SBK Valencia

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Österreicher News aus Valencia. Rollo Resch und Rene Mähr mit super Leistungen.
 

"Ich will in die Superbike-WM"

 
Die Auffassung, dass in Österreich kaum Talente zu finden sind, kann man nach dem Wochenende in Valencia und den Leistungen von Rene Mähr und Roland Resch klar widerlegen. Für Österreichs Supermoto-Meister Roland Resch war die Teilnahme am GSX-R- 750-European-Cup ein Glücksfall. Andi Meklau überredete Resch im Winter zu ersten Testfahrten auf dem Pannoniaring. "Dann hiess es, für den Suzuki GSX-R-750-European-Cup sei noch ein Platz für einen talentierten Piloten offen", erinnert sich Resch. "Offroad war eigentlich nie so richtig mein Metier und so gesehen bin ich jetzt im Suzuki-GSX-R-750-Cup sehr gut aufgehoben."

Resch hat auch schon ein klares Ziel vor Augen. "Ich will in die Superbike-WM, das ist ganz klar mein Ziel."

 
 
 

Unterstützung vom Chef persönlich

 

Resch bekam am Valencia-Wochenende eigens Unterstützung von Reitwagen-Macher Andreas Werth. "Am Beginn lagen wir mit der Gabelvorspannung etwas daneben, aber als wir das korrigiert hatten, ist es auch auf der Piste gut gelaufen", freute sich Resch, der seine GSX-R auf Startplatz 5 stellte.
 

 

Tipps vom Landsmann

 

Das Rennen wurde vier Runden vor Schluss abgebrochen, nachdem ein Pilot nach Start-Ziel Öl verloren hatte. Resch war einer der nachkommenden Piloten, die auf der Ölspur ausrutschten. In der Wertung kam jedoch der Stand in der Runde zuvor und somit holte sich Resch Platz 8. Rene Mähr als Gesamtzweiter des GSX-R-750-European-Cup 2006 stand dem Niederösterreicher mit Tipps zur Seite. "Ich war auf meiner letzten Quali-Runde bis zur Kurve vor Start-Ziel auf Pole-Kurs, bin dann aber leider geradeaus in den Kies gefahren", schildert Resch. Der Deutsche Dominic Lammert gewann das Rennen souverän.

 

Rene Mähr: gelungene Talentprobe

 

Der Vorarlberger Rene Mähr fühlt sich in der Satelliten-Truppe von Michael Galinskis MGM-Team unter der Leitung von Van der Heyden sehr glücklich. "Das Motorrad läuft ausgezeichnet, muss ich sagen. Donington war nicht wirklich leicht, aber hier in Valencia ist es deutlich besser gelaufen", stellte der Zweite des Suzuki-GSX-R-750-European-Cup von 2006 fest.  Im Rennen, das bei Halbzeit wegen eines Unfalls abgebrochen und neu gestartet werden musste, schaffte Mähr den guten siebten Rang. "Die Reifenwahl hat gepasst, vorne Regen- und hinter Trockenreifen, das sagt ja schon alles", erklärte der Feldkircher.

 

Quelle: http://www.rene-maehr.a

Immer an der Kippe

 

"Man ist fast immer in Sturzgefahr. Im ersten Teil des Rennens waren die Regenreifen bei abtrocknender Piste nach wenigen Runden bereits wie Slicks", schilderte Mähr. "Auf der Start-Ziel-Geraden hatten wir derartig viel Wheelspin, dass der Motor schon 300 Meter früher als sonst ausgedreht hat. Die Piste muss man sich in der Einführungsrunde sehr gut anschauen, um dann bescheid zu wissen. Ich mache das mit dem Fuss und mit der Hinterbremse."
Die ersten Rennen zum lernen, Ab Mitte Saison muss 5 in jedem Rennen möglich sein."
 

 

Tode will nach oben

 

Arne Tode gewann 2006 in der IDM souverän den Supersport-Titel. Der Wahl-Mannheimer will dennoch nichts mehr von der heimischen Rennszene wissen. "Ich kann zehn Mal deutscher Meister werden, zu internationalem Aufsehen oder für eine internationale Karriere wird es mir nicht helfen", ist Tode überzeugt. "Das Umfeld der Superbike-WM ist für mich ein idealer Platz. Man kann sich auch mal einen schwächeren Tag leisten. Aber wenn es gut läuft, dann sind hier alle Leute dabei, die für die weitere Karriere wichtig sind. Ausserdem ist der 1000-FIM-Cup das ideale Sprungbrett für die Superbike-WM. Die Supersport-WM-Klasse ist in meinen Augen eher nicht mehr so wichtig." Tode fährt eine CBR 600 im Team Van Mol. "Die Technik übernimmt aber das Alpha Technik Team, mit denen ich auch unbedingt weiter zusammenarbeiten möchte." In Valencia lief es nicht nach Plan: Nach Startplatz 13 kam Tode in der Addition der beiden Rennen nach zwei verpatzten Starts nur auf Platz 15.
 

Quelle: http://www.arnetode.de

 

 

Giuseppetti als Teilzeitrennfahrer

 

Der ehemalige 125er-Grand-Prix Pilot Dario Giuseppetti übt seinen Job als Rennfahrer im Moment nur im Teilzeitmanagement aus. "Ich arbeite zu Hause bei meinem Vater im Unternehmen und möchte dieses auch irgendwann mal übernehmen", erklärt Giuseppetti. Wie Arne Tode will auch Giuseppetti nicht viel von der IDM wissen. Es wird wohl nur einen Einsatz im Rahmen des Wochenendes auf dem Nürburgring geben." Der Berliner fährt 2007 im Team von Michael Galinski zusammen mit Didier Vankeymeulen, Rene Mähr und Timo Gieseler eine Yamaha R1. "Leider bin ich sehr wenig zum Testen gekommen, weil wir das Motorrad später bekommen haben. Zudem hat mich in Donington eine Magen-Darm-Grippe geplagt. Aber ich denke aber, dass wir das Fahrwerk rasch in den Griff bekommen werden. Der Umstieg von WP auf Öhlins erfordert einige Änderungen, es gibt mehrere Einstellungsstufen am Fahrwerk."

 

Neue Rennstrategie ist gefragt

 

Der ehemalige GP- und IDM-Superbike-Pilot Giuseppetti hat noch etwas Mühe mit der Rennstrategie. "Die eher kurzen Renndistanzen im Superstock-FIM-Cup sind für mich natürlich etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn ich den Rhythmus gefunden habe, sind wir meist schon gegen Rennende, aber auch das sollte lösbar sein." Im Rennen kugelte sich Giuseppetti die Schulter nach einem heftigen Highsider die Schulter aus und muss eventuell mit einer Operation rechnen.
 

Text: Johannes Orasches
 

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Bericht vom 19.04.2007 | 3.812 Aufrufe

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