Harley Davidson Street Bob 2014 -Test
Testbericht
Harley Street Bob SE
Harley Street Bob SE
Ein neues Modell mit kurzem Namen: Harley-Davidson Street Bob Special Edition.Ein neues Modell mit kurzem Namen: Harley-Davidson Street Bob Special Edition.
![]() |
|
Harley-Davidson Street Bob Special Edition |
|
Jede Harley ist gleich - und dennoch sind sie alle grundverschieden. Allen gemein ist dieser typische Spirit, den die Cruiser aus Milwaukee versprühen - mit ein Grund, warum das Ami-Schwermetall seit Jahrzehnten so beliebt ist. Harley-Davidson hat es aber auch geschickt vermieden, die modernen Technologien in den Maschinen an die große Glocke zu hängen - so auch beim neuesten Modell, der Street Bob Special Edition. |
|
Fast hätte mir der Pressetext über die neue Harley-Davidson Street Bob Special Edition die Vorfreude auf dieses neue Modell der Amerikaner vermiest: Es ist nämlich die Rede davon, dass die Street Bob SE nur in ausgewählten Märkten im Nahen Osten, Afrika und Europa zu bekommen sein wird. Das ließ mich mit meiner unglaublichen Kombinationsgabe sofort an ein minderwertiges und schlecht verarbeitetes Motorrad zum Discount-Preis denken, das man bei uns wohl nur mit exotischen Kennzeichen sehen würde. | ![]() |
Harley Street Bob SE Action Bildergalerie (18 Fotos) - hier klicken! |
|
Wie so oft sollte ich aber auch diesmal völlig falsch liegen: Die Street Bob Special Edition wird es sehr wohl bei uns geben und sie ist eine waschechte, solide Harley mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität. Jeder Teil - zum größten Teil natürlich aus Metall - sitz bombenfest, da scheppert nichts, da wirkt nichts billig. Auch beim Herzstück wurde nicht gespart, das bekannte 45 Grad-V2-Triebwerk gehört mit seinen 1690 Kubik der modernen Twin Cam 103-Generation an und verwöhnt im Stand mit angenehmen Vibrationen, während der Fahrt hingegen mit verhältnismäßig ruhigem Lauf. | ![]() |
DIe Eckdaten passen ebenfalls gut zu dem nackten und puristischen Cruiser: 78 PS bei 5250 Umdrehungen sind eigentlich völlig egal, es geht vorrangig um das Drehmoment - mit 134 Newtonmeter bei nur 3000 Touren ein Wert, der einer Harley durchaus würdig ist. Damit drückt es den Fahrer herrlich in die gut ausgeformte Badlander-Sitzbank, sogar im dritten und vierten Gang spürt man noch den argen Punch. Besonders angenehm funktioniert das Zusammenspiel mit dem Getriebe, natürlich macht es ein lautes Klonk, wenn man den ersten Gang einlegt, aber bis in den sechsten Gang flutscht der Wechsel dann sehr harmonisch und ohne großartigen Kraftaufwand. |
![]() |
|
|
Die Bremse an der Front werkt ebenfalls mit weniger Kraftaufwand als man es von einer Einzelscheibe mit 300 Millimeter Durchmesser bei einem Trockengewicht von über 300 Kilo - ohne Fahrer - vermuten würde. Von sportlich oder brachial ist sie natürlich meilenweit entfernt, eine sichere und anständige Verzögerung ist unter anderem dank serienmäßigem ABS aber durchaus möglich. Positiv überrascht war ich auch von der Sitzposition, weit vorverlegte Fußrasten lassen mich immer eine unentspannte Haltung erwarten - mit der ständigen Angst, beim argen Gasaufreißen von den Rasten abzurutschen. |
![]() |
Harley Street Bob SE Details Bildergalerie (25 Fotos) - hier klicken! |
|
|
|
Bei der Street Bob Special Edition sind meine Beine aber nicht ganz ausgestreckt, woraus sich eine verblüffend angenehme Position ergibt. Auch der flache Drag Bar-Lenker sorgt nicht wie von mir befürchtet für eine unharmonisch weit nach vorne gebeugte Haltung sondern sowohl für ein angenehm aufrechtes Sitzen als auch für eine herrlich flache Gasamtlinie. Dadurch unterscheidet sich die Special Edition aber auch stark von der ursprünglichen Street Bob mit Mini Ape-Lenker, normaler Fußrastenanlage, Einzelsitzbank und Speichenfelgen anstatt der hübschen Gußfelgen mit kontastierend gefrästen Flächen bei der Special Edition. |
![]() |
![]() |
|
Warum also wird ein Modell als Special Edition eines anderen Modells bezeichnet, wenn es mit diesem in Sachen Optik und Sitzposition gar nichts zu tun hat? Vielleicht wollte Harley ein wenig Namen sparen oder der alleinig qualifizierte Namenserfinder war auf Urlaub. Oder es ist einfach egal, Hauptsache, die Special Edition fährt ordentlich und sieht gut aus. Immerhin hat sie das coole Heck der Street Bob geerbt - ein gechoppter Fender, ganz minimalistisch ohne Rücklicht, denn das ist in die Blinker auf beiden Seiten integriert. |
![]() |
Fazit |
![]() |
![]() |
|
Das fehlende Rücklichtauf dem gechoppten Fender ist durchaus beabsichtigt - damit wirkt die Street Bob Special Edition noch minimalistischer als sie ohnehin ist. | |
Interessante Links: |
Text: Vauli |
Zum Testbericht: http://www.1000ps.de/testbericht-2359310-Harley_Street_Bob_SE
Jede Harley ist gleich - und dennoch sind sie alle grundverschieden. Allen gemein ist dieser typische Spirit, den die Cruiser aus Milwaukee versprühen - mit ein Grund, warum das Ami-Schwermetall seit Jahrzehnten so beliebt ist. Harley-Davidson hat es aber auch geschickt vermieden, die modernen Technologien in den Maschinen an die grosse Glocke zu hängen - so auch beim neuesten Modell, der Street Bob Special Edition.
Wir vom 1000PS Team würden uns freuen wenn ihr unseren Youtube Kanal abonniert: https://www.youtube.com/channel/UCAbWl7Gv6YD0_QKp-LUlF1g
Tägliche News rund um das Thema Motorrad bekommt ihr auf http://www.1000ps.at oder auf
http://www.1000ps.de
Besucht uns auf unserer 1000PS Facebook Seite: http://www.facebook.com/1000ps