Boxentratsch SBK

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Die Stars der Superbike-WM um Max Biaggi, James Toseland, Troy Corser, Fonsi Nieto, Ruben Xaus und Lorenzo Lanzi trafen sich am Donnerstagnachmittag wie schon im Vorjahr zum lockeren Stelldichein im feudalen Stützpunkt des italienischen Syndikats Mascalzone Latino.
 
 

SBK-Protogonisten im Yachthafen

 

Die Stars der Superbike-WM um Max Biaggi, James Toseland, Troy Corser, Fonsi Nieto, Ruben Xaus und Lorenzo Lanzi trafen sich am Donnerstagnachmittag wie schon im Vorjahr zum lockeren Stelldichein im feudalen Stützpunkt des italienischen Syndikats Mascalzone Latino. Im Yachthafen von Valencia herrscht derzeit bereits rege Betriebsamkeit. Im Rahmen des Luis Vuitton Cup 2007 werden die Gegner der Schweizer Alinghi-Truppe ermittelt. Die Finalregatten um den Americas Cup finden in Valencia zwischen dem 23. Juli und dem 7. August statt. Der Auftakt zu den Auscheidungsregatten erfolgte am Wochenende. Am Samstag liessen sich Valencia auch Valentino Rossis Yamaha-MotoGP-Teamchef Davide Brivio und Honda-250-Werkspilot Shuei Aoyama blicken.

 

 

Biaggi beeindruckt die Gegner

 

Max Biaggi plagten im ersten Rennen von Valencia Probleme mit der Frontpartie seiner GSX-R-Alstare-Corona-Suzuki. Im Kampf gegen seine Landsleute Michel Fabrizio und Lorenzo Lanzi zog Biaggi daher den Kürzeren. Im zweiten Rennen startete der 35-jährige Römer eine entfesselte Aufholjagd vom zwölften Startplatz. "Ich habe einen guten Rhythmus gefunden und konnte auf die Gegner Boden gut machen. Am Beginn ist es immer schwierig, denn mit neuen Reifen sind alle Fahrer schnell", erzählte Biaggi. "Am Schluss von Lauf 2 habe ich Haga an einer Stelle attackiert, an der er nicht mit einem Angriff gerechnet hat."

 

Le-Mans-Langstrecken-Debüt von Neukirchner!

 

Sehr gespannt darf man bei den 24Stunden von Le Mans am kommenden Wochenende auf das Debüt von Suzuki-Germany-Pilot Max Neukirchner sein. Der Sachse war bei den Tests vor zwei Wochen bereits beeindruckend schnell. Suzuki-Europa-Manager Bert Poensgen legt sogar noch eins drauf: Max war bei den Tests teilweise sogar schneller als die Castrol-Suzuki-Werksfahrer, berichtet der Gönner des Deutschen.

 

BMW wagt den Schritt


Neben Neukirchner sind der belgische Routinier Stephane Mertens, der Deutsche Rico Penzkofer und der Österreicher Thomas Hinterreiter für das Werksteam von BMW am Start. Der erste professionelle Langstrecken-Auftritt der Bayern mit der BMW 1200 wird mit Spannung erwartet. Als Ersatzfahrer wurde Markus Barth nominiert, der bei BMW zudem in der Motorrad-Entwicklung tätig ist. Alle vier BMW-Fahrer waren auch im BMW-Boxer-Cup engagiert, der vor einigen Jahren noch im Rahmen der Motorrad-WM ausgetragen wurde. Zu den Favoriten in Le Mans zählt neben den beiden Suzuki-Werksmannschaften auch noch die GMT-Yamaha-Truppe, die neben der Supersport-WM nur noch die Langstrecken-Klassiker bestreitet. Aussichtsreiche Teilnehmer aus deutschsprachiger Sicht sind auch Bolliger Kawasaki und die Mannschaft von Yamaha Austria unter Teamchef Mandy Kainz.

 

Charpentier: Saison schon gelaufen?

 

Sebastien Charpentier muss nach einer letzten Untersuchung am Mittwoch vor dem Rennwochenende seine Teilnahme absagen. Die Ärzte haben bei Sebastien neben dem Haarriss im Beckenboden einen Bruch des letzen Rückenwirbels entdeckt, erklärte HANNspree-Sprecherin Beth Robinson. Es wäre für ihn wohl auch von den Schmerzen her nicht auszuhalten gewesen. Charpentier liegt in der WM-Tabelle nach vier von zwölf Rennen aussichtslos zurück. Der Doppelweltmeister wurde in Valencia vom Australier Andrew Pitt (31) ersetzt, der nach dem vorläufigen Rückzug von Ilmor aus der MotoGP-WM viel Freizeit hatte.

 

Ducati macht ernst

 

Das Thema Ducati und der Einsatz von 1200er-Motorräder ab 2008 war auch in Valencia allgegenwärtig. Im Moment sind mehrere Szenarien vorstellbar. Ducati könnte 2008 vom SBK-Board (FGSport und FIM) das Zugeständnis erhalten und die 1200er einsetzen. Dennoch verwirrend: Ducati verkauft derzeit die neue 1098er wie warme Semmeln. In der SBK setzt man mit viel Tuningaufwand die 999er ein und für 2008 wäre es dann eine 1200er-Version, die aber wieder nicht exakt der Strassenversion entsprechen würde. Wenn den Italienern dieser Wunsch nicht erfüllt wird, kündigt das Werk einen Ausstieg an. Fragt sich nur, wo Ducati sonst seine Strassentechnologie präsentieren will. In den USA erfolgte Ende 2006 der Ausstieg aus der AMA-Superbike-Meisterschaft um die Kräfte für die MotoGP und SBK zu bündeln. Der Wechsel von Ex-Superbike-Projektleiter Paolo Ciabatti zu Promoter FGSport könnte dennoch etwas mit der nahenden Entscheidung in dieser Causa zu tun haben

 
 

Auftakt im Suzuki-GSX-R-European-Cup

 

In Valencia startete auch der Suzuk-GSX-R-European-Cup in die neue Saison. Der Markencup wird zum dritten Mal ausgefahren und wurde 2005 von Bert Poensgen ins Leben gerufen. Die deutschen Farben vertreten in dieser Saison Florian Kresse, Dominic Lammert und Oliver Skach. Lammert fährt das zweite Jahr im Cup und gewann das Rennen am Sonntag. Für Österreich geht der ehemalige Supermoto-Pilot Roland Resch mit einer GSX-R 750 an den Start und fuhr prompt auf Platz 8. Landsmann Rene Mähr beendete die Nachwuchsserie 2006 in seinem zweiten Jahr auf Platz 2 hinter dem überragenden Belgier Xavier Simeon und fährt in dieser Saison eine Yamaha R1 im FIM-1000-Cup. Die Schweiz wird von Patric Muff und Raphael Chevre vertreten. Mit der ehemaligen tschechischen GP-Pilotin Marketa Jankova und der Italienerin Alessia Polita befinden sich auch zwei Damen im 16-köpfigen Teilnehmerfeld der Fixstarter des GSX-R-750-Cup.

 

Die weiteren Termine im Suzuki GSX-R European Cup:
15. April: Valencia/E
29. April: Assen/NL
27. Mai: Silverstone/GB
17. Juni: Misano/I
9. September: Eurospeedway Lausitz/D
7. Oktober: Magny Cours/F
 

Links:
http://www.gsxr-cup.com
http://www.ducati-racing.com
http://www.suzuki-racing.com
 

Text: Johannes Orasches
 



 

 

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Bericht vom 20.04.2007 | 4.746 Aufrufe

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