Stadler Werksbesuch
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Stadler Headquater in Aidenbach, Bayern. |
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Stadler Motorradbekleidung Werksbesuch |
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Wir haben hinter die Kulissen des Premium Bekleidungsherstellers Stadler geblickt. | |
Seit über 40 Jahren besteht der Betrieb der Familie Stadler bereits. Früher noch überwiegend im modischen Bereich unterwegs,
kristallisiert sich über die Jahre hinweg immer mehr die Verbindung mit der eigenen Leidenschaft, dem Motorradfahren, heraus und man spezialisiert sich auf die Produktion von Motorradbekleidung. Ein fester Bestandteil im Stadler Portfolio ist die Produktion von Motorradbekleidung für Behörden. Stadler fertigt für die Polizei von Deutschland, Österreich, Holland, Dänemark,... . |
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Die Entstehung eines Stadler Produktes beginnt im Besprechungsraum - welchen Verwendungsweck soll das neue Produkt erfüllen, welche Features muss es vorweisen und welche Materialien erfüllen diese Vorgaben am besten. Die festgelegten Fakten werden dann aufgezeichnet und in den Computer eingegeben. | Um nur im Ansatz zu verstehen, wie komplex die Bekleidungsproduktion ist. Hier ein Teil einer Jacke (je nach Type haben Jacken zwischen 180 bis 250 Teile) , die verschiedenen Linien kennzeichnen unterschiedliche Grössen - gut zu erkennen, dass verschiedene Grössen nicht nach allen Seiten linear grösser sind. Weiters müssen auch bei verschiedenen Materialien die unterschiedlichen Schrumpffaktoren beim Waschen berücksichtigt werden. |
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Nachdem jedes einzelne Teil erstellt wurde, werden die Teile aus den jeweils gleichen Materialien in ein Schnittmuster zusammengeführt und mittels Plotter ausgedruckt. Der Ausdruck wird dann auf die jeweiligen Textilien gelegt und geschnitten. | |
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Die textilen Materialien werden automatisiert von einem Schnittroboter ausgeschnitten. Um den Durchblick zu behalten, bleiben bis zum Vernähen Textil und Ausdruck aneinander. | Leder muss per Hand geschnitten werden, da dieses Naturprodukt immer wieder Risse oder Löcher aufweist, welche aussortiert werden müssen. |
Stadler hat übrigens zwei Produktionsstätten, eine in Aidenbach, die
andere in Kroatien. Während man in Bayern die Entwicklung, Zuschnitt,
Näherei und Vertrieb findet, wird in Kroatien nur genäht. Insbesondere
wird bei der Wahl der verschiedenen Rohstoffe neben der Qualität auch
sehr stark auf die Herkunft geachtet. |
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Im bayrischen Werk findet man nur eine Hand voll Näherinnen, der Grossteil wird in der zweiten Produktionsstätte in Kroatien genäht. | Damit auch alles dicht ist, werden nach dem Nähen die Nähte wasserdicht verschweisst. |
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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Jede Naht wird mit diesem Prüfgerät auf Undichtheiten überprüft. Weist ein Teil Fehler auf, wird es hier sofort sichtbar. | Nachdem alles vernäht und verklebt wurde, werden nur mehr die Druckknöpfe montiert. Von Produktionsbeginn bis zum Ende einer Jacke vergehen im Schnitt 2 Tage. |
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Ein Teil des Lagers in Bayern. Die Hauptabsatzmärkte sind Deutschland, Österreich sowie die Niederlande. Der Vertrieb erfolgt nur über versierte Fachhändler, in Österreich wird Stadler von der Motorradklinik, RG Grötzmeier und der 2Rad Börse vertrieben. | |
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Bei Stadler repariert man übrigens auch beschädigte Kleidungsteile - hier zb. eine Jacke Bj 1994! mit leichten Abnutzungserscheinungen. | Die hervorragende Qualität der Stadler Produkte hat sich herumgesprochen, Motorradstreifen aus nahezu ganz Europa ordern bei Stadler. |
Stadler fertigt im übrigen auch nach Mass an - und das zu vernünftigen Preisen. Der Aufschlag für eine Sonder- und Massfertigung (Grösse und Design werden vom Kunden selber bestimmt) belaufen sich auf unter 300 € . | |
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Interessante Links: |
Text: Patrick Auer "arlo" |
Weitere 1000PS Werksbesuche
Bericht vom 19.12.2012 | 11.559 Aufrufe