Bilder: Ducati Scrambler vs. Yamaha XSR 700
Retro-Bikes im Vergleich. Yamaha und Ducati bieten mit den Modellen XSR 700 und Scrambler Urban Enduro zwei schicke Mittelklasse Motorräder an, die dem Retro Trend mehr als Gerecht werden. Vauli und der Horvath testen, welche Unterschiede es gibt und welches Bike schlussendlich als Siegerin des Vergleichs hervorgeht.
Yamaha XSR700 und Ducati Scrambler Urban Enduro im 1000PS Vergleich.
1000PS-Redakteur Vauli..
..und 1000PS-Praktikant der Horvath..
..testen die beiden Retro Bikes im direkten Vergleich.
Die Yamaha XSR 700 basiert auf dem beliebten Naked Bike MT-07.
Die Technik der MT-07 wurde also direkt übernommenn, nur das optische Kleid unterscheidet sich.
Somit reiht sie sich in die Klasse der Sport Heritage Modelle von Yamaha ein, zu der unter anderem auch die XSR 900 und die XJR 1300 gehören.
Unser Testfahrzeug ist das 60th Anniversary Modell der XSR 700.
Erkennbar wird dies durch die gelbe Lackierung des Tanks und dem 60th Anniversary Schriftzug.
Das Sondermodell schlägt jedoch mit einem Aufpreis von 400€ zu Buche.
Der Rundscheinwerfer ist klassisch Retro, uns ist er aber eine Spur zu lang.
Die 282mm große Doppelscheibenbremse wurde direkt von der MT-07 übernommen und verzögert brav.
Das digitale Runddisplay ist gut ablesbar und bietet einige Funktionen, die man durchschalten kann. Noch auffälliger: der langgezogene Scheinwerfer.
Die Verarbeitungsqualität ist sehr sauber, das Finish ist gut gelungen und wirkt eigenständig.
Der 690ccm große Zweizylinder ist immernoch eine Wucht, überfordert aber in keiner Lebenslage. Trotzdem werden auch erfahrene Motorradfahrer ihren Spaß damit haben.
Der kurze Auspuff ist schön in das Motorrad integriert, gibt aber relativ wenig von sich.
Nebeneinander ist die Retroinspiration eindeutig sichtbar, trotzdem gehen beide Modelle ihren eigenen Weg.
Die Scramber Urban Enduro ist eines von inzwischen sieben Scrambler Modellen von Ducati.
Wie der Name es bereits sagt, soll sie einen Kompromiss zwischen Stadt- und Offroadtauglichkeit vermitteln.
Aber auch auf der Landstraße überzeugt sie mit überraschend sportlichen Tugenden.
Trotz dem weichen Fahrwerk lässt sie sich dank dem hohen Endurolenker sauber um Kurven zirkeln.
Auf der rechten Seite schleifen nicht zuerst die Fußrasten...
..sondern das Motorschutzblech, das den Motor vor Beschädigungen von unten schützen soll.
Obwohl sie größere Ausmaße hat, wirkt die Scrambler im direkten Vergleich kleiner als die XSR 700.
Ein kleines, aber sehr feines Detail: das Schutzgitter für den Scheinwerfer unterstreicht den Offroadansatz.
Die Seitenverkleidung ist austauschbar, für denn Fall eines Umfalls.
Der Endurokotflügel ist der offentsichtlichste Unterschied zu den restlichen Scrambler Modellen.
Ducati-typisch ist das seitliche Federbein gut sichtbar und schön in die Optik integriert.
Unser Testfahrzeug kam mit einem optionalen Akrapovic Auspuff, der der Scrambler einen würdigen Klang verpasst hat.
Wie auf der XSR 700 findet sich auch hier ein digitales Runddisplay, diesmal aber seitlich versetzt. Leider ist es nicht ganz so leicht ablesbar wie auf der Yamaha.
Das Retro nicht gleich Retro ist, beweisen die beiden Modelle mit ihren verschiedenen Konzepten und Zielgruppen. Fakt ist, dass die XSR 700 und die Scrambler Urban Enduro zwei toll gelungene Mittelklasse Motorräder sind, die beide ihren positiven Ruf voll und ganz verdient haben.
Galerie von: 1000PS Internet GmbH
hochgeladen am 23.09.2016