Bilder: Yamaha MT-07 2018 Test
Nach vier sehr erfolgreichen Jahren schickt Yamaha die MT-07 in die zweite Runde. Am Zeichenbrett wurden die Schwachstellen der MT-07 überarbeitet, weshalb sie für 2018 eine frische Optik und noch wichtiger, ein neues Fahrwerk Setup bekam. 1000PS war in Marbella um sich vom Update der Yamaha MT-07 zu überzeugen.
Bei wechselhaften Bedingungen konnten wir uns von der neuen MT-07 überzeugen. Der Tag begann mit Sonnenschein und feuchten Straßen, die schlussendlich aufgetrocknet sind - bis der nächste Regen kam.
Optisch wurde die MT-07 von Grund auf überarbeitet. In der Front finden wir jetzt einen Scheinwerfer vor, der von der ersten MT-09 Generation inspiriert wurde. Sieht gut aus und spart Entwicklungskosten.
Wir waren auf der Night Fluo Version unterwegs. Die Lackierung besteht aus einem schicken grauen Finish mit neongelben Felgen.
Die Kombination aus Komfort und sportlicher Sitzposition gelingt Yamaha auf der neuen MT-07 sehr gut. Das Ende des Tanks konnte um 10mm nach vorne verlegt weden, wodurch die Sitzbank gestreckt wurde und die Flanken weiter nach unten gezogen werden konnten,
Das Rücklicht orientiert sich an der großen Schwester MT-09. Somit ist die Zugehörigkeit zur MT Familie unbestritten.
Das Aggregat der neuen MT-07 wurde 1:1 vom Vorgängermodell übernommen. Ist sie noch immer The Master of Torque?
Absolut! Auch wenn die Leistung bei "nur" knapp 75 PS und 68 Nm Drehmoment liegt, reißt die MT-07 mörderisch an. Der Hubzapfenversatz von 270° wirkt echte Wunder im Yamaha Zweizylinder.
Apropos alte Bekannte: auch das Display der MT-07 kennen wir bereits aus der Vorgängerin. Stört es uns? Nein - das Display ist immer noch gut ablesbar und zeigt alle Informationen, die man im Alltag benötigt.
Unser Kritikpunkt #1 war bisher das Fahrwerk der Yamaha MT-07. Haben die Japaner ihre Hausaufgaben gemacht?
Auch hier gibt es ein klares Ja. Endlich befindet sich die Yamaha MT-07 auf dem Level, auf dem wir sie uns immer schon gewünscht haben. Die Gabel ist zwar die selbe 41mm Kayaba Gabel, aber sowohl Feder, als auch Gabelöl wurden geändert, um den sportlichen Ansprüchen entgegen zu kommen.
Auch das Federbein wurde überarbeitet und ist ab sofort auch in der Zugstufe verstellbar.
Wie auch der Motor wurde die Bremse der ersten Generation übernommen. In der Front bremst eine Doppelscheibenbremse mit 282mm Durchmesser. Während unserer Ausfahrt gab es keine Beschwerden und auch keinerlei Fading der Bremsleistun.
Vollgetankt wiegt die Yamaha MT-07 183kg. Im Vergleich zur Vorgängerin wurde sie um 1 Kilogramm schwerer, was sich während der Fahrt aber nicht bemerkbar macht. Auch trotz dem 180er Hinterreifen bleibt das Naked Bike stets äußerst wendig.
Verbesserungvorschlag: möchte man mehr Emotion vom Crossplane 2 Motor, empfiehlt es sich eine Akrapovic Anlage zu verbauen. Diese ist im Yamaha Original Zubehör verfügbar und sorgt für deutlich mehr Sex-Appeal in Sachen Sound.
Optisch wollte Yamaha die MT-07 zwar überarbeiten, aber nicht zu aggressiv gestalten. Somit sollen neue Kunden nicht verschreckt werden, aber gleichzeitig aktuelle Besitzer überzeugt werden, zum neuen Modell aufzusteigen.
Für längere Autobahnetappen empfiehlt es sich, das Windschild von Yamaha zu montieren. Typisch für ein Naked Bike lässt der Windschutz sonst ab 130 km/h deutlich nach.
Yamaha bietet für die MT-07 ein Touring Paket an. Enthalten sind Seitentaschen, Tankkoffer, Windschild und eine höhere Sitzbank. Plant man längere Reisen, empfiehlt sich dieses Paket.
Das Zubehör für die MT-07 nimmt Yamaha sehr ernst. Über 60 Tuning Teile kann man sich bei Yamaha bestellen. Zum Beispiel: schwarze Brems- und Kupplungshebel.
Wie bereits erwähnt könnte das eines der wichtigsten Tuningmaßnahmen sein. Mithilfe von Akrapovic klingt die MT-07 nach einem richtig bösen Naked Bike.
Galerie von: 1000PS Internet GmbH
hochgeladen am 27.02.2018