Wie finde ich das perfekte Motorrad für mich?
Motorradfahren lernen - der ultimative Motorradkauf-Leitfaden!
Du willst ein Motorrad kaufen, weisst aber nicht, welches am besten zu dir passt? Lass dich von unserem ultimativen Leitfaden durch den Dschungel der Kategorien führen!

Einführung in die Motorradkategorien
Willkommen in der vielfältigen Welt der Motorräder! Jede Kategorie hat ihre eigenen Besonderheiten und ist für bestimmte Fahrstile und -bedingungen geeignet. Jede der im Folgenden beschriebenen Kategorien hat ihre Vor- und Nachteile, und die Wahl hängt letztendlich von deinen persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen ab.
Naked Bikes: Für Puristen
Naked Bikes sind die minimalistischen Meisterwerke der Motorradwelt und stehen für ein rohes, unverfälschtes Fahrerlebnis. Naked Bikes haben weniger Verkleidung als Sport- oder Touring-Bikes, wodurch sie in der Regel leichter und wendiger sind, was sie wiederum zu einer ausgezeichneten Wahl für den Stadtverkehr macht. Dennoch sind viele Naked Bikes mit den neuesten Technologien ausgestattet und bieten fortschrittliche Fahrassistenzsysteme. Die Sitzposition auf einem Naked Bike ist meistens aufrechter und komfortabler, was sie grundsätzlich zu einer guten Wahl für längere Fahrten macht. Ohne Windschild bist du allerdings den Elementen stärker ausgesetzt, was auf langen Etappen oder bei schlechtem Wetter ein Nachteil sein kann. Naked Bikes sind in der Lage, eine Vielzahl von Anforderungen zu meistern, von der Stadt bis zur Landstrasse.

Alle Berichte der umfassenden Serie "Motorradfahren lernen" auf 1000PS:
Supersport-Motorräder: Für Geschwindigkeitsfreaks
Wenn Geschwindigkeit und Performance für dich an erster Stelle stehen, dann sind Supersport-Motorräder genau dein Ding. Diese Maschinen sind für ihre beeindruckende Beschleunigung, ihre hohe Topgeschwindigkeit und ihr präzises Handling bekannt. Sportmotorräder sind in der Regel mit leistungsstarken Motoren ausgestattet, die auf hohe Drehzahlen ausgelegt sind. Ihre aerodynamische Form und ihr geringes Gewicht tragen zur hohen Geschwindigkeit und Performance bei. Die Sitzposition ist eher aggressiv, mit niedrigen Lenkern und hohen Fussrasten, was eine aktive Fahrweise fördert. Allerdings kann diese Position auf längeren Fahrten unbequem sein. Sportmotorräder sind auch in Sachen Technologie mit fortschrittlichen Fahrhilfen oft an der Spitze.

Honda, Metzeler, Stadler und SW-Motech als 1000PS-Partner!
Ein grosses Projekt verlangt nach grossen Partnern - weshalb wir uns entschieden, für unsere Berichteserie Motorradfahren lernen mit hochwertigen Herstellern wie Honda, Metzeler, Stadler und SW-Motech zusammen zu arbeiten. Für einen feinen Querschnitt durch die aktuellen Motorradkategorien haben wir von Honda eine einsteigerfreundliche CB500 Hornet, eine sportliche CB650R sogar mit E-Clutch (muss man mal probiert haben!) und als Referenz für das Adventure-Segment eine CRF1100L Africa Twin Adventure Sports mit elektronisch verstellbarem Fahrwerk gewählt. Bestückt wurden alle Bikes mit Taschen oder Tankrucksäcken von SW-Motech, damit wir diverse Utensilien, die wir bei unseren Fotofahrten brauchten, gut verstauen konnten. Da wir natürlich nicht wussten, wie das Wetter wird, vertrauten wir bei der Kleidung auf Highend-Ware von Stadler Bekleidung, die dank GoreTex-Material und innovativen SASS-Belüftungsöffnungen sowohl bei nasskaltem als auch bei heissem Wetter ausgezeichnet funktionieren. Schliesslich wollten wir auch bei den Reifen nichts dem Zufall überlassen, für unsere Vorführ-Fahrten wurden auf allen drei Maschinen Qualitäts-Pneus von Metzeler aufgezogen. Und ja, richtig vermutet, natürlich hat mit allen vier Herstellern alles problemlos funktioniert!
Touring-Bikes: Für Langstreckenfahrer
Touring-Bikes sind dafür gemacht, dich über weite Strecken komfortabel und stilvoll zu transportieren. Mit ihren souveränen Motoren, dem grosszügigen Stauraum und den vielen Komfortfunktionen sind sie die perfekte Wahl für ausgedehnte Reisen. Die Sitzposition auf einem Touring-Bike ist aufrecht und bequem, die Lenker sind hoch und die Fussrasten niedrig positioniert. Das sorgt dafür, dass du auch nach Stunden im Sattel noch entspannt und ohne Verspannungen fahren kannst. Viele Touring-Bikes sind mit Extras ausgestattet und manche Modelle bieten fortschrittliche Fahrhilfen wie elektronische Fahrwerke, Tempomat und Navigationssysteme. Ein weiterer Vorteil von Touring-Bikes ist ihre hohe Zuladung für Beifahrer und Gepäck. Aufgrund ihrer Grösse und ihres Gewichts sind sie aber weniger wendig und können in der Stadt oder auf kurvigen Strassen etwas unhandlich sein.

Cruiser: Für Entspannte
Cruiser sind für ihre entspannte Sitzposition, ihren tiefen Schwerpunkt und ihren charakteristischen Stil bekannt. Cruiser sind die perfekte Wahl, wenn du das pure, unverfälschte Gefühl des Motorradfahrens suchst. Sie sind nicht darauf ausgelegt, die schnellsten Maschinen zu sein. Die Sitzposition auf einem Cruiser ist niedrig und entspannt, mit den Füssen nach vorne und den Händen vergleichsweise hoch. Das kann auf längeren Fahrten sehr bequem sein, aber es kann auch bedeuten, dass du weniger Kontrolle und Agilität hast als auf anderen Arten von Motorrädern.

Reiseenduros: Für Abenteurer
Reiseenduro sind vielseitige Motorräder, die speziell für lange Strecken und unterschiedliche Strassenbedingungen konzipiert werden. Diese robusten Maschinen verbinden in der Regel die Eigenschaften von Strassenmotorrädern mit Geländetauglichkeit und Komfort für ausgedehnte Reisen. Reiseenduros zeichnen sich durch ihre aufrechte Sitzposition, einen stabilen Rahmen und eine Federung mit langem Federweg aus, um Unebenheiten auf Strassen und im Gelände zu bewältigen. Der auf Drehmoment ausgelegte Motor ermöglicht es, sowohl auf Autobahnen als auch auf Offroad-Strecken eine gute Performance zu geniessen. Zudem bieten Reiseenduros oft umfangreiche Ausstattungen wie Koffersysteme, verstellbare Windschilde und fortschrittliche Elektronik, um den Fahrkomfort und die Sicherheit zu erhöhen.

Offroad-Motorräder: Für alle, die keinen Asphalt brauchen
Offroad-Motorräder, auch bekannt als Dirt Bikes oder Hard-Enduros, sind robust, leicht und wendig, mit langen Federwegen und grobstolligen Reifen, die dafür ausgelegt sind, sich durch Schlamm, Sand, Kies und Felsen zu kämpfen. Offroad-Motorräder sind in der Regel mit einem Einzylindermotor ausgestattet, der eine gute Balance zwischen Leistung und Gewicht bietet. Sie haben auch eine aufrechte Sitzposition und hohe Bodenfreiheit, was hilft, Hindernisse auf dem Trail zu überwinden. Offroad-Motorräder erfordern aber eine andere Fahrtechnik als Strassenmotorräder.

Roller: Die Meister der Einfachheit
Hochoffiziell erkennt man Roller daran, dass sie keine Pedale für die Füsse sondern Trittbretter besitzen und durch ihre Schürze vor den Beinen den Fahrer besser vor Wind und Wetter schützen. Üblicherweise, bis auf einige Ausnahmen, haben moderne Roller auch ein Automatik-Getriebe, das die Nutzung natürlich besonders einfach macht. Den typischen Durchstieg für die Beine, der das Aufsitzen erleichtert, haben heutzutage aus Stabilitätsgründen viele Roller nicht mehr. Allerdings besitzen die meisten Roller unter ihrem Sitz ein teilweise richtig grosses Gepäckfach, in das man den Helm und/oder andere Utensilien packen kann.

Ein Motorrad mit hoher Leistung ist anspruchsvoll zu fahren und erfordert eine gute Kontrolle und ein tiefes Verständnis für die Dynamik des Motorradfahrens - was für einen Anfänger schwer sein kann. Als Neuling bist du besser mit einem Motorrad bedient, das leicht zu handhaben ist, eine moderate Leistung hat und dir erlaubt, deine Fähigkeiten sicher zu entwickeln. Mit zunehmender Erfahrung kannst du dann auf leistungsstärkere und spezialisierte Motorräder umsteigen. Vor allem sei ehrlich zu dir selbst und schätze dein Fahrkönnen richtig
Die Rolle des Fahrkönnens
Ein Motorrad mit hoher Leistung ist anspruchsvoll zu fahren und erfordert eine gute Kontrolle und ein tiefes Verständnis für die Dynamik des Motorradfahrens - was für einen Anfänger schwer sein kann. Als Neuling bist du besser mit einem Motorrad bedient, das leicht zu handhaben ist, eine moderate Leistung hat und dir erlaubt, deine Fähigkeiten sicher zu entwickeln. Mit zunehmender Erfahrung kannst du dann auf leistungsstärkere und spezialisierte Motorräder umsteigen. Vor allem sei ehrlich zu dir selbst und schätze dein Fahrkönnen richtig ein.

Budgetplanung für den Motorradkauf
Es ist nicht nur wichtig, dass du dir das Motorrad leisten kannst, sondern auch, dass du die laufenden Kosten berücksichtigst. Dazu gehören Anmeldegebühren, Versicherung/Steuer, Wartung, Kraftstoff und eventuell auch Parkgebühren. Plane unbedingt einen Teil deines Budgets für notwendige Ausrüstung wie Helm, Jacke, Handschuhe und Stiefel ein! Vergiss nicht, dass es auch unerwartete Kosten wie Reifen oder Reparaturen geben kann.
Die Bedeutung von Körpergrösse und Motorradgewicht
Die Sitzhöhe ist ein entscheidender Faktor. Du solltest vor allem als Anfänger in der Lage sein, beide Füsse flach auf den Boden zu stellen, wenn du auf dem Motorrad sitzt. Das gibt dir mehr Kontrolle und Sicherheit, besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten und beim Anhalten. Wenn du kleiner bist, könnten niedrigere Modelle oder solche mit verstellbarer Sitzhöhe besser zu dir passen. Das Gewicht des Motorrads ist ebenfalls zu berücksichtigen, ein schweres Motorrad kann schwierig zu handhaben sein, besonders für weniger kräftige Fahrer. Und ein Motorrad mit einem hohen Schwerpunkt kann instabil und kippelig sein, besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Probefahrten: Warum sie unerlässlich sind
Eine Probefahrt ist ein absolutes Muss, bevor du ein Motorrad kaufst. Es ist die beste Möglichkeit, ein Gefühl für das Motorrad zu bekommen und zu sehen, ob es zu dir passt. Wie fühlt sich das Handling an? Wie reagiert der Motor auf das Gas? Wie gut funktionieren die Bremsen? Auch der Komfort ist ein wichtiger Aspekt, den du während einer Probefahrt beurteilen kannst. Die Probefahrt gibt dir auch die Möglichkeit, eventuelle Probleme oder Mängel zu entdecken.
Sicherheitsaspekte beim Motorradkauf
Sicherheit und Funktionstüchtigkeit sollten immer an erster Stelle stehen. Ein älteres Motorrad kann zwar Charme haben, ist möglicherweise aber nicht mit den neuesten Sicherheitsfeatures wie ABS und Traktionskontrolle ausgestattet. Die Bremsen sollten reaktionsschnell und kraftvoll sein. Die Reifen sollten ausreichend Profil haben und keine Risse oder andere Schäden aufweisen. Scheinwerfer, Rücklichter und Blinker müssen ebenfalls einwandfrei funktionieren.
Gebrauchtes vs. neues Motorrad: Vor- und Nachteile
Ein neues Motorrad bietet den Vorteil, dass es in einwandfreiem Zustand ist. Es kommt mit einer Garantie, und du hast das neueste Modell mit den aktuellsten Technologien und Features. Allerdings ist ein neues Motorrad auch teurer in der Anschaffung und es verliert schnell an Wert. Ein gebrauchtes Motorrad hingegen ist oft deutlich günstiger in der Anschaffung und hat in der Regel seinen grössten Wertverlust schon hinter sich. Allerdings musst du bei einem gebrauchten Motorrad mit möglichen Reparaturen und Wartungsarbeiten rechnen.
Die Rolle des Kundendienstes und der Ersatzteilversorgung
Ein guter Kundendienst ist unerlässlich, wenn du auf Probleme stösst oder Fragen zu deinem Motorrad hast. Ein schneller, hilfsbereiter und kompetenter Kundendienst kann dir unkompliziert helfen, Probleme zu lösen. Es ist unvermeidlich, dass Teile an deinem Motorrad im Laufe der Zeit verschleissen oder beschädigt werden. In solchen Fällen ist es wichtig, dass Ersatzteile leicht verfügbar und erschwinglich sind. Ein Motorrad, für das es schwierig ist, Ersatzteile zu finden, kann dich viel Zeit und Geld kosten.

Motorradkauf: Rechtliche Aspekte
Zunächst einmal ist es wichtig, sicherzustellen, dass der Verkäufer das Recht hat, das Motorrad zu verkaufen und dass es nicht gestohlen ist. Gleiche dafür den Fahrzeugbrief mit den tatsächlichen Daten des Motorrads ab. Bei einem Kauf von einem Händler hast du in der Regel ein gesetzliches Recht auf Gewährleistung, der Händler haftet für Mängel, die zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden haben. Bei einem Privatkauf kann die Gewährleistung jedoch ausgeschlossen werden. Schliesslich ist es auch wichtig, einen rechtlich bindenden Kaufvertrag zu haben.
Versicherung und Zulassung: Was du wissen musst
Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und deckt Schäden ab, die du anderen zufügst. Teilkasko und Vollkasko sind optional, bieten aber zusätzlichen Schutz, beispielsweise bei Diebstahl, Vandalismus oder Unfällen, die du selbst verursacht hast. Die Zulassung ist der offizielle Prozess, bei dem dein Motorrad bei der zuständigen Behörde registriert wird. Du benötigst dafür verschiedene Dokumente, darunter den Fahrzeugbrief, den Kaufvertrag und eine Versicherungsbestätigung. Bei der Zulassungsstelle erhältst du dann dein Kennzeichen und die Zulassungsbescheinigung, auch Fahrzeugschein oder Zulassungsschein genannt.
FAQs / Häufig gestellte Fragen zum Motorradkauf
Welche sind die wichtigsten Kategorien von Motorrädern, die ich beim Kauf berücksichtigen sollte?
Die wichtigsten Kategorien sind Naked Bikes, Sportmotorräder, Touring-Bikes, Reiseenduros, Cruiser und Offroad-Motorräder. Jede Kategorie hat ihre eigenen Vorzüge und ist für bestimmte Fahrstile und -bedingungen geeignet.
Wie wichtig ist mein Fahrkönnen beim Kauf eines Motorrads?
Dein Fahrkönnen ist sehr wichtig. Anfänger sollten ein Motorrad wählen, das leicht zu handhaben und zu kontrollieren ist, während erfahrene Fahrer ein leistungsstärkeres und anspruchsvolleres Motorrad wählen können.
Wie viel sollte ich für ein Motorrad ausgeben?
Das hängt von deinem Budget ab. Du solltest nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die laufenden Kosten wie Versicherung, Wartung und Treibstoff berücksichtigen. Ein teures Motorrad kann auf lange Sicht noch teurer werden, wenn die Wartungskosten hoch sind.
Wie wichtig ist die Körpergrösse und das Gewicht beim Kauf eines Motorrads?
Deine Körpergrösse und dein Gewicht können bestimmen, welches Motorrad für dich am bequemsten ist. Grosse Fahrer können auf kleinen Motorrädern eingeengt sein, während kleinere Fahrer auf grossen Motorrädern Schwierigkeiten haben können, den Boden mit den Füssen zu erreichen.
Welche Sicherheitsaspekte sollte ich beim Kauf eines Motorrads berücksichtigen?
Moderne Motorräder sind mit fortschrittlichen Sicherheitsfunktionen wie ABS und Traktionskontrolle ausgestattet, die besonders für Anfänger nützlich sein können.

Nachschlagewerk: So geht das! Wie man was findet
Auch wenn das 1000PS Nachschlagewerk nicht auf einmal sondern bis Ende des Jahres immer weiter ergänzend erscheint, ist es am Ende eine grosse, einem Lexikon ähnliche, Database, in der man nach Kapiteln und Absätzen geordnet auf die häufigsten Fragen, die in den 1000PS-Foren in den letzten Jahren gestellt wurden, eine Antwort findet.
Die umfassende Serie "Motorradfahren lernen" auf 1000PS im Überblick:
Entdecke unsere umfassende Serie "Motorradfahren lernen" auf 1000PS, in der wir alle Aspekte des Motorradfahrens behandeln. Von der Wahl des richtigen Motorrads, über die korrekte Bedienung von Kupplung und Bremsen, bis hin zur optimalen Körperposition und Kurventechnik. Wir zeigen dir, wie du moderne Fahrassistenzsysteme nutzt, bei Nacht oder auf nasser Fahrbahn sicher fährst und sogar wie du Notmanöver meisterst. Egal ob du Anfänger bist oder deine Fähigkeiten verbessern möchtest, unsere Serie bietet wertvolle Tipps und Ratschläge für jeden Fahrer. Tauche ein in die Welt des Motorradfahrens mit 1000PS!
Bericht vom 25.06.2024 | 17.830 Aufrufe