Waterbike Basics

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Waterbikes machen mörderischen Spass, haben mächtig Leistung und sind mittlerweile fast legal. Könnte der neue Trendsport werden.

Waterbike

Wer auch auf dem Wasser Motorrad Feeling haben möchte dem empfehle ich eine Wassermopettn aka. Jet Ski bzw. Wave Runner, Waterbike oder wie auch immer die Marketingabteilungen der Hersteller ihre Wasserfahrzeuge nennen.. 


Geschichtliche Entwicklung:
Anfang der 70er sind Jetboote in den USA ursprünglich als Wasserrettungsfahrzeuge entwickelt worden. Sie sind klein, schnell und wendig. Neben der Bezeichnung Jet Ski (eingetragenes Warenzeichen von Kawasaki) gibt es noch Personal Watercraft (PWC), Water-, Wet- oder Aquabike zur Wahl. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Modellen zum Sitzen (für eine oder mehrere Personen) und den Stehern dem eigentlichen Jet Ski. Die ersten Sitzmodelle wurden von Bombardier in den späten 60igern entwickelt. Der erste Steher war der Kawasaki JS 400 im Jahre 73. 

Funktionsweise: 
Der Steher erfordert ein wenig Gleichgewichtsgefühl und viel Übung, Sitzer sind zu 99% idiotensicher. Da Waterbikes über kein Ruder verfügen muss mit dem Gas gelenkt werden. Vor der Kurve kurz weg vom Gas und in der Kurve allmählich beschleunigen. Bevor man bei Steher steht muss auf den Knien gefahren werden sonst brezelt man nur vor sich hin. Zur Sicherheit verfügt das Waterbike über eine Reissleine die sich im Falle eines Sturzes löst und den Motor abstellt. Sonst darf der Pilot einen Schwimmmarathon einlegen. Man sollte grundsätzlich über eine gewisse sportliche  Grundkondition verfügen, weil gerade am Anfang die Kontrolle des Geräts Kraft und Ausdauer erfordert. 

Ausrüstung: 
Neben dem Fahrzeug sollte man sich einen Neoprenanzug, Schuhe, Schwimmweste und  einen Helm besorgen.

Antrieb:
Der Antrieb erfolgt direkt über die Kurbelwelle auf einen Impeller. Man kann sich das vorstellen wie ein Abflussrohr, in dem sich ein Ventilator befindet. Das Wasser wird an der Unterseite des Jetski durch das Intake Grade (Einlassgrill) angesaugt, in ein Rohr geleitet, in dem sich der Impeller (Propeller, Flügelrad) befindet. Der Wasserstrahl wird über ein verstellbares Rohrstück nach hinten geleitet. Dieses verstellbare Rohrstück (Noozle) wir über Seilzüge mit der Lenkung verbunden. Je nach Ausführung ist der Impeller aus Alu oder aus Edelstahl ausgeführt. Befeuert werden die Geräte von 2 oder 4 Takt Motoren.

Kosten und Service:

Ein gebrauchtes Waterbike bzw. ein Wave Runner kostet ab 3000 Euro aufwärts. Ein neuer Steher kostet ca. 7000 Euro je nach Motorosierung und Marke. Ein Sitzer kostet ab 9000 Euro aufwärts. Yamaha bietet auch auf Waverunner eine Garantie von 24 Monaten. Je nach Einsatz sollte jedes Waterbike mindestens einmal im Jahr beim Vertragshändler gewartet werden.

Jet Ski fahren in Österreich:

Wie sich der geneigte Leser vorstellen kann ist es nicht einfach einen Jet Ski in Österreich zu betreiben. Einen Jetski ins Wasser lassen und losfahren endet mit einer fetten Geldstrafe. Aber mittlerweile hat sich sogar der österreichische Verwaltungsapparat dazu entschlossen Waterbikes zuzulassen. 

Seit August 2005 sind Waterbikes zulassungsfähig. Dem Ansuchen sind CE Papiere (Konformitätserklärung, Handbuch für den Eigner), Meldezettel und Eigentumsnachweis beizulegen. Die Zulassung gilt nicht nur für neue Geräte sondern auch für gebrauchte Waterbikes, eine "Typisierung" kann bei bestimmten Händlern vorgenommen werden. Benötigt wird neben der Zulassung ein Schiffsführerpatent bis 10m.

Waterbikes, (Personal Watercraft - Wassermotorräder) werden folgendermassen definiert:
Schwimmkörper mit weniger als 4 Meter Länge, der mit einem Verbrennungsmotor mit Strahlpumpenantrieb als Hauptantrieb ausgestattet ist und dazu bestimmt ist, von einer oder mehreren Personen gefahren zu werden, die nicht in, sondern auf dem Rumpf sitzen, stehen oder knien. - Amtsdeutsch in seiner schönsten Form!

Die Zonen wo gefahren werden darf sind noch nicht festgelegt aber man munkelt von grösseren Abschnitten auf der Donau. Lassen wir uns überraschen ob der Amtsschimmel sich aufrafft.

Sport:

Beim Waterbike gibt es bekanntlich Steher und Sitzer, mit beiden kann ganz normal gefahren werden aber was wäre ein Gerät mit Motor ohne Missbrauch. Somit teilt sich die Szene in Racer und Freestyler. Beim Freestyle werden unsagbare hohe Airs, Backflips und andere abartige Manöver gefahren. Das Waterbike muss dementsprechend getuned werden damit diese Moves möglich werden. Freestyle Jetskis werden so modifiziert das das volle Drehmoment sofort verfügbar wird. Ausserdem werden Modifikationen am Lenker, dem Schwimmkörper und dem Stehbereich durchgeführt.

Beim Racing geht es klarerweise um die Steigerung der Motorleistung. Genaue Infos zum Tuning holt ihr euch am besten beim Händler, ich habe mich mit Herrn Rotter von der Jetfactory unterhalten und er hat gemeint, dass man am Anfang nicht übertreiben muss, aber sinnvolle Massnahmen sind zum Beispiel ein anderer Auspuff, beim Freestyle eine sogenannte B Pipe und beim Racer eine Dry Pipe. Ein Impeller aus Niro, der je nach Steigung das Drehmoment ändert und ein Intake Grat das Wellen bricht, sollte man sich leisten, wenn man es mit dem Waterbiken ernst meint.

Obwohl wir ein Binnenland sind, gibt es Österreicher, die intenational Beachtung finden. Im Freestyle ist es Dimitrios Delis aka. Schwassmaster DD er ist ist vielfacher österreichischer Meister im Freestyle und macht Moves das einem übel wird. Angstfreiheit und Körperbeherrschung sind unerlässlich beim Freestyle fahren. Seine Empfehlung lautet mit einem Sitzer anfangen und dann erst mit dem Steher, um das Gefühl am Gas zu erlernen. Dann schön langsam Tricks lernen. Klingt sehr einfach, ist es aber nicht. Und man benötigt ein bisschen Taschengeld und Schmerzfreiheit.

Im Bereich Racing/Steher ist  Markus Erlach die Nummer 1. Der erste Österreicher, der jemals einen EM Lauf gewonnen hat, noch dazu am Wörthersee! Was erschwerend hinzukommt, Markus Erlach verfügt über keine Sponsoren. Eigentlich eine Schande, wenn man bedenkt, wie viel Geld für weniger erfolgreiche Sportler ausgegeben wird.
 

Der Unterschied zwischen Racing und Freestyle ist auf diesen beiden Fotos eindeutig ersichtlich. Solche Stunts erfordern ein wenig Übung und eine dicke, dicke Hose

Markus Erlach in Action, der erste Österreicher, der jemals einen EM Lauf gewonnen hat

 

 

 

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Wer jetzt einen Super Jet 700 von Yamaha bestellt erhält als Draufgabe das Rius Racing Tuning Kit gratis dazu. Nicolas Rius ist vielfacher Weltmeister und Yamaha Werksfahrer, wer mehr erfahren möchte geht auf www.nicolasrius.com

Basispreis:                   7190,-   Euro
Kitpreis:                          800,-  Euro + Einbaukosten gatis dazu!  
1000PS Special Offer:  7190,-  Euro    

Das Kit enthält unter anderem einen Niro Impeller, ein anderes Intake Grade und Racing Matten.

Mehr Infos zu Yamaha Händlern findet ihr unter www.yamaha-motor.at

 

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Bericht vom 01.03.2006 | 12.970 Aufrufe

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