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Superbike News |
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Starke Show in Katar |
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Mit Suzuki, Ducati und Yamaha fahren zumindest drei Hersteller um den WM-Titel. Bei Alstare Suzuki feierte die Familie Batta einen erfreulichen Saisoneinstang mit den Neulingen Fonsi Nieto und Max Neukirchner, der bereits 2007 in Magny Cours bei den Battas eine Suzuki GSX-R steuerte. Für den Spanier Fonsi Nieto war der Laufsieg in Durchgang zwei sein erster Sieg seit dem 250er-GP-Sieg im Jahr 2003 im britischen Donington, damals auf der Aspar-Aprilia. Das Zuschaueraufkommen war in Katar erneut eher dürftig, bleibt abzuwarten, wie viele Fans die MotoGP-WM am 9. März beim Nachtrennen an die Strecke lockt. |
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Neukirchner nahe am Laufsieg |
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Der Sachse Max Neukirchner preschte von Startplatz vier im ersten Durchgang an die Spitze und hielt diese auch bis zu Rennmitte, als Bayliss aufmüpfig wurde. Später kamen bei Neukirchner einige Slides und körperliche Probleme dazu. Wenige Runden später hatte sich der Xerox-Ducati-Star durchgesetzt und Neukirchner rutschte noch auf den fünften Platz zurück. | |
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Neukirchner nach der Superpole |
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Biaggi lässt sich überlisten | |
Max Biaggi zeigte im ersten Rennen auf der Piste
von Losail eine starke Fahrt und kämpfte sich mit der Sterilgarda-Ducati
bis zur Rennmitte von Rang vier an die Spitze des Feldes. Der Römer
musste sich aber in der letzten Runde dem gewieften Bayliss beugen, der
Biaggi an seinem zweiten Laufsieg in Katar nach 2007 hinderte. Damals
wie 2008 sorgte Biaggi dennoch für Kopfschütteln bei den Experten, denn
der 36-Jährige war erstmals mit einer Ducati in einem WM-Lauf unterwegs,
2007 war es sein Superbike-WM-Einstand mit der Suzuki. So holte Bayliss
den ersten Laufsieg mit der 1098er-Ducati. Corser: böse Überraschung Troy Corser preschte am Samstag souverän zu seiner 42. Pole. Am Sonntag war der Australier über die Renndistanz machtlos. Im ersten Rennen gelang dem zweifachen Weltmeister noch Rang drei. Später, bei etwa fünf Grad höheren Temperaturen auf der Rennstrecke, war Corser, der anfangs sogar in Führung lag, als Siebter genauso wie Teamkollege Noriyuki Haga auf verlorenen Piste. Für den Japaner gab es gar nur die Ränge 13 und 14, jedoch nicht aus eigener Schuld. Im ersten Rennen rammte angeblich Biaggi das Vorderrad des Japaners. Das Chattering am Heck war bei Haga im zweiten Rennen derart heftig, dass er Mühe hatte, den Lenker der R1 zu halten. Bis Phillip Island am Sonntag ist deshalb Regeneration angesagt. |
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Kawasaki in Problemen | |
Völlig unerwartet waren an den ersten beiden Trainingstagen in Katar die PSG-1-Kawasaki-Piloten völlig von der Rolle. Bertocchi-Kawasaki-Pilot Ayrton Badovini, ein Superbike-WM-Neuling, schaffte es als einziger in die Superpole, wo er jedoch nur auf den 16. und letzten Platz kam. Erst im Rennen am Sonntag zeigte der ehemalige MotoGP- und Superbike-WM-Laufsieger Makoto Tamada mit einem zwölften Rang viel Kampfgeist. Routinier Regis Laconi holte mit der zweiten PSG-1-Kawasaki als 15. einen Punkt. Nach dem Abgang des neu berufenen Teamchefs Virginio Ferrari braucht PSG-1 wohl noch einige Zeit. | |
Fehlersuche bei Honda | |
Das HANNspree-Honda-Team erlebte im Gegensatz zu den beiden vergangenen Jahren in Katar einen verpatzten Saisonauftakt. Carlos Checas sechster Rang im ersten Durchgang war das höchste der Gefühle. Der Katalaner war auch im Qualifying einziger Honda-Fireblade-Pilot unter den Top-Ten. Ryuichi Kiyonari war weit von den WM-Zählern entfernt. Dem erfahrenen Japaner machten die Pirelli-Reifen arg zu schaffen. Das Haftungsniveau war für den Japaner nicht ausreichend. In den vergangenen Jahren war Kiyonari zwar auf der Fireblade in der BSB unterwegs, der kleine aber feine Unterschied waren die Dunlop-Reifen. | |
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Text: Johannes Orasche |
Bericht vom 25.02.2008 | 3.905 Aufrufe