Bilder: Arai RX-7V Topmodell Test Isle of Man TT 2015
Wenn die Edel-Helmmarke Arai ein neues Topmodell präsentiert, kann man sicher sein, dass der Kopfschmuck nicht nur in Sachen Design und Komfort sondern vor allem bei der Sicherheit neue Massstäbe setzt. Da war die Präsentation im Zuge der halsbrecherischen "Tourist Trophy" auf der Isle of Man sehr trefflich gewählt!
Der Helmhersteller Arai ist seit jeher mit der legendären Tourist Trophy auf der Isle of Man verbunden - die Präsentation des neuen Topmodells RX-7V fand nicht ohne Grund genau zum Zeitpunkt der TT auf der Insel statt. Nun präsentieren die Japaner ihre neueste Limited Edition, den IOM TT 2016.
Auch diesmal zeichnet wieder der italienische Top-Designer Aldo Drudi verantwortlich für das ebenso coole wie traditionelle Design mit dem "Triskelion", das dreibeinige Glückssymbol.
Mit dem RX-7V bringt Arai einen neuen Top-Helm - wir haben ihn schon getestet!
Die Form erinnert auf den ersten Blick an den Vorgänger RX-7GP, in Wahrheit ist aber alles völlig neu.
Bei der Präsentation durften wir auf der Isle of Man die Strecke der Tourist Trophy abfahren - die Spitzenpiloten fahren viele Streckenabschnitte mit weit über 300 km/h!
Von dieser Geschwindigkeit war der Gründer der Edel-Helmmarke, Hirotake Arai noch weit entfernt, wagemutig war er aber auch schon. Sein Strohhut schien ihm dennoch nicht allzu sicher...
...weshalb er im Laufe der Jahre eine der besten Helmmarken etablierte. Hier der neueste Streich RX-7V in der Freddie Spencer-Lackierung - einer der ersten Markenbotschafter von Arai.
Auch eine kleine, selektive Rennstrecke diente zum Austesten des neuen Arai-Kopfschmucks.
Zuvor wurden aber im Zuge einer informativen Pressekonferenz alle Neuheiten und Vorteile erläutert.
Die neue Helmschale besteht aus PB-SNC², eine Netzstruktur aus "Super Fibre" und anderen speziellen Synthetik-Fasern, die auch in den hauseigenen Formel1-Helmen zum Einsatz kommen.
Ein besonders gelungenes Design des neuen RX-7V ist jenes von Dani Pedrosa - hofentlich fährt der junge, sympathische Spanier auch nächstes Jahr noch, seine Armverletzung macht ihm ja ziemlich zu schaffen.
Auch der Jungspund Maverick Vinales nutzt die jahrzehntelange Erfahrung von Arai, um sein Köpfchen zu schützen.
Offensichtlich ist die Fangemeinde der weit aufgerissenen Augen sehr groß, in der Nakasuga-Ausführung kommt noch ein leicht aggressiver Raubvogel dazu.
Schließlich darf auch das amerikanische Ausnahmetalent und MotoGP-Weltmeister Nicky Hayden nicht fehlen - voller Stolz auf die Ami-Flagge.
Für die ersten Trainings der Tourist Trophy wurden bereits Vorkehrungen getroffen - das Rennen an sich bleibt trotzdem ein völliger Irrsinn.
Ein deutlicher Unterschied zum Vorgänger betrifft die Position der Visierachse, beim RX-7V ist sie viel weiter unten...
... was nur durch eine ziemlich geniale Mechanik, dem VAS (Variable Axis System) möglich wird.
Mit einem Naked Bike auf der Rennstrecke gibt es in Sachen Belüftung kaum Probleme, die Windgeräusche wurden aber ordentlich minimiert.
Der Diffusor "Type 12" ist 20 Millimeter länger und stolze 19 Prozent effizienter als der Diffusor "Type 10" des RX-7GP.
Das Eco-Pure-Innenfutter bietet noch mehr Tragekomfort und ist natürlich vollständig herausnehm- und waschbar.
Mit der besseren Aerodynamik und den verringerten Windgeräuschen bietet sich der RX-7V nun auch für andere Motorradgattungen, wie etwa große Enduros an.
Da wird natürlich erheblich mehr Wert auf Komfortfeatures gelegt.
Bei Be- und Entlüftung setzt der Rx-7V jedenfalls schon mal neue Maßstäbe.
Für die Liebhaber der dezenteren Farben gibt es den RX-7V in glänzendem Schwarz...
... in schön glitzerndem Almina-Silber...
....und ganz trendbewusst auch in mattem Schwarz.
Neben dem von uns getesteten Weiß mit Perlmutt-Effekt gibt es auch noch ein schlichtes Weiß ohne Effekt. Was ein Arai-Helm grundsätzlich auch nicht nötig hat.
Nein,keine Sorge, ich fahre nicht auf der falschen Seite, auf der Isle of Man ist Linksverkehr - was natürlich eine ziemliche Umgewöhnung für uns Rechtsfahrer bedeutet.
Der direkte Vergleich des Diffusors mit jenem des Vorgängers am RX-7GP zeigt, wie effizient das System des neuen RX-7V ist.
Diei Belüftung lässt sich auch mit Handschuhen ganz einfach bedienen.
Eine ziemlich bunte Truppe von Journalisten aus aller Welt - nur am Kopf tragen sie alle Weiß.
MIt dem "Side Duct-6" wird die Luft vom Augenbereich abgeführt - das verhindert gezielt ein Anlaufen des Visiers.
Der etwas längere vordere Bereich des RX-7V kommt einem besseren Raumgefühl im Helm zugute.
Das Wohlfühlklima ist jedenfalls auch auf schnellen Runden einfach herrlich.
Dieses Bild verdeutlicht das Prinzip der runden Formen, um besser auf unebenen Körpern oder Untergründen abzugleiten bzw. abzuprallen...
...bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man kein ganz abwegiger Aspekt. Für mich glücklicherweise nur Theorie.
Aber gerade für Rennfahrer auf den vielen Pisten auf der ganzen Welt ein wichtiger Faktor, der für einen Arai-Helm spricht.
Denn das wahre Leben sieht ganz anders aus als die Testzyklen, die im Labor durchexerziert werden.
Auch der Visieröffnungs-Mechanismus ist ganz neu und erlaubt intuitives Öffnen des Visiers mit nur einem Finger - auch mit Handschuhen sehr einfach. Direkt von den hauseigenen Formel1-Helmen entlehnt, was sonst!
Die Linie zeigt den oberen Bereich, in dem der Aufprall im Falle eines Sturzes am häufigsten passiert. Arai führt umfangreiche Tests durch, die nicht vorgeschrieben sind - aber Sicherheit geht nun mal vor.
Ein Schmuckstück wird bewundert. Dem ersten Kennenlernen...
...folgt die Anprobe mit sofortigem vertrauten Gefühl. Ein Arai sitzt einfach perfekt. Und tut er das doch nicht, kann mit größeren oder kleineren Polstern an nahezu allen Stellen die Passform aufpreisfrei optimiert werden.
Die Plastikteile sind so konstruiert, dass sie im Falle eines Sturzes sofort wegbrechen - die runde Form bleibt somit erhalten.
Der Abluftkanal am Hinterkopf wurde zwar kliener aber noch effizienter.
Arai war auch ein Vorreiter in Sachen Sicherheit nach dem Crash: Das "Emergency Cheekpad Removal System" also die ultraschnell herausnehmbaren Wangenpolster haben wohl schon so manches Leben gerettet. Dass auch andere Hersteller bereits ein solches System verwenden, liegt daran, dass es Arai sich absichtlich nicht patentieren ließ - Sicherheit geht nun mal vor, für alle!
Die Rennstrecke ist ein aufgelassener Flieger-Stützpunkt - die Flying Control erinnert noch daran.
Während die Motorräder bereits auf die Fahrer warten...
...warten die Fahrer geduldig auf ihre Arai RX-7V-Helme.
Es ist für jeden einer da, kein Grund, neidig zu sein. Auch wenn mein Blick etwas anderes vermuten ließe.
Dann ist aber ohnehin Warten angesagt, bis die erste Gruppe die Testfahrt absolviert hat. Passiert ist im Übrigen nichts - der RX-7V kam also außer hübsch auszusehehn, nicht zum Einsatz.
Die "arge" Rennstrecke, die TT war bereits in manchen Teilstücken als Einbahn geführt - mit dem Bus trotzdem keine Versuchung ordentlich anzurauchen.
Die Burschen in den ersten Trainings hatten da hingegen schon mehr Spaß an den Kurven.
Vorherige Kurve von der anderen Seite, ein sehr beliebter Aussichtspunkt, zusätzlich mit gutem Essen und Trinken in Creg-Ny-Baa.
Offensichtlich fühlt sich auch der RX-7V pudelwohl an der Bar - natürlich trinkt er nur Alkoholfreies.
Ein Foto vom Renngeschehen muss schon sein. Ein Bier aber auch, wenn man schon nicht selbst fahren kann.
EIn kurzer Ausblick, wie es aussieht, wenn ein Sturz glimpflich verläuft...
...und Hoffnung für alle Sturzpiloten: Man kann trotzdem 11x gewinnen!
Die Bikes der Legenden, in der Mitte Joey Dunlops Honda, mit der er einige Siege feiern konnte.
Ankunft der Gladiatoren: Im Museum geht es auch um die Geschichte der Isle of Man, einen großen Stellenwert hat aber auch die TT.
Nicht ohne Grund gibt es die Tourist Trophy - ein motorradbegeistertes Völkchen!
Der Enkel des Firmengründers, Akihito "Aki" Arai ist so wie sein Vater und sein Großvater ein begeisterter Entwickler, der sich schon stark in die Entwicklung des RX-7V eingebracht hat.
Einen Visierwechsel schafft er in ca. 5 Sekunden. Mit etwas Übung geht es für jedermann sehr schnell.
Die Enthüllung des Schmuckstücks Arai RX-7V.
Seine Vorgänger mussten schon so einiges wegstecken - was ihnen natürlich bestens gelungen ist.
Mit dem RX-7 clc wurde 1978 die Erfolgsgeschichte der RX-7-Serie gestartet.
Der Rx-7RR von 1991 hatte bereits bahnbrechende Innovationen in sich vereint und sieht auch heute noch sehr modern aus - nach fast 25 Jahren!
Man merkt sofort, wie stolz Aki Arai auf das Produkt seiner Firma ist - da steht ein Börsengang und Teilhaber mit Mitspracherecht nicht zur Debatte.
Natürlich ist er selbst ein begeisterter Motorradfahrer
Aber auch sein Vater, der aktuelle Arai-Boss Michito "Mitch" Arai ist nicht nur ein begnadeter Helmproduzent...
...sondern auch passionierter Motorradfahrer.
Für die Testfahrten auf der Isle of Man warteten wir gerne ein paar Minuten - das Flair des Fahrerlagers ist herrlich.
Auf der Strecke war natürlich viel los, kaum Zeit, die Gewschwindigkeit im Rennen nachzuempfinden. Für einen Beistrich in der Hose reichte es dennoch.
Penible Konfiguration für jeden Nutzer ist oberstes Prinzip bei Arai, die Mitarbeiter sind ausgezeichnet geschult.
Direkt bei der Ausgabe wird jede Funktion nochmals überprüft.
Es sieht nur etwas dämlich aus, ich weiß grundsätzlich schon, wie man einen Helm aufsetzt.
Dafür gehe ich dann sofort in eine meditative Phase über...
...die manchmal auch etwas länger anhält.
Die Landkarte der Isle of Man, die Rennstrecke führt mit ihren 60 Kilometern knapp über die Hälfte der Insel.
Der Triskelion symbolisiert die "Stehaufmanderl"-Natur der Einwohner der Isle of Man: Man landet immer wieder auf den Beinen!
Alte Rennmaschinen haben eine phantstische Anziehungskraft - vor allem, wenn sie von Joey Dunlop gesteuert wurden.
Die Ahnengalerie dier Tourist Trophy...
...die mit 26 Siegen von Joey Dunlop angeführt wird.
Auch er vertraute auf einen Arai-Helm.
Sein Neffe Michael Dunlop stieg erfolgreich in die Fußstapfen des Altmeisters, bereits 11 Siege gehen auf sein Konto.
Sehr kurios auch seine Michael Dunlop Experience, bei der man (fast) hautnah das Rennen miterlebt.
Auf der Isle of Man ist alles urig und ein bisschen Retro, auch die Elektro-Tramway.
Der größte Horror für die vielen TT-Fans, die mit dem Motorrad die Strecke abfahren - ein Reisebus!
Dafür kann man bei den Trainings und später bei den Rennen viel Action miterleben.
Was sonst fährt man auf einer britischen Insel als eine Triumph!
Das Vorgängermodell des Arai RX-7V, der RX-7GP in der bildhübschen Tourist Trophy-Edition. Die Marke ist seit Jahrzehnten mit dem einzigartigen Rennen verbunden, viele Fahrer starten mit Arai-Helmen.
Das Bild des wagemutigen Firmengründers wird auch sehr gerne bei Präsentationen verwendet - welche andere Firma kann schon mit so etwas aufwarten?
Der stolze Enkel des Firmengründers mit dem neuesten Schmuckstück.
Mit seiner runden Form unverkennbar ein Arai-Helm.
Die langweilige Atmosphäre täuscht, es war ein wirklich spannender Film!
Die Ruhe vor dem Sturm - am liebsten wären alle gleichzeitig ausgerückt.
Ausführliche Kontrollen sind bei Arai ganz normal.
Das Wetter war uns ungewöhnlich hold. Ich rechnete mit viel Regen und ein wenig Sonne - es war genau umgekehrt.
Das Gelände vor der kleinen aber feinen Rennstrecke.
Das Racing-Service kümmert sich um die speziellen Anliegen der vielen Rennfahrer bei der TT.
Auf der Start-Ziel-Geraden herrscht ein reges Treiben, auch vor den wahren Publikumsmagneten Supersport- und Superbike-Rennen.
Ein kleiner Teil des Teams samt Journalisten mit lästigen Fragen.
Ein Pinlock-Visier verhindert sehr effizient das Beschlagen des Hauptvisiers.
Während der Präsentation immer den Helden am Podest im Blick.
Gemütliches Essen beim Museum.
Sogar die Kennzeichen auf der Isle of Man sind so ganz anders als unsere - und somit sehr cool.
Galerie von: 1000PS Internet GmbH
hochgeladen am 10.06.2015