Tourance Exp Tour
Metzeler Tourance
Exp |
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Europatournee mit Tourbus Begleitung |
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Da hat sich Metzeler
selbst beim Wort genommen und den neuen Tourance Exp nicht auf einer
gewöhnlichen Ausfahrt präsentiert, sondern auf einer echten Tour, von
Barcelona bis nach Turin. Ich gehörte der ersten Journalistentruppe an, die in den Genuss dieser Reise kommen sollte und war daher für den Abschnitt von Barcelona bis nach Marseille, mit Zwischenstopp in Cap D'Adge, eingeteilt. Residiert wurde in Barcelona im eindrucksvollen Hotel Hesperia Tower, einem Turm aus Stahl und Glas, in dessen Kuppel am Dach in 105 Metern Höhe sich eines der besten Restaurants des Landes befindet. Für ein Diner hätten wir uns leider schon vor einem Jahr anmelden müssen. |
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Entweder Martin Wiesner erklärt Jeff Assna gerade die Metzeler Cap&Base Technologie, oder er zeigt ihm, wie man klatscht. Jeff versteht beides nicht. |
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Das neue Reifenprofil ist ein klares Bekenntnis zur Strasse. Die Wurzeln abseits von Asphalt werden trotzdem nicht vergessen. Die Optik spricht vom grossen Abenteuer. |
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Barcelona Solsona
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Ein Highway wie in der neuen Welt. |
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Oliana Im lokalen Motorradmuseum, das seltsamerweise jede Menge alter BMWs zu zeigen hatte, genossen wir einen Vormittagssnack und konnten uns kurz von den Offroadqualitäten des Tourance Exp überzeugen. Er wurde zwar nur für eine Nutzung von 10% abseits befestigter Strassen entwickelt, trotzdem wollten wir uns die kurze Fahrt über Stock und Stein nicht entgehen lassen. Tatsächlich handelte es sich bei dem Offroadteil um eine Schotterpiste, von fein bis sehr grob, fast schon steinig. Da das neue Laufflächenprofil aus grossen Profilblöcken besteht, sprich einen grossen Positivanteil besitzt, war die Traktion auf normalem Schotter in Ordnung, für gröberen Untergrund ist das Profil allerdings nicht mehr geeignet. |
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Oliana Art Urgell Die weitere Route führte uns bis Andorra, über Berge und Täler. Nach Durchquerung einiger Ortschaften hielten wir an einem schönen Lokal mit Mini-Golfplatz zum Mittagessen. |
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Kleinster Golfplatz der Welt. 7 Löcher auf 70 Quadratmeter. |
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Alt Urgell Saillagouse Nach dem Mittagessen begann die Überfahrt der Pyrenäen in Richtung Frankreich, um den Staat Andorra herum. Die Strasse führt durch ein breites Tal, das im Süden durch die Serra de Cadì und im Norden von der Staatsgrenze zwischen Spanien und Frankreich begrenzt wird. Der Asphalt ist ordentlich und die Fahrt ein Mix aus engen und breiten Kurven. Mit voller Wampen gerade noch zu ertragen. Bis es wieder bergab ging und die beste Reiterei des Tages anfing, hatten wir bereits soweit verdaut, dass eine Schubumkehr unwahrscheinlich geworden war. |
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Die BMW hat zwar einen Plan, die italienischen Guides hatten trotzdem keinen. |
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Jeff Assna und kot warten....und warten....und warten. |
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Saillagouse Cannaveilles Spezial-Strecke 32 km Bei der Abfahrt wurde es dann richtig ernst. Enge Fahrbahn, schmale Kurven und Spitzkehren, das ganze mit entsprechendem Gefälle und unberechenbarem Verkehr garniert. Das verlangte oft nach abrupten Bremsmanövern und schnellen Linienkorrekturen. Hier war wieder der Vorderreifen gefordert. Die neue Struktur führt zu einer kontrollierten Verformung der Aufstandsfläche, damit möglichst viel Bremskraft an den Asphalt abgegeben werden kann. Die Cap&Base Technologie, bei der zwei Gummimischungen unterschiedlicher Steifigkeit bei Lauffläche und Struktur zum Einsatz kommen, unterstützt dies nicht nur, sie sorgt auch für mehr Komfort bei schlechten Strassenverhältnissen. Uns war der Komfort natürlich relativ egal, wichtig war, nicht als Letzter unten anzukommen (noch wichtiger allerdings, überhaupt unten anzukommen). Das Tempo wurde forciert und als wir im Tal angekommen waren und es entlang einer niedrigen Mauer direkt neben der Strasse erst richtig schnell wurde, wusste ich, dass es noch lange nicht zu Ende war. |
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Ankunft nach dem ersten Tag. Dauer der Tour: 8:30 bis 20:30 Uhr |
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Cannaveilles Cape dAgde Genug ist bekanntlich nie genug. Obwohl ich froh war, dass das Tempo irgendwann wieder gemächlicher wurde, dauerte es nicht lange, bis ich den letzten 30 Kilometern nachzuweinen begann. Nach der Fetzerei ging es runter Richtung Meer, die Landschaft wurde mediterraner und die Strassen gerader. Die letzten 100 Kilometer wurden auf der Schnellstrasse herunter gespult, bis wir schliesslich um 20:30 Uhr im Hotel in Cape d'Adge eintrafen. |
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![]() Tag 2 Zum Mittagessen hielten wir in Saintes Maries de la Mer. In einem kleinen Lokal wurden besonders grosse Steaks serviert, und zwar so roh wie noch nie. Ich musste nach dem Mahl sofort meinen Platz verlassen, da ich das Massaker auf meinem Teller optisch nicht derzahte. |
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Die Teller jetzt noch leer, später wahlweise mit Paella oder 600 Gramm T-Bones belegt. |
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In Saintes Maries de la Mer gibt es nicht nur Heilige. Friedliebende Zigeunerinnen fuchteln mit Marienanhängern vor deinem Gesicht herum, segnen dich...und räumen dir die Taschen aus. |
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Man kann sagen, dass der
Reifen so ca. 50 verschiedene Fahrbahnbeläge und Zustände gesehen hat.
Von trocken bis nass, von griffig-rau bis rutschig-glatt. Selbst als es
wirklich zur Sache ging und wir so fuhren, wie man mit so einem Motorrad
eigentlich nicht fahren sollte, erlebte ich keine bösen Überraschungen. Der
Reifen zeigte nie eine plötzlich auftretende Schwäche, funktionierte und
korrespondierte hervorragend mit dem Motorrad.
Wir blicken zurück und werden den Gedanken nicht los: Da wär noch mehr gegangen. Wir haben den Reifen anfangs unterschätzt und unterschätzten ihn noch zum Schluss. Diese Performance ist man einfach nicht gewohnt, man sieht das Profil und stellt sich bewusst oder unbewusst darauf ein. Doch dieser Reifen ist neu und das Abenteuer, das er mit sich bringt, ist es auch.
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Interessante Links:
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Text: kot |
Bericht vom 31.05.2007 | 10.806 Aufrufe