Bilder: Kawasaki Z1000 2014 | Stunts, Action, Test
1000PS testet die neue Kawasaki Z1000 2014.
Kot: So liebe Kinder, jetzt bitte wegschauen, das ist was für Erwachsene. Messer, Gabel, Schere, Licht und Z1000 sind für kleine Kinder nicht.
Kot: Ihr Tausender-Vierzylinder leistet "nur" 142 PS, durch die kurze Übersetzung und die radikale Geometrie fühlt man sich aber wie auf einer Kanonenkugel, die nicht jeder sofort unter Kontrolle hat.
Nils: Auch wenn die Z 1000 am Papier und in der Ausstattungsliste nicht die Nummer 1 ist, so inhaliert man im Sattel die pure Freude. Manche Statements kann man nicht mit "Kilo" oder "PS" umschreiben, man muss sie einfach mit einem starken Gesamtauftritt in die Seele des Fahrers brennen.
Vauli: Der Motor hat zwar "nur" 142 PS, die Kraftentfaltung ist aber eine Wucht. Die kurze Getriebeabstufung sorgt für enormen Antritt in jedem Gang und die Wheelieneigung ist extrem.
Kot: Das Kraftwerk zerrt an der Kette, als würde es sich losreissen wollen. Man muss sich zur Mäßigung mahnen, um nicht ständig auf's Hinterrad zu gehen. Wer halbwegs erfahren ist, spürt aber auch dieses Gefühl der Kontrolle, die man über den Bullen hat.
Vauli: Bei Fahrwerk und Handling überzuegt mich die Z1000 nicht vollends, das Kurvenverhalten ist etwas eigenwillig, da die Front etwas in den Radius einkippt
Nils: Bei meinen Testfahrten erfuhr ich schnell, dass nur die Z1000 echt, echter am echtesten ist. Sie ist DAS Nakedbike und fährt genau so wie Nakedbikes fahren müssen.
Nils: Man hat einen gewaltigen Bock zwischen den Beinen, am Gasgriff bedient man ein kräftiges und durchzugsstarkes Aggregat und das Fahrverhalten wirkt souverän und locker -niemals angestrengt oder geil auf den Sieg in der Punktewertung.
Kot: Scheinbar geht es in der 1000+ Klasse bei den Nakedbikes wie bei den Superbikes nur noch um nackte Zahlen und rohe Gewalt. 160-170-180 PS. Die Kawa stapelt da eher tief und ist trotzdem brutal.
Kot: Der Motor selbst ist ein Traum, genau so muss ein Vierzylinder mit guten Manieren drehen, kraftvoll und kultiviert zugleich. Ein Ort der Ruhe ist der Sattel der Z1000 aber keinesfalls.
Nils: Die Z1000 habe ich heuer bei all der S1000R und Super Duke R Euphorie ein wenig vergessen. Zu Unrecht.
Vauli: Die aggressive Optik ist das schlagende Argument der Z1000 - eine herrliche Gratwanderung zwischen Prolo und Eleganz.
Kot: Auch bei den Details setzt Kawasaki konsequent auf Ecken und Kanten. Weichgespültes Design und runde, organisches Formen entsprechen nicht dem kompromisslos-aggressiven Charakter der Z1000.
Kot: Hier muss der Fahrer wirklich noch wissen, was er tut und sich der Konsequenzen bewusst sein. Die Kawa will nicht deine beste Freundin werden, was du mit ihr machst, ist deine Sache. Auch die Bremse arbeitet nach dem Zero Tolerance-Prinzip.
Kot: Kurzer Datencheck: Bremse, vorne - Semischwimmend gelagerte 310 mm Doppelscheibenbremse im Petal-Design, radial montierte Vierkolben-Monobloc-Festsättel.
Kot: Während die meisten modernen, mit massig Elektronik ausgestatteten Motorräder sehr diplomatisch mit den Befehlen ihrer Reiter umgehen, nimmt die Z1000 alles persönlich. 0 ist 0 und 1 ist 1, Basta!
Kot: Etwas zu modern wollte man bei der Gestaltung des Displays sein, das bei der Ablesbarkeit nur ein Genügend verdient hat. Besonders die horizontale Drehzahlmesser-Lichtorgel gehört eher in eine Disco als auf ein Motorrad.
Vauli: Auch beim Sound werden keine Kompromisse eingegangen: Das sonore Bellen der Auspuffe und das röchelnde Ansauggeräusch stellen klar, dass es sich bei der Z1000 um kein Einsteigermoped handelt.
Kot: Scharfers Heck...
Kot: ...und scharfer Sitz. Komfort ist nicht das wichtigste Thema bei der Z1000. Eben ein Motorrad für harte Hunde.
Galerie von: 1000PS Internet GmbH
hochgeladen am 11.07.2014