RTS Weekend Most
Die Anfahrt nach Most war diesmal besonders frustrierend. Eigentlich wollte die Youngtimer Racing Legende Wolfgang H. gemeinsam mit mir nach Most anreisen. Treffpunkt um 06:00 Uhr in Baden. Doch um 05:45 Uhr erklang der verrückte Frosch am Handy und Wolfgang H. erteilte mir eine Absage:" Du Nils! Fahr alleine! Ich hatte heute morgen das erste mal seit 10 Jahren wieder eine Morgenlatte ohne pharmazeutische Hilfsmittel. Da muss ich was draus machen. Ich komm nicht mit. Sorry!" Also waren mein Fiat Scudo und ich ganz alleine. Doch schon nach 4,5 Stunden waren wir in Most angekommen. Dort kümmerte sich mein Teamkollege Matthias gerade um das Langstrecken Zeittraining. Ich selbst fuhr vor der Mittagspause noch ein paar Runden auf der Strecke in Most und fühlte mich erstaunlich wohl. Einige Zuseher nach meinem ersten Turn: "Oida Nils! Du bremst ja total spät auf der Start-Ziel-Geraden." Stimmt genau. Ich wusste auch nicht, dass nach der Start-Ziel seit heuer eine enge erste Gangschikane und keine 250km/h Kurve mehr ist. Das war das härteste Bremsmanöver meines Lebens. Die neue Schikane bietet leider bei weitem nicht mehr den mörderischen Nervenkitzel wie das alte Nadelöhr. Aber dafür gibt es dort die Möglichkeit für heftige Anbremsduelle und hoffentlich weniger Unfälle. Die Zeiten von Most sind auf alle Fälle nicht mit denen vom Vorjahr zu vergleichen. |
|||||||||||||||||||||||||
![]() Kaminfeuer-Romantik beim Ausblick auf der Rennstrecke. |
|||||||||||||||||||||||||
2. Lauf zur Langstrecken ÖM 2005 | |||||||||||||||||||||||||
Das Langstreckenevent fand wie immer in der heurigen RTS Saison am Freitag statt. Am Vormittag Zeittraining und freies Fahren, am Nachmittag das 3h Stunden Rennen. So ist das Event für alle Teilnehmer an einem Tag zu schaffen. Am weitesten kamen beim Rennen im Most die beiden MPU Racer Sepp Unger und Andi Savonith. Diesmal lief einfach alles perfekt. Mit der 2-Stop Strategie hatte man eine perfekte Basis für einen Sieg. Sepp Unger fuhr den ersten Turn mit 55 Minuten. Dann Andi Savonith mit 70 Minuten und Sepp fährt das Rennen dann in 55 Minuten zu Ende. Knapp aber doch erreichten die beiden ohne Schieben jedesmal den Fahrerwechsel. Das Bridgestone Austria Duo Schaffernak / Jetschko war zwar ebenfalls sehr schnell unterwegs, aber immer ein kleines Bisserl langsamer als die MPU Mannschaft. In der Mitte des Rennens hatte die Jetschko Boxencrew fest zu schrauben. Werksmichl musste ein rinnendes Öhlins Federbein wechseln und kam so einmal ein wenig ins Schwitzen. Am Ende waren das NÖ / STMK Duo auf Platz 2 und holt damit die Führung in der Gesamtwertung. Als Gaststarter waren diesmal Witzeneder und Pehersdorfer mit dabei. Just for Fun fuhren die beiden das 3 h Rennen mit und waren sehr schnell unterwegs. Witzi fuhr überhaupt die schnellsten Rennrunden und das Honda Duo holte just for Fun Rang 3. Evtl. sind sie jetzt ja auf den Geschmack gekommen und stehen bei den nächsten beiden Läufen ebenfalls mit am Start. Auf Platz 4 kamen die steirischen Racer rund um Bertl K. ins Ziel. Nach dem 3. Platz am Hungaroring weitere wertvolle Punkte für die steirischen Racing-Freaks. Das Romimoto Duo mit Daniel Männer und Heli Treitler kam auf Rang 5. Heli Treitler war mit seinen Zeiten an diesem Wochenende nicht zufrieden. Da ist noch mehr drinnen meint der Heli. Dafür war der Daniel Männer umso schneller und am Ende konnten sie den MSC Sierning und das Team Bogoly hinter sich lassen. Ich selbst ging mit dem Matthias Schaffarich von der Bogoly Boxencrew ins Rennen. Unsere Teamstrategie war relativ bescheiden: "Nicht letzter werden und nicht stürzen". Wir lagen bis kurz vor Ende des Rennens auf dem begehrten 15 Rang. Hier hätten wir immerhin noch einen heissen Langstrecken ÖM Punkt mit genommen. Wäre da nicht da famose Aufholjagd vom ACC Racing Team Ankowitsch / Unfried gewesen. Harry Unfried fuhr am Ende noch immer 1:52er Zeiten und war damit um 4 Sekunden pro Runde schneller als ich. Also ich merkte, dass mir der Harry immer näher kam, wurde ich mörderisch nervös und verbissen und rutschte in der Kurve vor Start / Ziel vom Fussraster ab. Ich konnte das Eisen noch irgendwie vorm Kiesbett retten und eierte in die Zielgerade ein. Der Harry hat hinter mir zwar kurz einen Angstreifen ins Leder gemacht, vollstreckte dann aber sofort und am Ende lag er 11 Sekunden vor mir. Wieder nix mit Punkten. Aber wenigsten hatte ich dann bei der obligatorischen Gegner-Verarschung mit dem Fussrasten-Hoppala eine perfekte Ausrede. Das nächste RTS Langstrecken Event steigt von 26.-28. August in Most. Sehr empfehlenswert. |
|||||||||||||||||||||||||
![]() Unsere mächtige Bogoly Boxencrew. |
![]() Witzi fährt mit seiner CBR 1000 RR die schnellste Runde. |
||||||||||||||||||||||||
![]() Savo auf seiner feschen R7. Er steht total auf sein Eisen und weiss genau: Kein anderes Motorrad liegt so stabil und hält so viele Bretzen aus wie die R7. |
![]() "Knechter" Franz Schwaiger vom Elfer Racing Team Tirol wird mit Holzhacker eingerieben. Platz 11 am Ende für ihn und Kollegen Jöstl. |
||||||||||||||||||||||||
![]() Treitler Heli war mit seinen Zeiten diesmal nicht ganz zufrieden. Trotzdem kommt er gemeinsam mit Dani Männer auf Rang 5. |
![]() Unsere Gegner beim Fight um Platz 15. Das ACC Duo Ankowitsch / Unfried. Leider gab es keine Troubles beim Fahrerwechsel. |
||||||||||||||||||||||||
![]() Teamboss Fischer kann es kaum glauben. Richi Rampula steigt alleine ins Rennen und hofft auf ein spätes Eintreffen von Hans Steiner. Doch der steht mit einer Auto-Panne in Brünn. |
![]() Der Diener Heinzi schickt entweder gerade ein SMS an seine Gloggnitzer Hasen oder stoppt streng die Rundenzeiten vom Treitler Heli und vom Männer Dani. |
||||||||||||||||||||||||
![]() Das Bogoly Racing Team mit Hansell Kral und Jürgen "Fleckerl" Fetic fährt mit den gelben Gixxer auf Platz 7. Am Abend dann wieder die obligatorische Völlerei. Beste Verpflegung durch die mitgereisten Mädels. |
|||||||||||||||||||||||||
![]() Savo schwört auf Yamaha und Bananen Power |
![]() SMS von Heli Scherz:"Ja mein Schatzi! Kein Whiskey am Abend! Ich verspreche es! glg Dein Helilein" |
||||||||||||||||||||||||
![]() Von rechts nach links: Heli Scherz grinst. Denn nur er weiss dass er den Sieger-Sekt im Abverkauf mit - 75% gekauft hat. Ist seit 12 Monaten abgelaufen und stinkt wie die Hölle. Auf Platz 3 das Duo Witzeneder / Pehersdorfer. Die beiden nutzten das RTS Event zum Training. Auf Platz 1 das MPU Mega Langstrecken Team. Sepp Unger und Andi Savonith. Die beiden steigen übrigens in den Pokalgrosshandel ein. Die Lager sind prall gefüllt. Auf Platz 2 das Bridgestone Austria Duo. Mundl Jetschko mit Christian Schaffernak. Der Milchbubi ganz links wurde von Atcy ins Bild gedrängt. Er hackelt vermutlich auf der Rennstrecke. |
|||||||||||||||||||||||||
![]() |
Das Team Bridgestone Austria hat nun die Führung in der Langstrecken ÖM übernommen. Doch die MPU Truppe kommt immer näher. Wenn die MPUler kein weiteres Benzindebakel einlegen, stehen ihre Chancen gut. Sie sind einfach in guter Form. Es werden auf alle Fälle noch 2 spannende Rennen in Most und am Hungaroring werden. Mundl Jetschko braucht am Foto links für das Öffnen des Siegersektes diesmal besonders lang. Wenn ihr also in den nächsten Wochen mal nach Most kommt, wundert euch nicht wenn da ein verstaubter Typ am Podest steht und am Sektverschluss herum fingert. Wenn er nicht gestorben ist, dann steht er dort noch heute. |
||||||||||||||||||||||||
Ergebnis 2. Rennen
Langstrecken ÖM Most
|
|||||||||||||||||||||||||
Die kompletten Ergebnisse findest Du hier. | |||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||
Supersport und Superbike ÖM | |||||||||||||||||||||||||
![]() |
Bei den Supersportlern ist der schnelle Peter Lietz mit seiner mächtigen Ducait 749R eine Klasse für sich. Er fuhr dem Rest des Feldes auf und davon und holt sich den Sieg und verteidigt damit auch die Führung in der Gesamtwertung. Umso härter der Kampf um Platz 3. Adi Kernstock biss sich wie eine lästige Zecke an Peter Schoibl fest und versuchte immer wieder vorbei zu gehen. Doch am Ende hatte Schoibl die Nase vorne und holte Rang 2. Auf Platz 4 und 5 folgten Hoffmann und Grill. Sehenswert war auch das Duell Krutzler / Petraschek. Mit einem feinen Ausbremsmanöver ging Krutzler an Petraschek vorbei und fuhr auf Platz 6. Photo links: Peter Lietz nach 2 anstrengenden Rennen. |
||||||||||||||||||||||||
![]() |
Ergebnis 4. Lauf Supersport
|
||||||||||||||||||||||||
![]() Immer schneller wird der ZX-10 R Thomas Prinzjakowitsch. Beim Training am Samstag fährt er auf Platz 5. Beim Rennen will er zu viel auf einmal und kollidiert beim Start mit Markus Golser. |
![]() Das dynamische Duo aus der BikeCity. Links der Teamboss und BikeCity Junior Chef Richi Holzer. Rechts der schnellste Mann in der bisherigen SBK Saison 2005: Peter Paukovitsch. |
||||||||||||||||||||||||
Leider etwas zu spektakulär verlief der Start der Superbike Klasse. Prinzjakowitsch verschätzte sich leider beim Anbremsen der ersten Kurve und nahm Markus Golser mit ins Out. Sepp Unger konnte gerade noch ausweichen und konnte sich erst in der Mitte des Feldes mit seiner Ducati einreihen. Doch dann legte er eine fulminante Aufholjagd hin. Er pflügte durchs Feld und kam vor bis auf Rang 2. An der Spitze drehte Peter Paukovitsch mit der BikeCity R1 in der Zwischenzeit einsame, aber schnelle Runden. Unger kam bis auf 6 Sekunden ran, mehr war aber nicht mehr drinnen. Martin Mühlberger vom MSC Sierning war gnadenlos beim Kampf um Platz 3. In der letzten Kurve schnappte er dem Hans Steiner noch den dritten Platz weg. Knapp aber doch blieb so für Steiner nur Platz 4. Richi Rampula hat seinem Schützling Andi Fischer wohl etwas zu viel beigebracht. Der junge ZX-10 Racer hielt rundenlang den alten Lehrmeister in Schach und fuhr mächtig schnelle Rundenzeiten mit der Kawasaki. Doch der erfahrene Racer Rampula ging schliesslich doch noch vorbei und fuhr am Ende auf Platz 8 in der SBK Klasse. |
|||||||||||||||||||||||||
![]() |
In der Tageswertung der 750er 4 Zylinder / 1000er 2 Zylinder holte MPU Boss Sepp Unger den grössten Pokal. Platz 2 ging an den GSX-R 750 Piloten vom Team Fischer Richard Rampula. Pokal Nummer 3 holte sich der Kawasaki ZX-6R Pilot Alexander Mehser von der Bikecity. Photo links: Podest 750er Tageswertung |
||||||||||||||||||||||||
![]() Die schnellsten SBK-Racer in Most. Peter Paukovitsch auf Platz 1, Sepp Unger auf Platz 2 und Martin Mühlberger auf Platz 3. |
|||||||||||||||||||||||||
In der Gesamtwertung konnte Pauki seinen Vorsprung nun etwas ausbauen. Der Vorjahresmeister Herbert Reiterlehner pausiert nach seinem Sturz leider erst mal und wird in das Titelrennen 2005 wohl nicht mehr eingreifen können. So werden Paukovitsch und Unger um den Titel 2005 fahren. |
Ergebnis 4. Lauf Superbike
|
||||||||||||||||||||||||
Kawasaki ZX-6 Castrol Cup | |||||||||||||||||||||||||
Beim Training am Samstag legte Richi Holzer vor Mario Klepatsch und Phillip Kregl die schnellste Rundenzeit hin. Richi war nach dem Training besonders motiviert und lobte sich selbst. Richi Holzer: "Also ich bin so schnell gefahren - das war ein Wahnsinn. Bei manchen Kurven hätte ich mir am liebsten selber auf die Schulter geklopft und gesagt: Super gemacht Richi!". Er wusste jedoch auch, dass der Klepatsch Mario noch zulegen kann. Es wird auf alle Fälle ein spannendes Duell um den Sieg. |
|||||||||||||||||||||||||
![]() Die Ennser Racing-Legende Gernot Böberl hat sich beim Training leider verletzt. Er möchte sich ein neues Hobby suchen. Wenn ihr also irgendwo an einem See einen Angler mit Kawa-Cup Jacke seht, wisst ihr wer das ist. |
![]() Das Racingfeuer lodert lichterloh in den beiden Dattingers. Links der jüngste Racer im Kawa-Cup Feld Manuel Dattinger und rechts sein Sponsor, Schrauber, Trainer und Vater in Personalunion. P13 im Training und P im Rennen. |
||||||||||||||||||||||||
![]() So sieht das Eisen von Herbert Obermair nach 2 Trainingsrunden aus. |
![]() So sieht das Eisen von Mazakarini bereits VOR dem Renwochenende aus. |
||||||||||||||||||||||||
Pünktlich zum geplanten Start des Kawa Cups begann es natürlich zu regnen. Das traurige Schauspiel war nach 10 Minuten vorbei und der Start wurde verschoben. Phillip Kregl wollte noch ein wenig seine neuen Reifen auf der nassen Strecke anfahren und hat seine Kawa noch schnell vor dem Start vernichtet. Der Wettergott nahm das grüne Opfer dankend an und spendierte für den Rest des Tages trockene Bedingungen. Der Start zum Kawa Cup war Nervenkitzel pur. Die enge Schikane nach Start-Ziel bietet Gelegenheit für viel Blechsalat und das gesamte Starterfeld ging mit viel Respekt in die erste Kurve. Ich selbst hab den Start sehr gut erwischt und 6 Plätze gut gemacht. Ich biss die Zähne zusammen und hab mich an den schnellen Piloten angehängt. Merkwürdig fande ich nur, dass die flotten Burschen komplett auf die nassen Flecken in den letzten Kurven pfeifen und ganz normal drüber fahren. Also vertraute ich dem obersten Gesetz der Motorradphysik: "Gleicher Grip für alle" und fuhr den anderen einfach nach. Das waren wertvolle Sekunden die ich da gewonnen habe. Meine beste Zeit von 1:55.2 war ganz okay und reichte am Ende für Platz 27. Michi Ranak von der BikeCity schnappte mich leider noch 3 Runden vor Schluss, aber die Liste der NastyNils-Verbrannten ist diesmal so "lang" wie nie. Ewald Kovacs von der MexMotos Truppe blieb deutlich (15 Hunderstel) hinter mir. Mein Freund Alex Ankowitsch legte zu Beginn ein paar schlappe erste Runden hin und war am Ende 18 Sekunden hinter mir. Christoph Mazakarini ist in Most einfach langsamer als ich und auch Thomas Schnekker beendete als 30 hinter mir. Stefan Moschen vom ZZZams erbte leider den letzten Platz von Franz Stadlwieser. Der schlaue Franz hat nach einigen Runden einen Defekt vorgetäuscht und fuhr mit "lockerem Gasgriff" in die Boxengasse. Ich fühle mit dir Stefan - ich weiss wie sehr es schmerzt unter solchen Umständen den letzten Platz zu erben. |
|||||||||||||||||||||||||
![]() Tom Sailer vom ZZZams musste rundenlang mit NastyNils kämpfen. Die Erschöpfung steht ihm ins Gesicht geschrieben. |
![]() Aus 2 mach 1. Aus den beiden Kawa-Leichen von Böberl und Kregl wird ein Race-Tape-Frankenstein. Kregl fährt damit auf P5. |
||||||||||||||||||||||||
Doch widmen wir uns sportlich wertvolleren Themen: Richi Holzer von der Bikecity bog als erster aus der besagten engen ersten Kurve raus und führte die ersten 3 Runden das Feld an. Richi Holzer nach dem Rennen: "Es war ein super geiles Gefühl endlich mal einen Kawa Cup Lauf anzuführen. Doch ich wusste der Mario lauert irgendwo da hinten und wartet auf einen Fehler. In der schnellen Links am Ende des Kurses ging ich nach einem Rutscher fast vom Bock und Mario ging sofort vorbei. Meine Hose war für einen Gegenangriff leider viel zu voll und ich begnügte mich mit Rang 2." Mario Klepatsch vom Team Lietz nach dem Rennen: "Ich hab diesmal endlich mal mein Hirn beim Rennfahren eingeschalten und bin dem Richi erst mal nachgefahren und hab mir den Burschen angeschaut. Nach 3 Runden hab ich mich mal erkenntlich gezeigt und mich kurz neben ihm hingestellt. Er wusste nun, dass ich da bin und schenkte fürchterlich ein. Sein Fehler liess nicht lange auf sich warten und ich schlüpfte durch. Dann hab ich noch eine schnelle Runde nachgelegt und die Sache war gelaufen. War ein tolles Rennen." Noch härter ging es beim Kampf um Platz 3 zu. Thomas Riepl vom Freakymoto Team legte einen Wunderstart hin und schenkte in den ersten Runden fürchterlich ein. Er lag auf dem famosen dritten Platz und gab Feuer ohne Ende. Dahinter klebte Heinz Diener vom Team Fischer das gesamte Rennen an seinem Hinterrad und freute sich über die mörderische Linie von Tom. Heinz Diener: "Der Tom hat das Eisen in die erste Kurve nach Start-Ziel einmal voll quer reingestellt. Ich bin hinten am Radl fast ausgezuckt und hab laut Zugabe geschrien. War ein Wahnsinn. Doch dann kurz vor Schluss hab ich mich innen reingestellt und holte mir Platz 3. War ein sensationelles Duell mit dem Tom" |
|||||||||||||||||||||||||
Ergebnis 3. Lauf Kawasaki ZX-6
Castrol Cup
|
|||||||||||||||||||||||||
Der nächste Kawa Cup lauf steigt im Rahmen des RTS Wochenendes in Most von 26.8-28.8. | |||||||||||||||||||||||||
Ducati Challenge | |||||||||||||||||||||||||
Für die meisten Ducatis war die Rennstrecke in Most ein unbeschriebenes Blatt, aber am Ende des Wochenendes waren die Rundenzeiten beachtlich. In der Klasse "2 Ventiler und Nakedbikes" haben leider einige Starter den weiten Weg nach Most nicht angetreten. Das nächste Event bei der Speedweek in Brünn wird sich aber sicher keiner der Ducati-Freaks entgehen lassen. Am schnellsten war diesmal der S4R Racer Günther Dorner vor dem Ducati Wien Multistrada Racer Wolfgang Biegler und Alfred Blank. Beim Ducati Challenge Rennen war Peter Lietz diesmal am schnellsten. Mit seiner 749er Ducati flog er sogar schneller als die 999er Piloten um den Kurs. Die 750er Klasse gewann er mit der tollen Leistung vor Manfred Handl und Stefan Petraschek. Robert Lietz fuhr auf Platz 4 und Robert Böck auf Platz 5 bei den 750ern. In der Ducati Königsklasse bis 1000 ccm war Josef Unger mit seinem 999 R Dreambike am schnellsten. 996 Pilot Markus Golser holte Platz 2 und Norbert Dorn fuhr auf Platz 3. |
|||||||||||||||||||||||||
![]() Sepp Unger mit seiner traumhaften 999er RR Ducati. Vorsicht an alle Ducati Fans: Kommt dem Eisen nicht zu Nahe. Ihr könntet auf blöde Gedanken kommen, die euch weder das Konto noch die Holde jemals verzeihen. Feinste Teile an allen Ecken und Enden. Photo by Andrea Unger. |
|||||||||||||||||||||||||
![]() Auch einige wenige Monster Racer waren beim Ducati Challenge Event in Most mit dabei. |
![]() Für Ducati Fans ein Muss. Die Ducati Challenge im Jahr 2005. Beachtliche 30 Teilnehmer fanden den Weg nach Most. Der Anhang noch gar nicht mitgerechnet. Mit dabei auch Ducati Freak Robert Böck von Mazda Austria. |
||||||||||||||||||||||||
![]() |
1. Rennen
Ducati Challenge Klasse Monster & 2V
|
||||||||||||||||||||||||
![]() |
1. Rennen
Ducati Challenge Klasse Supersport
|
||||||||||||||||||||||||
![]() |
1. Rennen
Ducati Challenge Klasse Superbike
|
||||||||||||||||||||||||
Die weiteren Ducati Challenge Events:
Auch für Frauen lohnt sich eine Anreise zu den Ducati Challenge Events. Einige Piloten gewähren tiefe Einblicke, wenn sie an den Eisen ihrer grünen Kollegen schrauben. (siehe Photo rechts) |
![]() |
||||||||||||||||||||||||
Sturztheorien aus dem RTS Fahrerlager | |||||||||||||||||||||||||
Wie immer laufe ich voller Furcht vor dem Sturz durchs Fahrerlager und hör dabei die unterschiedlichsten Auffassungen zum Thema Sturz. Ein paar Auszüge daraus möchte ich euch nicht vorenthalten. Herbert Obermair: "Also mein Sturz heute war relativ ungemütlich. In der 150-200km/h Kurve ist man ja relativ schnell unterwegs. Nach einem grimmigen Pendler vom Michi Ankowitsch vor mir, griff ich hastig in den vorderen Anker und flog sofort ab. Es war ein ewig langes dahinrollen. Ich kullerte so lange durchs Kiesbett, dass ich überhaupt nicht mehr wusste wo und wie sich meine einzelnen Körperteile gerade befanden. Ich hab nur mal gehört, dass man beim Stürzen recht locker bleiben soll. Also hab ich die Sache einfach hinter mich gebracht und mich nicht gewehrt. Peter Lietz: "Die ersten 2-3 mal haben Neulinge am Ring immer recht viel Angst vorm Stürzen. Ist halt noch etwas ungewohnt. Aber mir selber geht es nach wie vor schwer am Geist. Die viele Kohle, die da immer im Kiesbett versenkt wird." Christoph Mazakarini: "Also vorm Stürzen hab ich keine Angst. Das letzte mal am Pannoniaring zipfte es mich nur irrsinnig an, dass ich gerade in der Hauskurve abgeflogen bin. Dort wird der Sturz leider von den Zaungesten gesehen." Sepp Unger:" Stürzen gehört nicht unbedingt zum Rennfahren dazu. Ich bin 1998 das letzte mal gestürzt und fahr sehr viele Rennen. Wichtig ist einfach volle Konzentration. Wenn der Kopf nicht frei fürs Rennfahren ist, kannst Du es gleich vergessen. Ausserdem muss man einfach seine Grenzen kennen. Wenn man mit aller Gewalt wo hin will, wo man nicht hin kann, liegt man früher oder später." |
|||||||||||||||||||||||||
![]() Und da soll zu meinem Fiat Scudo noch einmal jemand fahrende Hure sagen. Auf diesem Eisen sind sicherlich mehr Sponsoren-Aufkleber / Quadratmeter als auf meinem Fiat. |
|
Bericht vom 13.06.2005 | 6.971 Aufrufe