Strassen ÖM Hungaro
Das letzte Rennen der Langstrecken
ÖM brachte eine kleine Überraschung auf der Starterliste. Sendlhofer
startete nicht mit seinem Kawa Kumpanen Christian Schaffernak
sondern mit seinem Rivalen aus der Superstock Klasse Herbert
Reiterlehner für das
Team Fuhl. Damit bekam das Langstrecken Finale weitere Spannung
inhaliert und die anderen Teams hofften schon dass das Herbert Reiterlehner mit der Grünen nicht so gut zurecht kommt, wie mit
seiner Suzi. Doch die Gegner wurden enttäuscht. Der Herbert ist mit
jedem Eisen schnell. Auch mit einer geliehenen Original ZX10-R.
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![]() Auch in Grün ist er schnell. Herbert Reiterlehner |
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![]() Start zur Langstrecke. Die Meute gibt Feuer! |
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Sendlhofer fuhr den ersten Turn und legte ein paar schnelle Runden hin. Der Abstand zum Gegner in der Gesamtwertung Mundl Jetschko war schon nach einigen Runden recht beachtlich. Doch nach 15 Runden wurde der Mundl scheinbar erst so richtig munter und legte ein paar 1:58er Zeiten hin. Sendy passte einen Augenblick lang nicht auf und Mundl drückte seine CBR 1000 RR an Sendlhofer vorbei. Doch die Revanche liess nicht lange auf sich warten und Sendlhofer war mit der ZX10 wieder in Führung die er gemeinsam mit Herbert Reiterlehner bis ins Ziel auch nicht mehr abgab. Den Langstrecken ÖM Titel 2004 holte sich somit das Team Fuhl mit den Piloten Sendlhofer / Schaffernak (Rennen 1-3) und Herbert Reiterlehner (Rennen Nr. 4). |
![]() Da lacht das grüne Kawa Herz von Tibor Nehr. Die 10er Kawas waren in der Langstrecken ÖM heuer nicht zu schlagen. |
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Auf den Plätzen dahinter wurde ebenfalls zäh gekämpft. Wie auch schon im letzten Rennen ist das starke Langstrecken Duo vom MSC-Zeillern Auer / Leeb immer für harte Duelle an der Spitze gut. Diesmal gab die sonst so tüchtige Suzuki GSX-R 600 leider während des Rennens den Geist auf und das Duo musste mit nur einer GSX-R 1000 finalisieren. Bei den Tankstopps war die ganze MSC-Zeillern schwer im Stress und das Eisen wurde in Rekordtempo mit Hilfe einer hochmodernen Langstrecken Tankanlage (siehe Photo rechts) wieder mit Sprudel befüllt. Immerhin kam die schnelle Truppe trotz der Probleme noch auf Rang 4. |
![]() High Speed Fahrerwechsel vor der MSC Zeillern Box. |
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Bleibt zu hoffen dass die Zeillerner
Truppe fürs nächste Jahr 2 frische Tausender aufstellt um für
Langstrecken ÖM 2005 bestens gerüstet zu sein. Die strenge Blick der Chefin vom Robert Auer (siehe Photo rechts) lässt jedenfalls keinen Zweifel an dem Ehrgeiz des MSC-Zeillern Fanclubs aufkommen. In der Saison 2005 müssen Siege her! |
![]() Da fährt man sich stundenlang die Seele aus dem Leibe um dann die strengen Blicke der Holden zu ernten. |
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Der Langstreckenmeister des Vorjahres Mundl Jetschko war heuer gemeinsam mit Sepp Ulbing unterwegs. Am Hungaroring war der Mundl mit seiner CBR 1000 RR in Bestform und fuhr ein sauberes Rennen. Der Sepp hat in seine ZX10-R ein sündteures Öhlins-Fahrwerk eingebaut und sich beim Abstimmen schwer vergriffen. Beim Rennen am Hungaroring wurde die Bridgestone Austria Truppe Jetschko / Ulbing 3. in der Gesamtwertung ging sich der Vizemeister aus. |
![]() Sepp Ulbing mit seiner ZX10-R. Jetzt ist erst mal Fahrwerks-Abstimmung angesagt. |
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![]() Das Bridgestone Team rund um Mundl Jetschko und Sepp Ulbing. Vizemeister in der Langstrecken ÖM |
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Dass Mundls CBR 1000 RR so gut läuft verdankt er nicht zuletzt seinem Motorradguru Hubert Kemeter. Der Hubert hat vor kurzem seine eigene Werkstätte eröffnet und bietet sämtliche Dienstleistungen rund ums Motorrad an. Vom 08/15 Service über Tuning bis hin zum Schweissen von Alu und Titan Teilen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Es war ein spannendes Match zwischen
der MPU Truppe Unger
/ Savonith und dem Bridgestone Team um Platz 2. Denn zu Saisonende
wird der Sepp Unger immer gewohnt stark und sein Teampartner Andi Savonith hat ihn trotz der schwierigen Saison mit 3 Brettern auch
nicht im Stich gelassen. Beide Piloten waren mit den MPU R7
unterwegs und Sepp liess seine blaue R1 Geheimwaffe zum Ausrasten in
der Box. Schnell wie immer war das Team Heli Treitler / Heinz Diener unterwegs. Heli Treitler fährt die ganze Saison mit einer antiken CBR 900 welche im bisher äusserst treue Dienste erwiesen hat, doch beim Anbremsen am Ende der Start-Ziel griff der Heli beim Bremsen ins Leere und verwandelte seine CBR 900 am Streckenende in eine superwendige 4-Zylinder Supermoto mit kurzem Radstand. Ihm ist zum Glück nicht viel passiert. |
![]() Sepp freut sich jedes mal aufs neue wenn er mich erblickt. |
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NastyNils:"Heli! Was geht Dir da durch den Kopf wenn Du mit 250 in den Anker greifst und es tut sich nix" Heli:"Also ich hab geglaubt das kann jetzt nicht sein. Ich hab mindestens 2 Sekunden gebraucht bis ich wirklich geschnallt habe dass da jetzt echt keine Bremserei mehr da ist. Ich konnte es einfach nicht glauben. NastyNils:"Und dann...?" Heli:"Ich sah das Ende des Sturzraumes immer näher kommen und hab die Fireblade niedergelegt und bin gemütlich in die Ballen geflogen. Leider musste ich feststellen dass die nicht besonders weich sind. |
![]() Nächste Saison erwarten wir Heli Treitler zurück! Kauf Dir eine neue 1000er Heli und greif an! Im Notfall kann ich Dir einen 2. Job anbieten. Bezahle 2 Euro die Stunde |
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Ziemlich unglücklich das Ende des Bertl K. Racing Teams. Zu Beginn des Rennens setzten sich Kemmer Alfred und Kemmer Herbert mit flotten Rundenzeiten ins Spitzenfeld. Doch leider war die Zeitenjagd ein wenig zu energisch und ein Eisen wurde leicht eingeschottert. Die folgende Aufholjagd war sehenswert aber leider erfolglos. Nach harten und schnellen Runden ging am Ende der Sprudel aus und die Mühen des Wochenendes waren umsonst. Trotzdem Gratulation für die tollen Rundenzeiten und den unbändigen Ehrgeiz. |
![]() Der Bertl K. Racer wird gerade wieder flott gemacht. |
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Ich selbst bin in der
Langstrecke mit Franz Fuhls Stellvertreter Rupert Riegler an den
Start gegangen. Unser Ziel war klar und einfach definiert. Wir
wollten nicht unter die Räder kommen und zumindest eine handvoll
Teams hinter uns lassen. Die Teamstrategie war deshalb relativ
einfach. Wir müssen einfach halbwegs schnell um den Kurs fahren,
keinen Blödsinn beim Boxenstop machen und ja nicht ins Kiesbett
ausreiten - dann sollte sich eine halbwegs passable Platzierung
ausgehen. Rupi startete mit seiner ZX6-RR in den ersten Turn und
heftete sich sofort an die Fersen von Andi Fischer. Runde um Runde
fuhr er hinter Andi Fischer her und fand keinen Weg vorbei. Der
Fahrerwechsel lief wie geschmiert und auch das restliche Rennen
blieb für uns zum Glück ohne spektakuläre Highlights. Rupi fuhr
2:09er Zeiten ich war mit 2:13er Zeiten unterwegs. Das reichte am
Ende für den 20. Rang und wir konnten immerhin 7 Teams hinter uns
lassen. Auch das Team Fischer mit Andi Fischer und Jürgen Rampula
war am Ende hinter uns. Die beiden hatten eben nicht so eine
perfekte Boxenstragie wie wir auf Lager.
An dieser Stelle sollte eigentlich ein Foto von Rupi Riegler, unserem Boxenluder und mir erscheinen doch der Fotograph hat kläglich versagt! Danke danke... |
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![]() Bei dem Foto merkt man erst wie weit die Saison schon fortgeschritten ist. Die Siegerehrung fand beinahe schon im Dunkeln statt und dementsprechend bescheiden viel die Qualität des Bildes aus. Sorry an die Helden! Doch so sieht man zumindest die Stresspickeln des Rennens nicht auf eurer Stirn. |
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Am Sonntag frühmorgens um 10 Uhr stand dann wieder der Kawasaki Cup am Programm. Die Vorzeichen standen für mich diesmal besonders gut. Beim Zeittraining konnte ich gleich 3 Piloten hinter mir lassen. Peter Sommer, Christoph Mazakarini und mein Lieblingsgegner der ehrgeizige Remus Keiler Wolfgang Mocker standen in der Startaufstellung hinter mir. Unnötig zu erwähnen dass ich unter diesen Vorzeichen im Fahrerlager grosse Reden hielt, und eine dicke Lippe riskierte um die 3 Burschen ordentlich zu demütigen. Der Druck wurde somit unerträglich für mich und ich hatte bei der Startaufstellung Angst wie nie zuvor. |
![]() Der Mocker Wolferl musste diesmal grosse Demütigung über sich ergehen lassen. Ich hoffe er kann sich wie ich an die Schmach des Verlierens gewöhnen und wird nicht depressiv. |
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Mein Start war diesmal absolut meisterhaft und ich tauchte nach der ersten Kurven in Regionen auf, welche ich bis dahin nie zuvor gesehen habe. Es muss irgendwo um Platz 10-15 gewesen sein. Dort rutschten die Fahrer beim Rausbeschleunigen aus der Kurve und es wurde richtig eklig gedrängelt. Doch schon nach 3-4 Kurven war die von Gott gewollte Ordnung wieder hergestellt und ich fand mich in den hinteren Rängen wieder. Wer jetzt meint ich sei auf den letzten Platz zurück gefallen der irrt gewaltig. Andi Fischer, Rupi Riegler und meine 3 Freunde waren hinter mir und ich zog Runde um Runde um den Hungaroring mit gewaltiger Angst im Nacken. Ich habe es nicht gewagt mich umzudrehen, da ich den Anblick einer Verfolgermeute einfach nicht ertragen kann. Nach 5 Runden machte ich jedoch einen herben Fehler und hab in der 2. Kurve vor Start / Ziel innen einen Meter Platz gelassen. Diesen Tag der offenen Tür hat der Rupi Riegler natürlich sofort genutzt und ist mir innen durchgeschlüpft. Doch von den anderen Racer war weit und breit keine Spur. Kann nicht sein dass ich die alle hergebrannt habe? Ich fuhr bis zum Schluss eisern meine 2:13er Zeiten und das reichte für einen heldenhaften Eintrag in mein Racer Tagebuch. Christoph Mazakarini, Peter Sommer und mein Auspuff Freund der Remus Wolferl wurden auf die Plätze verwiesen. Andi Fischer fuhr aus "Konzentrationsgründen" leider in der 3. Runde in die Box um einer Niederlage gegen NastyNils zu entgehen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Meine 3 Freunde (von links: Peter Sommer, Wolfgang Mocker und Christoph Mazakarini) konnten es kaum glauben. Geschlagen vom ranzigen Racer NastyNils. Ich denke die 3 Herren werden bis zum Saisonfinale (8. Okt - 10. Oktober) ordentlich trainieren um mir die Demütigungen heimzuzahlen. |
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Die ganze Sache hat für mich nur einen Hacken. Nach dem Triumph war ich im Fahrerlager goschert wie ein Weltmeister und die 3 Herren werden am Pannoniaring fürchterlich andrücken. Leider, leider kenn ich die Zeiten vom Peter Sommer und vom Christoph Mazakarini am P-Ring und die sind zur Zeit für mich NOCH unerreichbar. Ich denke ich werde die nächsten 2 Wochen am P-Ring campieren und erbarmungslos trainieren. An dieser Stelle habe ich ein dringendes Anliegen an die Chefin der Fa. Remus Fr. Angelika Kresch. Bitte dem Wolfgang Mocker bis zum nächsten Lauf (2. Oktober Wochenende) keinen Urlaub, keinen Zeitausgleich und auch keinen Frühschluss genehmigen. Ringfahren ist sowieso viel zu gefährlich und er soll lieber die Remus-Umsätze weiter ankurbeln anstelle sinnlose Trainingsrunden zu drehen. Damit wäre mir sehr geholfen. DANKE! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
An der Spitze des Feldes sprach die Ausgangslage klar für Günther Sendlhofer. Er braucht nur noch ein paar Zähler um seinen Kawa-Cup Gesamtsieg zu fixieren. Seine Kontrahenten Richi Holzer und Mario Klepatsch haben zwar die ganze Saison mit grandiosen Rundenzeiten aufgezeigt, aber Sendy hat sich einfach keine Fehler erlaubt. Doch trotz der klaren Ausgangslage hat sich der Sendy auch diesmal nicht lumpen lassen. Er legte mit seiner ZX6-RR wieder einmal einen grandiosen Start hin und fuhr gleich zu Beginn tolle Rundenzeiten. Mario Klepatsch hat den Start leider verhaut und musste sich dann erst 5-6 Plätze nach vorne arbeiten. Das kostet Zeit, Kraft und Reifenpower. Am Ende fehlten ihm 4 Zehntel auf den Sieger Sendlhofer. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Auf Platz 3 zeigte diesmal der Beyer Michael gross auf. Endlich hat er seine Kawa so abgestimmt wie es sich gehört und erst zum Ende der Saison fährt er in Top-Form vorne mit. Der ehemalige Zuckerbäcker löscht nun Brände bei der Wiener Feuerwehr, fährt für das Team Lietz und wurde bei diesem Lauf auf Hungaroring 3. mit nur 1.8 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Auch im nächsten Jahr will er im Kawa Cup wieder Feuer geben. Sollte er übern Winter das Fahren nicht verlernen, wird er vermutlich an der Spitze ein Wörtchen mitreden. |
![]() Michi Beyer kann es kaum glauben. Platz 3 im dichten Kawa Cup. Tolle Leistung! |
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Auch die MexMotos Partie wird immer schneller. Rainer "Mex" Jost fährt diesmal 2:00:121 und kommt auf Platz 6. An Gepetto auf Platz 5 kommt er nicht ganz ran aber von hinten bestand durch den angeschlagenen Toni Kopic diesmal keine Gefahr. Seine Schützlinge und Teamgefährten Hannes Hofer, Ewald Kovacs und Romeo Schwarz waren auf den Rängen 8, 15 und 17 zu finden und holten damit wertvolle Punkte für die Teamwertung. Die schnelle Truppe aus dem Südburgenland ist bei jedem Rennen konstant in den Punkten und will auch im nächsten Jahr im Kawa Cup wieder Feuer geben. |
![]() Ständig in den Punkten. Die Mex Motos Gasgriffhelden |
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Wie so oft in den Punkten ist auch diesmal der Manfred "Chiko" Hierandtner vom Team Ginzinger-Weng. Er ist als Einzelkämpfer für sein Team unterwegs und sammelte schon einige Punkte. Zur Zeit liegt das Team Ginzinger Weng durch Chikos Punkte auf dem 5. Rang. Somit stehen die Chancen gut, Chikos fesche Teamchefinnen Birgit und Doris Ginzinger bei der Siegerehrung beim P-Ring Finale anzutreffen. Mike Bürger von RTS drückt auf alle Fälle schon mal fest die Daumen... |
![]() Ich habe 3 Fotos von Chiko gemacht. Kaum zu glauben - aber auf den anderen 2 schaut er noch grantiger drein. Ist vermutlich die Anspannung nach dem Rennen. |
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Mit dabei im Kawa Cup war diesmal auch der "Knechter" Franz aus dem 1000PS Forum. Ich habe mich zwar verbissen gewehrt aber er ging mir beim Rennen leider durch die Lappen. Im Langstrecken Rennen kam er gemeinsam mit seinem Kollegen vom Elfer-Racing-Team Tirol auf Rang 11. Bin schon gespannt ob der Tiroler Kawa Racer nächstes Jahr ein Fixstarter im Kawa Cup wird. Die Tiroler Fraktion ist im Cup zur Zeit ohnehin noch nicht sehr stark vertreten. |
![]() Der erste Einsatz im Kawa Cup reichte für Rang 18. Ist der Knechter Franz auch nächstes Jahr im Cup? |
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Der Kawasaki Cup wird auch im nächsten Jahr fortgesetzt. Somit gibt es auch im nächsten Jahr wieder eine perfekte Liga für grandiose Rennen in einem tollen Umfeld. Nirgendwo anders sind Rennen spannender, die Zweikämpfe interessanter und der persönliche Trainingserfolg grösser als in einem Markencup. In diesen Punkten sind sich die Teilnehmer des diesjährigen Kawa-Cups alle einig. Beim Schlendern in der Boxengasse vernehme ich immer eine tolle kollegiale Stimmung unter den Cup Kollegen und wenn man sich die Zeiten von den einzelnen Racern ansieht, dann erkennt man wie schnell sich die Helden im Cup weiter entwickeln. Ich selbst werde auch nächstes Jahr wieder im Cup angreifen und würde mich über neue Gesellschaft freuen. Wer meint ich werde auch 2005 noch als Kanonenfutter für den letzten Platz herhalten der irrt gewaltig. Der letzte Platz gehört für mich endgültig der Vergangenheit an. Ich hab mich heuer im Kawa Cup um 15 Sekunden gesteigert. Jetzt noch weitere 15 und ich fahr um den Sieg mit. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ergebnis 5.
Rennen Kawasaki Cup
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![]() Den Anfeuerungsrufen des Publikums ("Alle auf den Tibor") wurde natürlich Rechnung getragen. |
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Bei den Supersportlern ist der Thomas Moser bereits als Meister fixiert. Er war trotzdem als Gast mit am Hungaroring und hat sich in der Boxengasse grossartig ausgezeichnet. Er hat den Gesamtsieg anständig gefeiert und scheint dabei die Aufnahmefähigkeit seines Körpers etwas überschätzt zu haben. Um 6 in der Früh stolperte er leicht "übermüdet" über das Altölfass und versaute die Boxengasse mit einem grausamen Ölfleck. Mike Bürger entdeckte die Sauerei frühmorgens und begann Ölbindemittel zu streuen und griff nach dem Besen. Doch goscherte Rufe aus der Lietz Box "das ist das erste Mal dass ich den Mike was hackeln seh" machten das Mass voll. Der strenge Mike wütete fürchterlich und vergatterte den noch schwer angeschlagenen Tom zum Besendienst. Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke der Tom kniet zur Zeit noch immer mit der Zahnbürste am Hungaroring. |
![]() Da kennt der strenge Mike keine Gnade. Zuerst wird die Boxengasse versaut und dann noch goschert sein - da musste Tom den Besen schwingen. |
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Der Mario Klepatsch ist nicht nur ein ausgesprochen schneller Rennfahrer sondern auch ein überaus begabter Zahntechniker in Linz. Seine beiden Gesellenstücke welche er unter dem Produktnamen "Van Helsing" bei sich selbst und bei Peter Lietz montiert hat können sich sehen lassen. Interessierte 1000PS-Leser können sich beim Klepatsch Mario ein neues Gebiss anfertigen lassen. Angeblich hat er auch schon ein paar Hollywood Stars beliefert. |
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Bei den Supersport
Racern stiegen 2 Neulinge mit ein und mischten gleich kräftig an der
Spitze mit. Roland Schuch und Christoph Hatos sind das erste mal bei
der Strassen ÖM mit dabei und fühlten sich gleich pudelwohl. Peter
Lietz war an der Spitze zwar eine Klasse für sich und brannte mit
seiner fulminanten Ducati 749R eine 1:58:055 in den ungarischen
Asphalt, doch dahinter schenkten sich die Racer nichts. Adi
Kernstock hatte sofort die 2 Neulinge im Nacken und kämpfte wie ein
Löwe. Das Rennen war für die Zuseher die reinste Qual. Die 3 irren
Racer bremsten zu 3. in die Kurven und fighteten um jeden
Millimeter. Christoph Hatos verlor beim Überrunden den Anschluss an
die Beiden und konnte ins Duell dann nicht mehr eingreifen. Am Ende
war Roland Schuch gegenüber Adi Kernsteck siegreich und stellte sich
auf Platz 2. Adi Kernstock holte sich Rang 3 und Christoph Hatos
fuhr auf Rang 4. Bin schon gespannt ob die beiden Neulinge auch beim
Saisonfinale oder in der Saison 2005 mit dabei in der Strassen ÖM
sind. Die Zuseher würde es sicherlich freuen, die Gegner vermutlich
nicht so sehr.
Als Trainer der beiden schnellen Burschen fungierte in den letzten Jahren übrigens ein gewisser Wolfgang H. am Leithabergl. Der Mann mit den weissen Federn und mehr als 50 Jahre am Buckel haut den jungen Burschen am Berg angeblich aber immer noch den Popo aus. Auf einen Antritt in der Supersport Klasse hat er aber verzichtet. |
![]() Roland Schuch und Adi Kernstock. Harter aber herzlicher Zweikampf. |
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![]() Hallo Christoph! Du ich mach jetzt ein Foto von Dir. Schau bitte so intelligent wie möglich in die Kamera. Danke Christoph Hatos! |
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Ergebnis 8. Rennen ÖM Supersport
Am Photo rechts merkt man wie lange und schmerzvoll die Saison 2005 schon dauert. Adis Hände hängen bis zum Boden und die 3 Racer lungern erledigt am Siegerpodest herum. |
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Gegen Ende der Saison werden die Starterfelder in der Klasse Superbike leider immer dünner. Die Knete geht dem Ende zu, die Ehefrauen werden ungeduldig oder die Bikes liegen zerknittert in der Garage. Doch an der Spitze geht es nach wie erbarmungslos zur Sache. Hannes Nusshall ist gut in Form und gibt gleich zu Beginn kräftig Gas. Die beiden Ducati Piloten Markus Golser und Sepp Unger lassen den Nussi eine Weile lang in Ruhe Führungsarbeit leisten aber vollstrecken dann gnadenlos. Markus Golser übertreibt es beim Zweikampf gegen Sepp Unger jedoch ein wenig und legt seine Ducati beim Anbremsen nach der Start Ziel nieder. Er kann das Eisen wieder aufrichten kommt danach aber nur mehr als 7. ins Ziel. An der Spitze scheint Sepp Unger alles klar zu machen ehe die Zuseher eine unwürdige Stallorder in Ferrari Stil mit ansehen müssen. Sepp Unger hat den Gesamtsieg schon fix in der Tasche und möchte seinem Schützling in der MPU Truppe möglichst weit nach vorne helfen. Er lässt Nussi überholen und rollt an 2. Stelle über den Strich. Auf Platz 3. fährt diesmal Richi Rampula der eine Suzuki GSX-R 750 für das Team Zweirad-Fischer pilotiert. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Nussi fährt voraus und die beiden Ducatis folgen. NOCH |
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Ergebnis 8. Rennen ÖM Superbike
Die Lauser am Podest haben ein würdiges Siegerfoto unmöglich gemacht. Wenn die Korken knallen ist niemand so schnell wie Seppi Unger von der Bildfläche verschwunden. Angeblich hat er eine schmerzhafte Sektallergie. Der Nusshall Hannes ist in Sachen Siegersekt eben noch nicht so geübt und muss sich vom Routinier Richi Rampula ordentlich einweichen lassen. |
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In der Klasse Superstock fehlt dem Herbert Reiterlehner vom Team Holzapfel nur noch ein Punkt auf den Gesamtsieg. Seine unfehlbare Suzuki hat ihn dieses Wochenende jedoch wegen eines Groschendefekts in der Elektronik im Stich gelassen und so musste er auf die geliehene Reserve ZX-10R von Günther Sendlhofer zurückgreifen. Der Sendy war an diesem Wochenende besonders schnell und fuhr mit seiner ZX-10R 1:56.146 und konnte damit auch den schnellen Reiterlehner auf der Reserve ZX-10R schlagen. Dieser fühlte sich auf der originalen Kawa scheinbar recht wohl und legte 1:57er Zeiten hin, was für Platz 2 reichte. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Josef Unger war mit seiner Mega R1 lange mit Reiterlehner beschäftigt musste ihn aber dann doch ziehen lassen. Der Herbert war von der Leistung der R1 überwältigt ("Die R1 vom Unger geht gewaltig") hat aber dann doch ein paar Stellen gefunden wo er dem Sepp ein paar Zehntel abnehmen kann. So holte sich Unger den 3. Platz und 10 Sekunden dahinter kam Paukowitsch mit seiner nach FIM-Superstock Reglement aufgebauten R1 ins Ziel. Auf den Plätzen 5 und 6 folgten die Bridgstone Racer Jetschko mit der CBR 1000 RR und Ulbing mit der ZX10-R. |
![]() Leistung ohne Ende. Die geile R1 vom Unger Sepp |
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Ergebnis 8. Rennen ÖM Superstock
In der Klasse Superstock steht nun Herbert Reiterlehner als Gesamtsieger fest. Diesmal stand jedoch Günther Sendlhofer ganz oben am Podest. |
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RTS News 2005 RTS wird auch im nächsten Jahr wieder den Kawasaki Cup und die ASKÖ Strassen ÖM ausrichten. Die professionelle Veranstaltungsserie wartet in der folgenden Saison mit einigen Änderungen auf.
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Bericht vom 27.09.2004 | 8.761 Aufrufe