubulenter Abschied für Bayliss | |
Xerox-Ducati-Star Troy Bayliss setzte auf Phillip Island nach der Pole vom Samstag mit dem Doppelsieg vor mehr als 65.000 Landsleuten bei seiner Abschiedstour eine endrucksvolle Duftmarke. Markenkollege Max Biaggi hatte dagegen nicht das Glück auf seiner Seite. Den Sterilgarda-Ducati-Fahrer ereilte in seiner Superpole-Runde ein seltenes Missgeschick, als in der Aufwärmrunde an seiner 1098er-Ducati der Schalthebel brach, damit war Biaggi hilflos und rollte frustriert aus. Weil er das Qualifying auf dem achten Rang beendet hatte, wurde er gemäss Reglement auf den letzten Platz in der übernächsten Reihe versetzt, als Position 16. | |
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Bayliss im Alfa Spider |
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Biaggi: Auch Pech im Rennen | |
In den beiden Rennen zeigte der Ducati-Neuling dennoch seine grosse fahrerische Klasse und stürmte innerhalb weniger Runden auf die Ränge zwei und drei. In beiden Rennen beendete jedoch ein Sturz die Bemühungen des vierfachen 250er-Weltmeisters. Vor allem der Abflug im zweiten Rennen am Ende von Start/Ziel im Bremsduell mit Fonsi Nieto war mehr als Furcht erregend, zumal die durch die Luft wirbelnde Ducati den Italiener im Kiesbett nur um Haaresbreite verfehlte. Biaggi brach sich die rechte Hand, sollte jedoch in fünf Wochen in Valencia wieder fahren können. | |
Duell der spanischen Spätbremser | |
Carlos Checa sicherte sich für das HANNspree-Ten-Kate-Team im zweiten Rennen endlich den ersehnten Podestplatz. Der Katalane setzte sich gegen seine Landsleute Fonsi Nieto und Ruben Xaus durch. Ich hatte das bessere Motorrrad, aber Checa war auf der Bremse sehr stark, erklärte Nieto nach dem Rennen. Mit Checa, Nieto und Xaus holten die Spanier im zweiten Rennen die Ränge zwei, drei und vier. Nieto liegt in der WM mit 61 Punkten auf Rang zwei und gibt zusammen mit seinen Kollegen vor allem Promoter Paolo Flammini Grund zur Hoffnung, dass in Valencia Anfang April auch endlich die spanischen Fans auf den Geschmack der Superbike-WM kommen. | |
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Wer holt sich den Alfa Sportwagon? | |
Serien-Co-Sponsor Alfa Romeo tritt in dieser Saison noch grossflächiger im Rahmen der Superbike-WM auf. Die Italiener statten Promoter FGSport mit den neuen Fahrzeugen aus. Die Traditionsmarke aus dem Fiat-Konzern lobt zudem für den Sieger der Superpole-Statistik 2008 einen brandneuen und bestens ausgestatteten Alfa 159 Sportwagon aus. In der Wertung geht es jedoch nicht wie in der MotoGP-WM um die Addition der Superpole-Zeiten, sondern die Anzahl der einzelnen Superpole-Siege. Derzeit liegen die Australier Troy Corser und Phillip-Island-Polesitter Troy Bayliss mit je einer Pole ex equo im Alfa Romeo Superpole Award voran. | |
Neukirchner mit Fehlern | |
Vor drei Jahren stand Max Neukirchner bereits mit der Klaffi-Honda in der ersten Startreihe und preschte dann im Rennen sogar auf einen dritten Rang. Diesmal verpatzte die deutsche Alstare-Suzuki-Hoffnung nach den Rängen vier und sieben das Superpole-Qualifying und reihte sich in der zweiten Startreihe ein. Mit neuen Reifen scheint es, als könnte ich sehr ruhig und sanft fahren, ohne irgendein Problem, aber sobald ich viel Druck mache, gibt es Hinterradrutscher. Phillip Island ist eine grossartige Strecke, aber es ist auch ein Kurs, wo du überall perfekt fahren musst, wenn du eine wirklich gute Rundenzeit erzielen willst. Ich habe in meiner Superpole-Runde gleich im ersten Sektor Fehler gemacht. Obwohl ich dann in den Abschnitten zwei und drei schnell war, hat mit das Missgeschick zurück geworfen. Im Rennen verkaufte Neukirchner im Duell mit Haga im zweiten Lauf teuer und hielt den Japaner hinter sich. Die Ränge fünf und sieben in den beiden Rennen bringen Neukirchner vorläufig auf den sechsten WM-Zwischenrang. | |
Gazza: Freud und Leid | |
Garry McCoy zeigte sich diesmal im Qualifying mit der Triumph 675 nicht derart stark wie in Katar vor einer Woche. Obwohl der 35-jährige Australier damals mit einem Schienbeinbruch und starken Schmerzen fuhr, kam er auf Startplatz sieben. In seiner Heimat musste Gazza im Supersport-WM-Lauf von Startplatz 17 losbrettern. Um ehrlich zu sein, war mir nicht klar, warum es im Qualifying nicht so gut gelaufen ist, erklärte McCoy, der 2004 mit der Caracchi-Ducati auf Phillip Island ein Rennen gewinnen konnte. Im Qualifying war etwas mehr Wind und die Streckentemperaturen sind etwas angestiegen. Ich hatte deutlich weniger Haftung, als zuvor. Es war frustrierend, weil es in den Trainingssessions davor ganz gut gelaufen ist. Unser Paket funktioniert im Rennen etwas besser, als wenn es um eine schnelle Runde geht. McCoy behielt Recht und kam bei den australischen Festspielen in der Supersport-Klasse als drittbester heimischer Pilot auf Platz sechs. | |
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Text: Johannes Orasche |
Autor
Bericht vom 03.03.2008 | 3.533 Aufrufe